Fehlstart hingelegt

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TSV-Abteilungsleiter Christian Friedl.

Marktoberdorf – Die besten Zeiten für den TSV Marktoberdorf sind längst vorbei. Viele Jahre gehörten die Grünweißen der Schwäbischen Bezirksoberliga an. Nach der Umstrukturierung durch den Bayerischen Fußball-Verband kickten die Kreisstädter zwei Jahre in der Bezirksliga-Süd, ehe der freie Fall begann.

Marktoberdorf wurde bis in die Kreisklasse durchgereicht. Und selbst nach dem vierten Spieltag sieht die Lage beim Traditionsverein nicht rosig aus. Das zeigt die jüngste Niederlage im Stadtderby gegen den FSV. Am Ende hieß es 0:5. Auch das Torverhältnis von 4:20 spricht eine deutliche Sprache, dass es noch nicht läuft. Über die Situation hat sich der Kreisbote mit Abteilungsleiter Christian Friedl unterhalten. 

Ist es nach vier Niederlagen aus Ihrer Sicht ein klassischer Fehlstart? 

Friedl: Das kann man wirklich so sagen. Vor allem, wenn ich die Spiele so allgemein betrachte. Gegen Mitabsteiger Buching haben wir zum Auftakt 1:7 verloren, gegen Sulzschneid 2:6, bei Türkspor Kaufbeuren war es bei der 1:2-Niederlage sogar das beste Spiel. Da haben wir unglücklich die Punkte zum Schluss abgegeben. Und jetzt beim FSV gab es wieder eine herbe Niederlage. 

Die Abteilung ist neu strukturiert. Braucht dieser Prozess noch eine Weile, bis alles so läuft wie Sie es sich vorstellen? 

Friedl: Die Mannschaft ist wieder komplett neu zusammengewürfelt. Wir hatten 15 Neu- beantragungen von Spielerpässen. Es ist ziemlich schwierig, das Ganze innerhalb von ein paar Wochen in die richtige Bahn zu lenken. Das Team hat einen guten Ansatz, versucht es spielerisch zu lösen, nicht nur mit einem Hauruck-Fußball nach vorne. Aber im Gegenzug werden sie in der Defensive bei Fehlern bitter bestraft. 

Sie haben jahrelang für den TSV Marktoberdorf gespielt. Was können Sie jetzt trotzdem in dieser Situation an die Jungs weitergeben? 

Friedl: Wichtig ist, dass sie weiter hart arbeiten. Der Punkt in Kaufbeuren hätte uns mit Sicherheit sehr gut getan. Wir hatten das gleiche Problem schon in der vergangenen Saison in der Kreisliga. Da haben wir auch zu Beginn die nötigen Punkte nicht geholt. Die Köpfe hängen nach einem 0:2-Rückstand eben tiefer. Da fehlt ihnen der Mut nach vorne zu spielen. 

Wie schwer wird es denn, die Klasse zu halten und damit dann außerdem den „freien Fall“ des TSV Marktoberdorf abzuwenden? 

Friedl: Ja, es wird sehr schwierig. Ich habe es von Anfang an gesagt und keiner wollte es mir glauben: Die Kreisklasse ist keinesfalls schlechter als die Kreisliga. Es gibt Mannschaften, die über Jahre hinweg schon in dieser Liga spielen und eine feste Größe sind. 

Wie kann man den Hebel trotzdem ansetzen? 

Friedl: Wir können jetzt nicht mehr machen. Wir müssen von Spiel zu Spiel schauen. Dabei versuchen wir in der Winterpause, den einen oder anderen Neuzugang zu bekommen. 

Sind Sie zuversichtlich? 

Friedl: Es ist schon bitter, wenn man wie jüngst beim FSV mit 0:5 verliert. Wir haben noch genug Spieltage, an denen noch alles möglich ist. Wenn wir uns gemeinsam am Riemen reißen und weiter konzentriert arbeiten, dann glücklicherweise einen Punkt oder einen Sieg holen, schaut es schon wieder ganz anders aus. 

Das Interview führte Stefan Günter. 

Hinweis: Der TSV MOD spielt am Samstag, 29. August um 15.30 Uhr daheim gegen den TSV Ruderatshofen/Aitrang.

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