Nachgefragt beim SVM-Präsidenten Max Merkel

"Hervorragendes Engagement"

+
Laut SVM-Präsident Max Merkel sind die Weichen für einen Aufstieg bereits gestellt.

Mauerstetten – Wohin die Reise für die Volleyballerinnen des SV Mauerstetten geht, steht zwei Spieltage vor Saisonende in der Bayernliga noch nicht ganz so fest. Weil Friedberg und Freising ihre Nachholspiele gewannen, rutschten die Ostallgäuer, einst Tabellenführer, auf den dritten Tabellenplatz ab.

Auf Friedberg sind es sogar schon vier Punkte, bei noch zwei ausstehenden Spielen für den SVM. Der neue Spitzenreiter hat nur noch eine Partie zu bestreiten und zwar beim Saisonfinale gegen Freising. Die Planungen bei Mauerstetten sind derweil abgeschlossen. 

Mit dem Augsburger Peter Maiershofer konnte ein neuer Coach für die Spielzeit 2015/2016 verpflichtet werden. Der Vertrag ist bereits in trockenen Tüchern. Maiershofer wird die Mannschaft sowohl in der Bayernliga als auch in der Regionalliga coachen. Der Kreisbote sprach mit Max Merkel, dem Präsidenten des SV Mauerstetten. 

Was zeichnet den SVM in dieser Spielzeit aus? 

Merkel: „Ein hervorragendes Engagement der Frauen und des Trainers sowie des Betreuerteams. Nicht nur in vielen Trainingseinheiten, sondern auch in vielen zusätzlichen Stunden im Fitness. Ganz sicher zeichnet den SVM auch aus, dass die Frauen auch privat ein eingeschworener Haufen sind und ganz viel Verantwortung an den Spieltagen und bei der Vor- sowie Nachbereitung des Spieltages übernehmen.“ 

Sind denn die Weichen für einen möglichen Aufstieg von Vereinsseite schon gestellt? 

Merkel: „Ja! Bei einer Mannschaftsbesprechung wurde der Abteilungsleitung klar kommuniziert, dass das Team aufsteigen und fast zu hundert Prozent nächste Saison wieder dabei sein will. In einer Vorstandssitzung wurde auch festgelegt, dass der SVM einen eventuellen Aufstieg begrüßen würde und die entsprechenden Mehrkosten somit tragen muss.“ 

Wie schwer ist es, über Wochen eine konstante Leistung zu erbringen? 

Merkel: „Eine konstante Leistung über längere Zeit habe ich bei uns noch nicht erlebt. Wir schaffen es ja kaum mal, eine sehr gute Leistung vom ersten in den zweiten Satz zu retten. Aber der riesige Kampfgeist und ein überragender Fanblock holen die Mannschaft immer wieder aus dem Tal heraus“. 

Ragt denn besonders eine Spielerin heraus oder ist die geschlossene Mannschaftsleistung ausschlaggebend für den Erfolg? 

Merkel: „Die geschlossene und herausragende Leistung nicht nur der Mannschaft sondern auch im Umfeld in der Abteilung ist sicherlich aus- schlaggebend für den Erfolg. Überragend ist zur Zeit Kapitän Vera Gebler, die nicht nur viele Punkte macht, sondern auch ihre Mannschaft über die gesamte Spielzeit anpeitscht und zusammenhält sowie auch zu jeder Zeit große Verantwortung übernimmt. Die bundesligaerfahrenen Angreiferinnen Barbara Völk und Tanja Wolf haben zumeist keine Probleme mit viel Kraft und Raffinesse Punkte zu machen. Wichtig auch für uns, dass die jungen Nachwuchsspielerinnen gut in dieser Liga zurecht kommen und Anja Feix die Abwehr zusammenhält.“ 

Mauerstetten kennt die Regionalliga, ja sogar die 2. Bundesliga. Gibt es von Vereinsseite irgendeine Schmerzgrenze?

Merkel: „Die Schmerzgrenze für den Verein hinsichtlich weiterer Aufstiege liegt einzig und allein darin, dass der SVM keine fremden Spielerinnen holen wird und weder eigene noch fremde Spielerinnen jemals bezahlen wird. Ansonsten müssen sie sich einen neuen Präsidenten suchen. Sonst wird mir bestimmt wieder etwas einfallen bezüglicher Sponsoren.“ 

Zum Saisonfinale geht es gegen Unterhaching und Lenggries – also zwei leichte Aufgaben zum Schluss? 

Merkel: „Es sind ganz schwierige Aufgaben! Beide Mannschaften spielen noch gegen den Abstieg! Gegen unbequeme Unterhachingerinnen haben wir uns schon immer sehr schwer getan und auch in Lenggries haben wir schon verloren.“ 

Herr Merkel, vielen Dank! 

Das letzte Heimspiel in dieser Saison bestreitet der SV Mauerstetten am kommenden Sonntag (22. März) um 16 Uhr im Sonnenhof gegen den TSV Unterhaching.

Das Interview führte Stefan Günter

Meistgelesene Artikel

Nervenstärke des Favoriten

Kaufbeuren – Der BSK Olympia Neugablonz hat sich zum dritten Mal in Folge für die Endrunde zur Schwäbischen Hallenfutsalmeisterschaft qualifiziert. …
Nervenstärke des Favoriten

Gas geben

Marktoberdorf – Wenn am kommenden Samstag die vierwöchige Pause für die Handballer der Spielgemeinschaft Biessenhofen-Marktoberdorf vorbei ist, will …
Gas geben

Zweimal erfolgreich

Der Neugablonzer Alexander Günter hat mit der Bayernauswahl den Titel beim DFB-Länderpokal in Duisburg nur knapp verpasst.
Zweimal erfolgreich

Kommentare