Neugablonzer gewinnen 9:1

Showtime im Waldstadion

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Da jubelt der BSK.

Kaufbeuren – Wann hat es das zuletzt im Waldstadion gegeben, dass der BSK Olympia Neugablonz einen Tabellenführer so dermaßen vorgeführt hat? In der Fußball-Bezirksliga-Süd haben die Schmuckstädter am vergangenen Samstag den Spitzenreiter TSV Babenhausen mit 9:1 bezwungen.

„Heute lief es einfach. Jeder hat 100 Prozent gegeben. Der Knoten platzte schon in Dinkelscherben. Wir ernten jetzt, was wir gesät haben“, so Offensivspieler Alexander Günter. Schon in der siebten Minute waren die Gäste aus dem Unterallgäu bereits vom Pech verfolgt, als Michael Hammer die Kugel ins eigene Tor lenkte. BSK-Neuzugang Alexander Schmidbauer verwandelte in der 24. Minute einen Freistoß zur 2:0-Führung. Doch zwei Minuten später kamen die Gäste wieder ran, als Nikolas Berchtold einen Strafstoß flach rechts unhaltbar für Dennis Starowoit verwandelte. 

Neugablonz machte in dieser entscheidenden Situation aber das 3:1 durch Alexander Günter, der nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Alexander Weber sofort abzog. „Das war die Schlüsselszene in diesem Spiel. Wenn Babenhausen das 2:2 erzielt hätte, wäre mit Sicherheit die Partie anders verlaufen. Aber mit dem dritten Tor und den Temperaturen war alles gelaufen. Es folgte die Kür beziehungsweise ein Schaulaufen“, bilanziert Coach Günter Bayer.

Noch vor der Pause erzielten Markus Scholl (41.) und Thomas Waltenberger (43.) die weiteren Treffer zum 4:1 und 5:1 für den BSK. „Wir sind wieder da und haben bewiesen, dass mit uns immer zu rechnen ist“, machte Alexander Günter deutlich. Die rund 250 Zuschauer im Waldstadion erlebten ein Fußballfest, einen „Sahnetag“, wie es Günter Bayer nach dem Schlusspfiff formulierte. 

Auch in den zweiten 45 Minuten drückte der Gastgeber Babenhausen seinen Stempel auf. Mit einem weiteren Eigentor in der 56. Minute setzte der BSK seinen Torrausch fort. Eugen Erhart (61.), Mathias Franke (76.) und Alexander Günter (85.) sorgten für die weiteren Treffer. „Wir kommen jetzt langsam besser in Tritt. Das Selbstvertrauen ist zurückgekehrt“, sagt Dennis Starowoit, die Nummer Eins im Tor der Schmuckstädter. 

Selbst Bayer rieb sich nach dem Schlusspfiff die Augen. „Heute war Showtime im Waldstadion. Alle Faktoren, die für so ein solches Ergebnis sprechen, sind zusammen getroffen. Bei uns glückte einfach alles, dann machst du auch mal neun Tore in so einem Spiel“. Das Quäntchen Glück sei diesmal ganz beim BSK gewesen. Allerdings drückt der erfahrene Cheftrainer gleich auf die Euphoriebremse „Es war nur ein Sieg mit drei Punkten. Wir müssen weiterhin hart arbeiten“.

Schon am kommenden Sonntag, 18. September, wird sich herausstellen, wie viel der Kantersieg gegen Babenhausen wert war. Neugablonz muss beim Tabellenletzten TSV Ottobeuren antreten. „Uns erwartet ein schweres Spiel. Hier gilt es nachzulegen“, blickt Dennis Starowoit optimistisch nach vorne, während Alexander Günter auf die eigenen Stärken pocht: „Wir müssen einfach unser Potential abrufen“.

von Stefan Günter

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