Der Athletik-Club Kaufbeuren sucht eine neue Bleibe

"Aussichtslose Situation"

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Ab Juli 2017 kann der ACK nicht mehr im alten Eisstadion trainieren. Wo sonst, ist noch fraglich.

Kaufbeuren – Der Athletik-Club Kaufbeuren e.V. (ACK) ist händeringend auf der Suche nach einer neuen Bleibe. Ab dem 1. Juli 2017 ist die Nutzung der Räumlichkeiten mit 125 Quadratmeter im jetzigen Eisstadion nicht mehr möglich.

„Trotz angekündigter Multifunktionalität im neuen Eisstadion bekommen wir dort keine Bleibe”, so Manfred Huf, erster Vorstand des ACK, zum heutigen Stand. 

Vor 40 Jahren habe der gemeinnützige Verein ACK „den Anbau mit eigenem Geld (damals 160000 D-Mark) und Schweiß bezahlt und gebaut” und seitdem auch Nebenkosten wie Strom und Gas und Unterhalt aus eigener Tasche bezahlt. 

Als feststand, dass das Stadion ab Sommer 2017 nicht mehr genutzt werden kann, hat der ACK „eindringlich darum gebeten”, im neuen Stadion Trainingsflächen und Umkleidekabinen mit Duschen zu ermöglichen. „Eine Zukunft im neuen Eisstadion kann die Stadt dem Verein allerdings nicht bieten”, so die Stadt Kaufbeuren in einer Pressemitteilung. 

In einem Gespräch zwischen der Stadtspitze und dem Vereinsvorstand wurde demnach „ausführlich erläutert, dass aufgrund steuer- und beihilferechtlicher Regelungen die sportlich genutzten Flächen allen potenziellen Nutzern diskriminierungsfrei, zu gleichen Bedingungen und nur gegen ein umsatzsteuerpflichtiges Entgelt zur Verfügung gestellt werden können“. Darüber hinaus würden grundsätzlich nur kurzfristige, maximal saisonale Überlassungen der vorhandenen Flächen stattfinden. 

Der Athletik-Club sei laut Vorstand Huf auch mit 150 Quadratmetern zufrieden gewesen, nur verkleinern habe man sich nicht wollen. „Wo ist die Multifunktionalität – laut Satzung – des neuen Stadions, wenn der ACK herausgeschmissen wird?”, fragt sich Vorstand Manfred Huf. 

Er bemängelt, dass man dem ACK „keine Räume zur Verfügung stellt und keine Synergieeffekte nutzt”. Der Verein hätte laut Huf die Symbiose, also die derzeitige Situation im jetzigen Stadion mit dem ESVK, gerne weitergeführt, doch das neue Raumkonzept sei jetzt nur mit dem ESVK abgesprochen worden. 

Die Stadt habe in weiteren Gesprächen laut eigener Mitteilung immer wieder signalisiert, dass sie den ACK bei der neuen Trainingsstätte mit der Übernahme von 30 Prozent der Kosten bei notwendigen Investitionen oder möglicherweise auch mit einem Zuschuss zu den Betriebskosten unterstützen würde, wie OB Stefan Bosse auch bei der Bürgerversammlung (siehe Bericht Seite 2) am Montag unterstrich. 

Dennoch fühlt sich der Verein „im Stich gelassen”, denn er bräuchte „konstruktive Unterstützung” bei der Suche nach einer neuen Bleibe vonseiten der Stadt, zumal eine bewilligte Bezuschussung nicht reiche, so Huf. Der Vorstand des ACK habe Verständnis, dass die Stadt bezüglich des Stadions „als Kommunalunternehmen betriebswirtschaftlich arbeiten” müsse, doch die Situation stelle sich dem Vorstand derzeit „aussichtslos” dar, auch weil der Club bei der momentanen Immobiliensituation die Miete in einem anderen Gebäude nicht alleine stemmen könne.

von Martina Staudinger

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