Vizetitel und verlorenes Duell um Bronze

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Ein tolles Abschneiden für die Westendorfer Ringer in Kirrlach: Markus Stechele (links), Coach Klaus Prestele (Mitte) und Simon Einsle.

Westendorf – Die Westendorfer Ringer sind von den Deutschen Einzelmeisterschaften der Junioren im freien Stil aus Kirrlach mit einem super Ergebnis zurückgekehrt. Während sich Markus Stechele am Ende die Silbermedaille umhängen durfte, scheiterte Simon Einsle im kleinen Finale an den Unterföhringer Julian Gebhard, was Platz Fünf für ihn bedeutete.

„Es war ein tolles Wochenende für den TSV Westendorf“, zeigt sich Abteilungsleiter Thomas Stechele mehr als zufrieden über die Leistung der beiden Nachwuchsringer. 

Nur vier Athleten ermittelten in der Gewichtsklasse bis 55 Kilogramm den Deutschen Meister. Schon im Vorfeld wusste man auf Seiten des TSV, dass der Titel nur über den Triberger Viktor Lyzen gehen würde. Markus Stechele erwischte im bayerischen Duell gegen Andreas Walbrun vom SV Siegfried Hallbergmoos einen Start nach Maß. Mit einem deutlichen 10:0 übersprang er die erste Hürde. Doch gegen Lyzen war kein Kraut gewachsen. Deutlich verlor er nach technischer Überlegenheit. 

Im alles entscheidenden Duell um die Silbermedaille gegen Johannes Voegele (TuS Adelhausen) konnte der 18-jährige Ostallgäuer den Sieg nach Hause bringen, weil er die höhere Wertung beim 2:2 erzielte. „Es war schon eine ganz enge Kiste. Markus hat taktisch sehr gerungen und zog den Kampf am Ende auf seine Seite“, freut sich Coach Klaus Prestele über seinen Schützling. Nach 2015, als Stechele in der Gewichtsklasse bis 50 Kilogramm den Vizetitel bei den Junioren holte, konnte er erneut ein Erfolgserlebnis verbuchen. „Im Großen und Ganzen bin ich natürlich zufrieden. Der erste Kampf lief perfekt. Die Chancen gegen Viktor Lyzen waren gering. Im letzten Duell war ich taktisch gut eingestellt“, so die Erkenntnisse des Silbermedaillengewinners. 

Allein 19 Athleten kämpften in der Gewichtsklasse bis 74 Kilogramm um vordere Plätze. Mitten drin der Westendorfer Simon Einsle. In der Qualifikation gelang ihm ein deutlicher 11:2-Punktesieg über Marcel Flick (RSV Benningen). Den guten Lauf nahm der Zweitliga-Ringer auch in seinen nächsten Kampf gegen Daniel Surikov (RSV Rheinbach). Mit 10:0 war es für ihn eine deutliche Angelegenheit. 

Gegen den späteren Deutschen Meister Johann Steinforth aus Leipzig musste er sich knapp mit 1:3 geschlagen geben. „Er ist hier leider zu spät aufgewacht“, sagt Klaus Prestele. Sein Gegner habe zum Schluss der Begegnung massiv abgebaut, sodass durchaus ein Sieg möglich gewesen wäre. Über die Hoffnungsrunde kam Einsle aber wieder zurück. Der Potsdamer Sven Menzel konnte den TSV‘ler nicht aufhalten. 

Das kleine Finale um Bronze war gegen Julian Gebhard vom SC Isaria Unterföhring taktisch geprägt. Weil er aber aus Sicht des Kampfrichters zu passiv agierte, wurde er dreimal verwarnt, was zur Disqualifikation führte und Einsle am Ende nur fünfter wurde. 

„Sicherlich kann man sich im Nachhinein über die beiden Niederlagen ärgern“, so sein Trainer Klaus Prestele. „Er hätte viel offensiver ringen müssen, was ihm die Medaille kostete“. Einsle selbst freut sich erst einmal, dass das harte Wochenende vorüber ist. „Mir hat nach den zahlreichen Kämpfen ein kleines Stückchen zur Medaille gefehlt. Ich gehe für mich mit einer zufriedenen Leistung aus dem Turnier“. Durch die guten Platzierungen der beiden Westendorfer erreichte der Bayerische Ringer-Verband in der Länderwertung den ersten Platz, obwohl kein einziger bayerischer Freistiler in Kirrlach einen Deutschen Meistertitel erlangte.

von Stefan Günter

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