Lisa Dollinger und Tobias Bergmeier holen sich die Bronzemedaille

An der Weltspitze

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Mit weiteren drei Athleten auf dem Siegerpodest. Tobias Bergmeier vom TV Kaufbeuren (zweiter von rechts) erkämpfte sich in Bremen die Bronze-Medaille.

Kaufbeuren – Mit zwei dritten Plätzen sind die Kaufbeurer Judoka von ihren hochklassigen Turnieren aus Bremen und Bad Blankenburg zurückgekommen. In der Hansestadt konnte Tobias Bergmeier (U18) genauso das kleine Finale gewinnen, wie Lisa Dollinger (U21) in Thüringen.

Wegen einer Fußverletzung musste David Karle seine Teilnahme bei den Bremen Masters absagen. Der 19-Jährige fällt damit mindestens für die nächsten zehn Wochen aus. 

Der Bremer Judoverband lud bereits zum 30. Mal zu diesem internationalen Vergleich der Altersklassen U18 und U21 ein. Das Spektakel, das an zwei Tagen in der Messehalle ausgetragen wurde, gilt Jahr für Jahr als erste Standortbestimmung in der Weltspitze. 24 Nationen stellten rund 920 Judokas aus ihren Nationalkadern. Jakob Hartmann vom Landeskader Bayern hatte richtig Pech. Nach elf Sekunden war bereits Schluss in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm. Gegen den Niederländer van Winden wurde der Kaufbeurer buchstäblich ausgekontert. 

Besser lief es dagegen für seinen Vereinskollegen Tobias Bergmeier (ebenfalls bis 73 kg). Er gewann gegen Hielke Jongen (Niederlande), Benjamin Kendrich (Kanada), Pavel Svec (Tschechien) und Emil Hennebach (Deutschland). Doch im Halbfinale stand ihm mit dem Brasilianer Luanh Rodrigues ein Athlet gegenüber, bei dem am Ende mehr drin war, als ein knappes 4:2 für den Südamerikaner. Der Kampf war total ausgeglichen. Bergmeier setzte etwa einen halbe Minute vor Schluss einen Hüftwurf an, den der Brasilianer geschickt konterte. 

Doch am Ende ging es für den Kaufbeurer um Platz drei. Gegen den Letten Danllis Smikovskis ließ er dann nichts mehr anbrennen und konnte die Begegnung vorzeitig beenden. Aus den Händen des Bundestrainers nahm Tobias Bergmeier seine Medaille in Empfang. „Auf dieser sportlich hohen Ebene wirst du nicht so schnell dritter“, zollte TVK-Abteilungsleiter Dieter Zimmermann seinem Athleten den würdigen Respekt. Es sei ein hervorragendes Ergebnis, das Lisa und Tobias eingefahren haben. „Wir haben momentan einen Lauf, das ist gigantisch“. 

Harter Weg bis Bronze 

Knapp 430 Kilometer von Bremen entfernt ging Lisa Dollinger (bis 70 kg) auf Medaillenjagd. Beim Thüringenpokal in Bad Blankenburg trafen die deutschen Sportlerinnen auf ihre internationale Konkurrenz. Wie bei den Männern gilt das Turnier auch bei den Frauen als Weichenstellung für kommende Saisonhöhepunkte. Lisa Dollinger gewann ihre Auftaktkämpfe gegen Michaela Pollers (Österreich) und Adela Szarzecova (Tschechien), musste sich aber gegen die deutsche Lisa Müller am Ende deutlich mit 0:10-Punkten geschlagen geben. 

Fortan musste die 20-Jährige den harten und beschwerlichen Weg über die Trostrunde gehen. Die Französin Marina Olarte aus Marseille musste ebenfalls dranglauben wie die Niederländerin Natacha Ausma. Beide Duelle endeten vorzeitig mit 10:0 für die Kaufbeurerin. 

Im kleinen Finale um Bronze gegen Natalia Schauseil fand Dollinger anfangs überhaupt kein Rezept. Zur Pause hatten beide Judoka eine Verwarnung gegen sich. Rechtzeitig vor der offiziellen Kampfzeit gelang Lisa Dollinger ein Schulterwurf, der sie auf die Siegerstraße brachte.

von Stefan Mayr

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