SVO: Ruf nach Kunstrasenplatz wird lauter

"Letzte Chance"

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„Die sportliche Lage ist sehr kritisch”, so SVO-Fußballchef Martin Wahmhoff (stehend).

Germaringen – Die Diskussion um den Bau eines Kunstrasenplatzes war großes Thema bei der Jahreshauptversammlung der Fußballer des SVO Germaringen. Abteilungsleiter Martin Wahmhoff sprach dabei sogar von einer letzten Chance für den Verein.

„Die Witterungsverhältnisse werden von Jahr zu Jahr immer unberechenbarer und so war in diesem Frühjahr eine vernünftige Trainingsarbeit nicht möglich. Dazu kommt, dass wir im Gegenzug für Trainingslager, angemietete Kunstrasenplätze und Hallen eine mittlere vierstellige Summe an Kosten investiert haben, die natürlich im Etat auch nicht vorgesehen ist“, begründet der Fußballchef das Vorhaben. 

Es müsse auch berücksichtigt werden, dass bereits seit längeren die notwendige Sanierung des zweiten Rasenplatzes mit einem geschätzten Kostenpunkt von etwa 70.000 Euro nach hinten geschoben wird. Wegen der unbrauchbaren Drainage laufe das Wasser ganz schlecht ab und somit sei dieses Spielfeld auch nur bedingt für den Spiel- und Trainingsbetrieb einsetzbar. 

Germaringens Bürgermeister Kaspar Rager stellte dabei die Notwendigkeit eines solchen Platzes außer Frage, sprach aber auch von einer hohen Investitionssumme. „Wir werden uns in einem kleinen Gremium vorab einmal über alle Eventualitäten, die so ein Bau mit sich bringt, austauschen, damit wir auch über Fakten sprechen können“, stellte der Bürgermeister in Aussicht, denn die Beantragung von Fördermittel werde sicher eine Vorlaufzeit von circa zwei Jahren verschlingen. 

Martin Wahmhoff versäumte es jedoch nicht, die aktuelle sportliche Situation zu beleuchten. „Die Lage ist sehr kritisch und auch der lange Weg über eine mögliche Relegation ist keine Garantie“, gibt der Abteilungsleiter zu verstehen und appellierte in diesem Zuge an einen vollen Einsatz für die restlichen Spiele. Schließlich will der Verein die anstehenden Feierlichkeiten zum 85-jährigen Jubiläum im Sommer auch noch in der Bezirksliga feiern. 

Kritische Worte in Richtung Politik kamen vom Gesamtvorstand Bernhard Biechele: „Auf der einen Seite will man das Ehrenamt fördern und auszeichnen, doch im Gegenzug werden die Forderungen und Auflagen an die Vereinsfunktionäre immer höher.“ Martin Wahmhoff gab dabei auch zu verstehen, dass der Verein dringend neue junge Leute braucht, die sich in irgendeiner Weise für Tätigkeiten mitengagieren.

von Stefan Günter

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