Aufstieg in die BOL: Nachgefragt bei Spielertrainer Stefan Schaub

"Lohn für eine tolle Saison"

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Der TSV Biessenhofen, hier noch mit seinem Spielertrainer Stefan Schaub (obere Reihe, dritter von links) spielt in der kommenden Saison als Spielgemeinschaft mit dem TSV Marktoberdorf in der Bezirksoberliga.

Biessenhofen – Vor zwei Jahren erfolgte der bittere Gang aus der Bezirksoberliga in die Bezirksliga. Doch seit dem vergangenen Wochenende darf sich der TSV Biessenhofen offiziell nicht nur mit dem Titel des Vizemeisters schmücken, sondern auch in der kommenden Spielzeit wieder in der BOL mitmischen.

Mit 29:11 Zählern lagen die Ostallgäuer zwar punktgleich mit der Spielgemeinschaft Kaufbeuren-Neugablonz dicht beisammen, doch der entscheidende direkte Vergleich gegen die Wertachstädter war der ausschlaggebende Punkt. Der Kreisbote sprach mit dem 30-jährigen Spielertrainer Stefan Schaub. 

Herzlichen Glückwunsch zur Vize-Meisterschaft! Was bedeutet für Sie der Gewinn der Vize-Meisterschaft in der Bezirksliga und damit der automatische Aufstieg in die BOL? 

Schaub: „Vielen Dank für die Glückwünsche zum Aufstieg! Wenn man mir vor der Saison gesagt hätte, dass wir Zweiter werden, hätte ich kein Wort geglaubt. Letzte Saison sind wir fast abgestiegen und heute stehen wir auf dem zweiten Platz. Das ist einfach der Hammer! Der Aufstieg ist der Lohn für eine tolle Saison.“ 

Was war denn das i-Tüpfelchen des Erfolgs, dass der TSV sogar Konkurrent Kaufbeuren auf den dritten Platz verwies? 

Schaub: „Wir haben über die gesamte Saison eine mannschaftliche Geschlossenheit gezeigt! Jeder einzelne Spieler war wichtig und hat seinen Anteil zum Erfolg beigetragen. Meine erfahrenen Spieler haben eine tolle Saison gespielt und die ,jungen Wilden’ haben mehr Verantwortung übernommen. Der Teamgedanke klingt zwar abgedroschen, war für mich aber der Schlüssel zum Erfolg dieser gelungenen Saison.“ 

In der Saison 2012/2013 folgte der Abstieg aus der BOL. Ist Biessenhofen mit dieser Mannschaft wieder in der Lage durchzustarten? 

Schaub: „Wir schauen nach vorne und glauben in der Spielgemeinschaft mit Marktoberdorf, nach einer gewissen Auflaufzeit, auch in der BOL erfolgreich zu sein.“ 

Sie sind Spielertrainer und frisch gewählter Abteilungsleiter, beides sehr zeitintensive Positionen. Werden Sie als Spielertrainer aufhören? 

Schaub: „Ja! Diese Entscheidung ist schon seit einiger Zeit gereift und hat nichts mit der Wahl zum Vorstand zu tun. Ich denke, dass 25 Jahre auf dem Handballparkett genug sind.“ 

Neu ist auch die Gründung einer Spielgemeinschaft mit dem TSV Marktoberdorf bei den Herren und Damen. Ist das der richtige Weg für eine sportlich bessere Zukunft? 

Schaub: „Das ist meiner Meinung nach die richtige Überlegung! Wir stehen mit Marktoberdorf schon länger in Kontakt und haben unsere Jugendmannschaften bereits vor zwei Jahren zusammengeführt. Ab nächster Saison erweitern wir dies durch die Damen- und Herrenmannschaften. Dadurch bieten wir Handball für alle Altersklassen und können die Seniorenmannschaften mit gut ausgebildeten Jugendlichen stärken. Ich bin mir sicher, dass wir in eine gute und hoffentlich auch erfolgreiche Zukunft gehen!“

das Interview führte Stefan Günter

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