Gold und Bronze für Westendorf

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Das bayerische Team mit Christopher Kraemer vom TSV Westendorf (rote Hose): Der 19-Jährige holte sich als einziger bayerischer Athlet den Titel.

Westendorf – Die Ringer des TSV Westendorf sorgen weiterhin für Furore: Bei den Deutschen Herrenmeisterschaften im griechisch-römischen Stil in Aschaffenburg hat Christopher Kraemer als einziger bayerischer Athlet einen Titel geholt. Der erst 19-Jährige gewann am vergangenen Sonntag das rein bayerische Duell gegen den Nürnberger Deniz Menekse in der Gewichtsklasse bis 59 Kilogramm.

Sein Vereinskollege Maximilian Goßner (66 kg) gewann den dritten Platz und krönte aus Westendorfer Sicht eine mehr als beeindruckende Saison. „Der Finalkampf von Christopher war einfach phänomenal, einfach geil“, verfolgte TSV-Abteilungsleiter Thomas Stechele das Duell um Gold zeitversetzt via Internetstream. 

Schon eine Woche zuvor erkämpfte sich Steve Masuch (74 kg) bei den Deutschen Freistil-Titelkämpfen im württembergischen Tuttlingen den dritten Rang. „Jede Medaille auf einer Deutschen ist ein absolutes Topergebnis“, so Stechele weiter. Nur drei Kämpfe benötigte Christopher Kraemer, um am Ende ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. 

Gleich zum Auftakt setzte Kraemer gegen den Nürnberger Fabian Schmitt ein Ausrufezeichen, als er den Franken mit 9:0-Wertungspunkten von der Matte fegte. „Ich wollte allen zeigen, dass ich da bin“. Die beiden folgenden Duelle gegen Erik Weiß (Frankfurt/Oder) und Deniz Menekse (Johannis Nürnberg) waren von Spannung und Dramatik kaum zu übertreffen. 

Während der TSV-ler im Halbfinale gegen Weiß knapp mit 7:6 die Oberhand behielt, war Kraemer auch im Finalkampf psychisch und physisch nicht zu schlagen. Obwohl der Westendorfer mit 5:2 gegen Menekse führte, kam sein Gegner wieder auf 5:4 heran. „Das war verdammt knapp“, sei er natürlich sehr stolz auf seine Leistung. „Es war sehr anstrengend. Ich hatte brutal schwere Gegner“, hat der Ostallgäuer seine internationalen Ziele nicht aus den Augen verloren.

 „Ja, ich möchte zu Olympia 2016, wenn das noch nicht geht, dann eben 2020“. Sein Vereinskollege Maximilian Goßner scheiterte im Viertelfinale am späteren Titelträger Wladimir Berenhardt (ASV Mainz 88). Über die Hoffnungsrunde kam er wieder zurück und gewann gegen Mohammed-Yasin Yeter (KV Riegelsberg) knapp mit 3:2 und damit Bronze. „Das war eine überragende Turnierleistung von beiden Athleten“, so das Fazit von TSV-Coach Klaus Prestele.

von Stefan Günter

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