SVO Germaringen: Trainer geht

"Bis zum Schluss durchziehen"

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Noch dreimal nimmt Cheftrainer Michael Grigoleit (rechts) auf der Trainerbank Platz. Danach ist Schluss.

Germaringen – Noch laufen die letzten Punktspiele, doch hinter den Kulissen wird bereits fieberhaft an der neuen Saison gebastelt. Wie bereits berichtet, hört Uwe Zenkner zum Ende dieser Spielzeit 2015/2016 beim BSK Olympia Neugablonz auf. In Pforzen soll Thomas Bönsch Spielertrainer Ali Ünal ablösen. Seine Abschiedstour hat auch Michael Grigoleit. Der Cheftrainer des SVO Germaringen hört ebenfalls zum Saisonende auf.

Der Kreisbote sprach mit dem 35-jährigen Übungsleiter, der zum Ende der Spielzeit 2013/2014 die Erste noch in der Bezirksliga-Süd übernommen hat. 

Wann fiel der Entschluss nicht mehr weiterzumachen? 

Grigoleit: Ich habe mir schon länger Gedanken darüber gemacht. Der Entschluss aufzuhören hat verschiedene Faktoren. Zum einen ist er familiär, aber auch sportlich bedingt. 

Ohne Fußball, ist das überhaupt möglich? 

Grigoleit: Das werde ich sehen. Ich freue mich erst einmal auf die fußballfreien Wochenenden mit der Familie. Aber ich habe schon vor, wieder ein Traineramt auszuüben. 

Wie hat Sie der Posten als Cheftrainer weiter persönlich vorangebracht? 

Grigoleit: In erster Hinsicht habe ich viele neue Erfahrungen gesammelt. Am Anfang war ich als Trainerneuling bei der Zweiten, bevor ich die erste Mannschaft übernahm. Es hatte alles seine positiven und negativen Seiten. Aber ich habe einiges gelernt. Es hat irre Spaß gemacht. Auch jetzt pflege ich weiterhin ein kameradschaftliches Verhältnis zu den Spielern. 

Hatten Sie sich nach dem Abstieg aus der Bezirksliga-Süd auch etwas Druck auferlegt, um den direkten Wiederaufstieg zu schaffen? 

Grigoleit: Der Druck war gewissermaßen schon vorhanden. Die Erwartungshaltung bei den Zuschauern, Fans und bei der Mannschaft waren groß. Aber: Wir wussten, dass dieses Unterfangen nicht einfach werden würde. Wir sind in der Rückrunde nicht mehr so richtig in Fahrt gekommen. Es fehlt momentan die letzte Konsequenz. Ein ganzes Team kannst du nicht so einfach austauschen, einen Trainer eben schon. 

Stand bei Ihnen nicht zur Debatte, schon eher aufzuhören als erst zum Saisonende? 

Grigoleit: Nein. Ich habe das einmal miterlebt, als ich in der Spielzeit 2013/2014 eingesprungen bin. Ich bin keiner, der einen Rückzieher macht und die Mannschaft im Stich lässt. Ich ziehe das bis zum Ende durch, auch wenn es nicht mehr ganz so erfolgreich verläuft. 

Drei Spiele stehen noch an, darunter zwei Derbys in Stöttwang und Pforzen. Doch eigentlich geht es nur um die goldene Ananas? 

Grigoleit: Es wird schwer, das letzte aus der Mannschaft herauszukitzeln. Aber wir wollen natürlich gerade die Derbys noch positiv gestalten und uns auch mit einem Heimsieg gegen Lamerdingen von unserem Publikum verabschieden. Auch wenn es um nichts mehr geht. Die Aussage, die Luft ist raus, zählt bei mir nicht. Wir wollen es gemeinsam bis zum Schluss durchziehen. 

Was passiert nach dem Schlusspfiff in Stöttwang? 

Grigoleit: Da habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Wir werden nichts zum Feiern haben. Allerdings bleibe ich dem SVO weiterhin verbunden. Ich bin natürlich dem Verein sehr dankbar, dass ich als Trainer beide Herrenmannschaften übernehmen durfte. Wir gehen ja nicht im Streit auseinander. Wenn der Verein mich in irgendeinerweise braucht, bin ich da. 

Das Interview führte Stefan Günter

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