Situation beleuchtet

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Mannschaftskapitän Benjamin Kleiner von der SpVgg Kaufbeuren bleibt trotz Tabellenplatz 13 selbstbewusst im Hinblick auf das kommende Spiel gegen Mering.

Kaufbeuren – Der Unterschied zwischen der SpVgg Kaufbeuren und dem nächsten Gegner SV Mering ist anhand von Fakten klar ersichtlich: Während das Team aus dem Landkreis Aichach-Friedberg mit zwölf Punkten im oberen Tabellendrittel liegt, backt die SVK kleinere Brötchen.

Nach sieben Spieltagen müssen sich die Wertachstädter derzeit mit sechs Punkten auf dem Konto nur mit Rang 13 zufrieden geben. Der Kreisbote sprach mit Mannschaftskapitän Benjamin Kleiner. 

Ehrlich, haben Sie sich bisher mehr erhofft als nur Platz 13? 

Kleiner: Die momentane Situation für die Mannschaft ist sehr unglücklich. Wir haben uns von dem Saisonstart sicherlich mehr erwartet. Auch aufgrund der Tatsachen, dass wir eine gute Vorbereitungsphase hatten. Nicht zu vergessen: Die gute Rückrunde aus der vergangenen Saison. Tatsache ist, dass der aktuelle Tabellenplatz nicht den Saisonverlauf widerspiegelt. Wir hätten mehr Punkte auf dem Konto haben können. 

Es gab drei Niederlagen gegen Ichenhausen (0:1), in Memmingen (0:2) und jüngst gegen Dinkelsbühl (1:2). Welche tut immer noch weh? 

Kleiner: Ganz klar Dinkelsbühl. Nicht nur, weil es die jüngste Niederlage ist, sondern weil wir völlig unverdient verloren haben. Wir waren ganz klar über 90 Minuten die bessere Mannschaft. Wir standen am Ende mit leeren Händen da. Drei Punkten hätten in Kaufbeuren bleiben müssen. Doch auch gegen Ichenhausen und Memmingen war unterm Strich etwas möglich. Es ist ärgerlich, dass wir Punkte liegengelassen haben. 

Mit nur drei erzielten Toren ist die SVK im Ranking Schlusslicht. Gibt es ein Stürmerproblem? 

Kleiner: Es liegt wohl bei der gesamten Mannschaft. Wir spielen uns auf Dauer wohl zu wenige Torchancen heraus. Daher möchte ich es unter gar keinen Umständen als Stürmerproblem bezeichnen. Der Knackpunkt ist: Wir machen zu wenige Tore für die Qualität, die wir in der Mannschaft haben. Mit Dominik Zinner und Lukas Zink fehlen uns zwei Offensivspieler. Wir müssen uns einfach zusammenraufen. Die Truppe ist stabil. Wir stehen gut in der Defensive, jetzt gilt es auch die Tore zu schießen. 

Ist das Glück aus der Rückrunde der vergangenen Spielzeit nicht mehr da? 

Kleiner: Wohl wahr. Das Glück hat in den letzten Wochen nicht allzu oft bei der SVK vorbeigeschaut. Sicherlich ist das ein Grund, aber wir können es nicht ändern. Wir müssen im läuferischen Bereich mehr investieren, um dann auch die notwendigen Punkte einfahren zu können. 

Jetzt am Sonntag geht es nach Mering. Die Mannschaft ist noch ohne Niederlage. Tritt die SVK dennoch mit breiter Brust auf? 

Kleiner: Ohne Wenn und Aber. Wir wissen, dass wir zu wenige Punkte auf dem Konto haben. Dennoch sind wir selbstbewusst und werden mit Sicherheit mit breiter Brust dort antreten. Wir haben nichts zu verlieren. Allein die Tatsache, dass wir gegen Dinkelsbühl, trotz der vermeidbaren Niederlage, ein gutes Spiel gemacht haben, fahren wir mit jeder Menge Selbstbewusstsein nach Mering. Sie haben eine klasse Mannschaft. Vielleicht können wir sie ja wieder bezwingen, wie in der vergangenen Saison. 

Vielen Dank! 

Das Interview führte Stefan Günter.

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