Sieg und Niederlage

Herbe Lektion

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Nach dem Freitagsieg der Buchloer Piraten, mussten sie am Sonntag eine deftige Abfuhr in Miesbach einstecken.

Buchloe – Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung haben die Buchloer Piraten den Indians aus Memmingen eine deutliche Abfuhr erteilt. 5:2 hieß es am Freitagabend im Duell der beiden Rivalen. Doch dem tollen Derbysieg folgte am Sonntagabend beim Gastspiel in Miesbach eine bittere und am Ende deutliche Niederlage. Mit 0:7 bekamen die Pirates eine herbe Lektion erteilt, gegen einen vor allem im letzten Drittel stark aufspielenden Gegner.

Hoch konzentriert starteten die Hausherren in die Freitagspartie. Denn bereits in den Anfangsminuten sorgten David Vycichlo (2.), Marc Weigant (3.), Markus Vaitl (4.) und Alexander Krafczyk (5.) im Minutentakt für einen arbeitsreichen Tag des Gäste-Keepers. Der völlig verdiente Führungstreffer fiel dann in der zehnten Spielminute, als die Piraten das erste Überzahlspiel nutzten und Max Dropmann mit einem Gewaltschuss zum 1:0 eine schöne Auflage von Alexander Krafczyk verwertete. Auch danach spielten die Freibeuter munter weiter und als Max Hofer sich den Puck an der Bande erkämpfte und diesen David Vycichlo überließ ging es dann wieder ganz schnell. Mit einem guten Auge spielte dieser einen Querpass zu Alexander Schönberger, der Jochen Vollmer zum 2:0 überwand (13.). Bei einer doppelten Unterzahl von Buchloe durfte sich dann auch Daniel Blankenburg gegen Milan Pfalzer und Jan Benda auszeichnen. Als diese gerade überstanden war, spielte Ex-Pirat Daniel Huhn den Puck auf den freistehenden Anti-Jussi Miettinnen, der aus halb rechts einfach mal abzog und damit für den 2:1 Anschlusstreffer sorgte (17.).

Nach einer Schwächephase zum Beginn des zweiten Drittels spielten die Freibeuter wieder forsch weiter. Eine sehenswerte Kombination über Alexander Krafczyk und Markus Vaitl konnte Pavel Vit (26.) nicht verwerten und auch Marc Weigant scheiterte freistehend im Slot an Jochen Vollmer (27.). Ein Doppelschlag in der 35. Spielminute sorgte dann für einen verdienten Drei-Tore-Vorsprung für den ESV.

Im letzten Drittel sorgte zu Beginn ein Powerplay dafür, dass die Gäste in Person von Martin Jainz wieder auf 4:2 verkürzen konnten (43.). Alexander Krafczyk traf in der 57. Minute bei schnellem Konterspiel auf Zuspiel von Tobias Kastenmeier zum 5:2-Endstand.

Abfuhr in Miesbach

„Wir hatten am Freitag ein sehr emotionales Spiel und eigentlich wollten wir heute genauso zu Werke gehen“, sagte Trainer Topias Dollhofer. In den ersten Minuten schien den Freibeutern dies auch noch ganz gut zu gelingen, denn die Anfangsphase verlief ausgeglichen. Doch dann machten die Gastgeber mit dem ersten echten Torschuss das 0:1. Auch danach blieb es zunächst ein Duell auf Augehöhe. „Die ersten 40 Minuten waren vom optischen Eindruck her relativ ausgeglichen, wobei uns schon immer ein wenig der letzte Biss gefehlt hat“, sagte Dollhofer treffend. Beide Teams kamen nämlich in der Folge kaum einmal zwingend vor die Tore. Umso unglücklicher, dass kurz vor der Pause im Powerplay doch noch der zweite Treffer für den TEV (18.).

Gerade einmal 32 Sekunden waren nach der Pause gespielt, als Tom-Patrick Kimmel freistehend auf 0:3 erhöhte. Die beste Gelegenheit der Piraten hatte noch Marc Weigant, der stark bedrängt die Scheibe hauchdünn am Tor vorbei legte (24.). Weitere Treffer sollten aber im Mittelabschnitt nicht mehr fallen, sodass man im ESV-Lager weiter hoffen durfte.

Im Schlussdrittel glückte den Hausherren erneut ein Blitzstart. Andreas Baumer sorgte mit dem 0:4 nach einer guten Minute bereits für eine Vorentscheidung. Nur rund eine Zeigerumdrehung später machte Florian Feuerreiter mit dem 0:5 endgültig den Deckel drauf. „Die beiden schnellen Tore im letzten Drittel waren der Genickschlag für Buchloe“, bestätigte auch TEV-Coach Simon Steiner. Die Gegenwehr der Piraten war tatsächlich spürbar gebrochen. Und so dominierten die Oberbayern nun das Geschehen auf dem Eis. Somit war es nur eine Frage der Zeit, bis der nächste Miesbacher Treffer fallen sollte. Passenderweise erzielte den Sebastian Deml, als er einen von der Bande abgeprallten Puck in die Maschen setzte (45.). Zwar probierte es der ESV nochmals, zumindest den Ehrentreffer zu erzielen, doch Ewert blieb unüberwindbar. Und auf der Gegenseite besorgte Christan Heller nach einem Konter sogar noch den deutlichen 0:7 Endstand.

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