Neuer Cheftrainer Mike Muller will zusammen mit dem ESVK auf Erfolgskurs gehen

Der neue Mann beim ESVK

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Michael Kreitl, Mike Muller und Karl-Heinz Kielhorn freuen sich auf einen gemeinsamen Erfolgskurs mit den Jokern.

Kaufbeuren – Mit „verbesserten Strukturen“ und neuen Gesichtern, sprich mit der jüngst gegründeten GmbH, einem neuen Cheftrainer und jungen Spielern will der ESVK in der kommenden Saison wieder auf den oberen Tabellenplätzen landen. Am Freitag vergangener Woche stellten ESVK-Geschäftsführer Michael Kreitl und Gesellschafter Karl-Heinz Kielhorn den 43-jährigen Deutschamerikaner Mike Muller als den neuen Coach der ESVK-Profimannschaft vor. Muller, der vorher Nachwuchstrainer beim EV Ravensburg, dem Stammverein der Ravensburg Towerstars, war, weiß, dass er „ein hartes Stück Arbeit“ vor sich hat. Aber: „Mit Herz, Geist und harter Arbeit können wir Geschichte schreiben“, so Muller.

Ein Jahr lang läuft der Vertrag zwischen ESVK und Mike Muller erstmal. Muller, der zuletzt als Nachwuchstrainer und Co-Trainer von Petri Kujala beim EV Ravensburg an der Bande stand, hat Erfahrung mit jungen Spielern, dazu DEL-2-Praxis und der Wunsch, mit einem Verein wie dem ESVK gemeinsam Erfolgsgeschichte zu schreiben – laut ESVK-Geschäftsführer Michael Kreitl „passt Mike Muller genau in unser Anforderungsprofil“. Er habe Muller während der „gemeinsamen Zeit in Essen“ zudem als absoluten Teamplayer und positiven Menschen“ kennengelernt – „Genau das, was wir momentan hier in Kaufbeuren brauchen“. 

In Kaufbeuren wird Muller zum ersten Mal als alleiniger Trainer einer 1. Mannschaft fungieren. Muller selbst sagt: „Ich sehe großes Potenzial ab diesem Startpunkt. Jetzt müssen wir Schritt für Schritt vorgehen und ein Konzept ausar- beiten, das uns zum Erfolg führt. Wenn alle Jungs mitmachen, können wir Geschichte schreiben. Mit Leidenschaft und Teamgeist ist viel machbar“. 

Als erste Aufgaben stehen für den neuen Coach, der den Vertrag erst am Donnerstag unterschrieben hat, Gespräche mit seinem Arbeitgeber, der ESVK Spielbetriebsgesellschaft an, im Fokus stehen sollen laut Kreitl auch Verhandlungen mit jungen ausländischen Spielern für die kommende Saison. Hier verfügt der Deutschamerikaner Muller über „gute Kontakte“ vor allem in die USA. „Wir sind da aber derzeit für alles offen, werden in jeder Situation die bestmögliche Entscheidung treffen“, so Kreitl dazu. 

Über konkrete Trainingsinhalte bei den Jokern wollte Muller am Freitag noch nichts sagen, nur soviel: „Die Verteidigung ist das erste, was ich in den Blick nehmen will“, so Muller. Nicht zuletzt durch die Regeländerungen der vergangenen Saison ist das Spielverhalten auch in der DEL 2 schneller und abwechslungsreicher geworden. Hier sei es wichtig, das „eigene Drittel“ gut zu schützen, so Muller: „Die Chancen vorne kommen dann von alleine“. Gut sei der ESVK nach seinen bisherigen Erkenntnissen im Tor aufgestellt. „Den Rest der Mannschaft muss ich erst noch besser kennenlernen“. Es gebe aber eine Menge Potenzial in Kaufbeuren. 

Geprägt haben den neuen ESVK-Trainer nach eigener Aussage vor allem seine Zeit in Russland, wo er 1992/93 in seiner Position als Verteidiger bei Dynamo Moskau spielte, kurz nach dem Ende der Sowjetunion –„Das war echtes Hardcore-Eishockey“, erinnert sich Muller – außerdem die Erfordernis, sich nach vielen Stationen als Spieler und bei der beginnenden Trainer-Karriere gut und flexibel auf neue Aufgaben einstellen zu können. 

Neue Trainer wird es 2015/16 auch im Nachwuchsbereich geben. So unterstützt Rainer Höfler aus Peiting Christian Vaitl als Trainer bei den Knaben, Andreas Becher aus Türkheim wird neuer Schülertrainer. 

Grundsätzlich sei das Ziel der kommenden Saison, so Michael Kreitl, mit jungen Gesichtern, einem breit aufgestellten Kader und verbesserten Strukturen den ESVK als Eishockey-Standort wieder attraktiver zu machen, sich den guten Ruf zurückzuholen“. „Da war natürlich auch der eigentliche Nachwuchstrainer Juha Nokelainen im Gespräch, der zusammen mit Stefan Mayer den Klassenerhalt geschafft hat“, erklärt Karl-Heinz Kielhorn. Es sei aber ausdrücklich Nokelainens Wunsch gewesen, Nachwuchstrainer zu bleiben. Mit Mike Muller habe man nun eine gute Entscheidung für die erste Mannschaft getroffen. 

Zur neuen Trainerverpflichtung sagt Michael Kreitl: „Mike will sich bei uns beweisen und mit uns gemeinsam etwas aufbauen. Ich bin überzeugt davon, dass ihm das auch gelingen wird“. von Michaela Frisch

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