Vor dem finalen Spieltag

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Coach Michael Grigoleit (links) und Abteilungsleiter Martin Wahmhoff stehen mit ihrem SVO vor dem letzten, vielleicht entscheidenden Spiel.

Germaringen – Sind es am Samstag, 23. Mai, bereits die letzten 90 Minuten für den SVO Germaringen in der Bezirksliga-Süd? Oder schaffen die Ostallgäuer sogar das Fußballwunder? Am finalen Spieltag muss der SVO in Fellheim gewinnen und zeitgleich auf Schützenhilfe von Schwaben Augsburg hoffen.

Die Fuggerstädter spielen beim SSV Wildpoldsried. Dem Aufsteiger, der derzeit auf einem Relegationsplatz liegt, reicht sogar ein Unentschieden. Anpfiff aller Partien ist um 15.30 Uhr. Doch wie erlebt SVO-Abteilungsleiter Martin Wahmhoff diese mehr als prekäre Lage. Der Kreisbote hat sich mit ihm unterhalten. 

Wie gehen Sie persönlich mit der Situation um? 

Wahmhoff: Es nagt gewaltig an mir. Wir wussten, dass es eine schwere Saison werden wird. Wir haben viele eigene Leute im Team. In der Winterpause kam Thomas Spannenberger zurück. Die Mannschaft hat Potential, doch sie konnte in den entscheidenden Partien nicht die Bigpoints holen. Wir waren in vielen Spielen die klar bessere Mannschaft. Hätten wir da die Punkte geholt, würden wir jetzt nicht da stehen, wo wir gerade sind. 

Der SVO war doch noch nie in der Kreisliga?

Wahmhoff: Das ist richtig. Vor 45 Jahren spielten wir in der damaligen A-Klasse. Aber sonst war der SVO durchweg in der Landesliga, Bezirksoberliga und seit etwa zehn Jahren nur in der Bezirksliga-Süd vertreten. 

Welche Hoffnungen haben Sie, dass die Mannschaft das Ruder noch herumreißen kann? 

Wahmhoff: Wir müssen alles in die Waagschale werfen, um zu gewinnen. Nur so können wir unsere letzte Chance auf den Relegationsplatz wahren. 

Hat Wildpoldsried nicht die besseren Karten? 

Wahmhoff: Unter den normalen Voraussetzungen schon. Aber ich werde der Mannschaft vor dem letzten Duell noch einmal ins Gewissen reden. Ich verlange, dass die Jungs sich reinhängen, selbst wenn es am Ende dann nicht mehr reichen sollte. Die Mannschaft steht in der Pflicht, das letzte Spiel in Fellheim zu gewinnen. 

Ist es denn nicht ein schmaler Grad zum Ende der Saison? 

Wahmhoff: Ich kann und werde der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir hätten wie gesagt schon vorher den Sack zumachen müssen. Selbst gegen Bobingen wäre ein Sieg drin gewesen, trotz des 0:3-Rückstandes. Ich bin sehr zuversichtlich und glaube an die Mannschaft und an den Trainer. Wir werden die letzte Chance nutzen, um erst einmal den direkten Abstieg zu entgehen. Dann wartet auf uns eine harte Relegationsrunde. 

Vielen Dank!

Das Interview führte Stefan Günter

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