Kein Glück

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SVK-Youngster Michael Uhrmann (blaues Trikot) erzielte sein erstes Tor in der Landesliga-Südwest.

Kaufbeuren – „Das ist eine sehr bittere Niederlage. Wir waren über 90 Minuten die dominierende Mannschaft und haben es leider verpasst, unsere Chancen zu nutzen.“ Abwehrspieler Lukas Göttle war nach dem Schlusspfiff maßlos enttäuscht wie die ganze Mannschaft der SpVgg Kaufbeuren.

In der Nachspielzeit (93.) machten die Sportfreunde Dinkelsbühl ihr Glück perfekt. Mit dem 2:1 der Franken holten sie sich in Kaufbeuren ihren ersten Saisonsieg. Und Co-Kapitän Johannes Schmidbauer bringt es auf den Punkt: „Wir haben sehr gut gespielt, aber wie gesagt, uns fehlten heute die Tore“. 

Schon in den Anfangsminuten drückte die SVK den sehr tief stehenden Gästen ihren Stempel auf. Marcel Halder, Patrick Zinner, Maximilian Ebert und Lukas Göttle scheiterten nacheinander in der sechsten Spielminute am gut postierten Gästetorwart Philipp Deeg. Der Gastgeber war weiterhin spielbestimmend, musste erneut ohne die verletzten Offensivspieler Dominik Zinner und Lukas Zink auskommen. 

Dagegen warteten die Mittelfranken ab, operierten mit langen Bällen, um so die SVK-Abwehr zu knacken. Obwohl die Hausherren das Spiel auch bis zur Pause dominierten, war stets ein Fuß oder ein Kopf eines Gästespielers bei den Chancen der Kaufbeurer dazwischen. 

Vier Minuten nach dem Seitenwechsel stand Marcel Halder vor dem gegnerischen Torwart. Freistehend knallte er den Ball an den Pfosten. Doch in der 54. Minute erzielten die Gäste durch Jens Eiberger nach einem individuellen Fehlpass der Kaufbeurer völlig überraschend die 1:0-Führung. 

Die SVK zeigte sich nach dem Rückstand weiterhin unbeeindruckt. Mit den Einwechslungen von Alessandro Mormina, Johannes Schmidbauer und Youngster Michael Uhrmann brachte Coach Schmidbauer wieder frischen Wind. Ausgerechnet der 18-jährige Uhrmann brachte Kaufbeuren mit seinem ersten Landesliga-Tor wieder zurück ins Spiel. „Natürlich war es schön als junger Spieler das erste Tor in der Landesliga zu erzielen. Die Freude über mein Tor hält sich sehr in Grenzen“, so Uhrmann nach dem Schlusspfiff. 

Vorausgegangen war in der 69. Minute ein klasse Pass von Maximilian Ebert in die Schnittstelle. Uhrmann lief auf und davon und tunnelte frech Schlussmann Deeg zum zwischenzeitlichen 1:1. Alexander Schmidbauer setzte die Kugel aus sechs Meter Entfernung neben das Tor. Und wieder war es Uhrmann, der sich durchtankte, doch diesmal blieben die Beine des Dinkelsbühler Keepers geschlossen. 

Bei strömenden Regen in der Schlussphase warfen beide Mannschaft nochmals alles nach vorne. Doch das nötige Glück war bei den Gästen. In der Nachspielzeit hämmerte Johannes Müller den Ball unter die Latte zum vielumjubelten 2:1 für Dinkelsbühl. „Ich kann der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen. Besser kannst du es nicht spielen. Sie sind alle an ihre Grenzen gegangen“, so das abschließende Fazit von SVK-Coach Norbert Schmidbauer.

von Stefan Günter

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