Joker erleiden 1:9-Heimdebakel

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Das Team von ESVK-Trainer Mike Muller erlebt momentan eine Niederlage nach der anderen.Wird sich das am Freitag ändern?

Kaufbeuren – Wie lange hält die sportliche Talfahrt der Joker noch an? Am Freitag gab es vor 300 mitgereisten Fans in Freiburg eine unerwartete 4:2-Niederlage und zuhause am Sonntag gar ein 1:9-Debakel auf eigenem Eis. Somit holten die Kaufbeurer seit sieben Spielen keinen einzigen Punkt.

Der Vorsprung von ehemals elf Punkten auf die Abstiegsrunde ist dahin geschmolzen und prompt stürzten die Joker auf den elften Tabellenrang ab, nun schon hinter Crimmitschau.

Mit einiger Erwartung ging der ESVK am Freitagabend in das Match beim ERC Freiburg, diesmal sogar wieder mit Daniel Oppolzer. Hoffte man doch beim Tabellenvorletzten den Weg aus der sportlichen Talfahrt finden zu können und mit einem Erfolg die direkten hinteren Tabellennachbarn auf Distanz halten zu können. Unterstützt wurden die Kaufbeurer Joker zusätzlich noch durch circa 300 treue Jokerfans, die den Weg in den Breisgau nahmen. Der ursprünglich mit einem Sonderzug geplante Trip wurde aufgrund nicht genügender Anmeldungen in einen Buskonvoi umgewandelt.

Der Auftakt war nach Maß, denn nach knapp sieben Spielminuten zog Josh Burnell auf und davon und brachte den ESVK in Führung. Diese hielt bis zur vierten Minute im zweiten Drittel an, dann fiel der Ausgleich, als zwei Kaufbeurer gleichzeitig auf der Strafbank saßen. Da die Joker anschließend noch einen Spieler auf der Sünderbank hatten, fiel 185 Sekunden später das 2:1. Als die Joker nun auf den Ausgleich drängten, nutzten die Wölfe vor Drittelende noch einen Konter zum 3:1.

Mit mehr Disziplin hielten sich die Kaufbeu­rer im letzten Durchgang von der Strafbank fern und hatten ihrerseits nun bei gleich zwei nacheinander folgenden Überzahlspielen, dazu noch Fünf gegen Drei, die große Chance auf den Anschlusstreffer. Doch wie so oft war das Überzahlspiel das Manko der Kaufbeurer. Als die Joker kurz vor Ende noch eine weitere Überzahlsituation bekamen und Torhüter Stefan Vajs zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahmen fiel das 4:1. Stürmer Marc Schmidpeter gelang dann noch ein Treffer zum 4:2-Endstand vor 2503 Zuschauern in Freiburg.

Lehrstunde gegen den Meister 

Das Heimspiel am Sonntag bedeutete eine harte Nuss für die Joker, denn der amtierende Meister und zurzeit in einer sportlichen Hochphase befindliche Gast aus Bietigheim dominierte in der SparkassenArena. Vor nur 1298 Zuschauern setzte es eine deprimierende 1:9-Heimniederlage. Im ersten Drittel spielten die Joker, diesmal mit Marc-Michael Henne im Tor, überraschend gut mit und erarbeiteten sich mehrere Chancen. Ab dem zweiten Drittel ging es steil berg­­ab. Kraft- und ideenlos präsentierte sich der ESVK nur noch als Trainingspartner der Gäste. Den Ehrentreffer der Joker gelang Max Schmidle sieben Minuten vor dem Ende.

Chris St. Jacques fiel aufgrund von Leistenproblemen schon nach dem ersten Drittel aus. ESVK-Coach Mike Muller trauerte den gut herausgespielten Chancen seiner Joker im ersten Drittel nach und war der Meinung, dass durch das eine oder andere mögliche Tor der Spielverlauf vielleicht anders gekommen wäre. Die schnellen drei Gegentreffer im zweiten Drittel hätten zur Frustration und somit zur hohen Niederlage gegen das stark besetzte Gästeteam und neuen Tabellenführer der DEL2 geführt.

Am Freitag kommt Rosenheim 

Endlich wieder einmal ein bayerisches Derby. Zum ersten Mal in dieser Saison treten die Starbulls aus Rosenheim im Allgäu an. Spielbeginn ist am Freitag um 19.30 Uhr am Berliner Platz. Beim ersten Gastspiel in Rosenheim unterlag der ESVK mit 0:3 Toren, doch beim zweiten Mal Ende November gab es einen überraschend hohen 8:3-Erfolg in Oberbayern.

Derzeit liegen die Starbulls mit zwölf Punkten Vorsprung vor dem ESVK auf Rang Sieben. Starbulls-Trainer Franz Steer gelang es in letzter Zeit die anfängliche Auswärtsschwäche seiner Jungs abzustellen und dank Torhüter Timo Herden und einer besser eingespielten Abwehr hier Abhilfe zu schaffen und damit Punkte zu ergattern. Dies funktionierte die letzten drei Male.

DNL-Team nimmt Revanche

Gegen das Topteam der Jung­adler aus Mannheim gab es eine 2:6-Heimniederlage. Vor 180 Zuschauern konnte das DNL-Team des ESVK bis zur 24. Minute das torlose Unentschieden halten, dann gingen die Gäste mit zwei Toren in Vorsprung. Bis zur 50. Minute hielten die Kaufbeurer mit, dann folgten die restlichen Gästetreffer, davon drei Tore in Überzahl der Mannheimer. Für den ESVK traf zweimal Timo Schirrmacher.

Am Sonntagvormittag fand das Spiel gegen den EV Regensburg statt. Diesmal klappte es mit der Revanche, denn am Ende siegten die Kaufbeurer vor 103 Zuschauern durch Tore von John Boger und Markus Lillich mit 2:0 und wahrten den dritten Tabellenrang in der DNL.

von Werner Mayr

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