Überraschung nicht geglückt

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Fatos Durmishi (rotes Trikot) beendete das harte Duell gegen Ivan Djorev blutüberströmt mit einer Platzwunde am Kopf.

Westendorf – Der TSV Westendorf hat es nicht geschafft, den Spitzenreiter SV Wacker Burghausen in die Knie zu zwingen. Gegen den Ligaprimus der 2. Ringer-Bundesliga-Süd verloren die Ostallgäuer am Ende knapp mit 13:17. Erst im letzten Kampf des Abends fiel die Entscheidung zu Gunsten der Gäste von der Salzach.

Burghausens Spitzenringer Matthias Maasch siegte souverän gegen Tizian Reggel mit 16:0. Das 22-jährige Eigengewächs der Ostallgäuer stand zum ersten Mal überhaupt dem WM-Fünften von 2015 gegenüber. „Ich habe mich nicht optimal vorbereiten können, denke aber, dass ich das bestmögliche daraus gemacht habe“, sagte er im Anschluss. Namen und Erfolge eines jeden Gegners schalte er während des Kampfes aus.

Zu Beginn des Kampfes musste Westendorf beeits einem 0:8-Rückstand hinterherlaufen. Der Finne Fatos Durmishi gab im Limit bis 57 Kilogramm gegen den Bulgaren Ivan Djorev nur einen Punkt ab. Im Schwergewicht musste sich Vladislav Metodiev gegen Yevhenii Saveta mit 4:12 geschlagen geben. Keine Chance hatte auch Markus Stechele in der Gewichtsklasse bis 61 Kilogramm gegen den Rumänen Virgil Munteanu. Dann folgte aber der Auftritt von Christian Stühle im Halbschwergewicht, der Anton Losowik mit 15:0 in die Schranken wies. Auch Mehmed Feraim zeigte erneut eine bärenstarke Leistung gegen Enes Akbulut. Mit 17:2-Punkten blieb der TSV‘ler siegreich. Nach der Pause gewann Michael Heiß sein kampfbetontes Duell gegen Maximilian Lukas. „Ich habe mich zweimal in der Bodenlage verteidigt. Das war heute der Schlüssel zu meinem Erfolg.“

Christopher Kraemer verlor seinen Kampf gegen Andreas Maier vorzeitig auf Schulter. Angeschlagen ging Steve Masuch in seine Begegnung im Limit bis 86 Kilogramm. Er hatte gegen Andrej Maltschukowski leichtes Spiel und gewann nach 1:35 Minuten vorzeitig wegen technischer Überlegenheit. „Ich bin froh, dass ich mich noch nicht mehr verletzt habe“, sagte er. „Sicherlich wollen wir daheim immer gewinnen, aber wir konnten nicht das beste Team gegen Wacker Burghausen aufstellen“. 

Die beiden Schlusskämpfe gingen an die Oberbayern, wobei Simon Einsle dem Burghauser Nikolay Kurtev alles abverlangte und der Gästeringer nur zu einem 7:5-Punktesieg kam. „Es ist schade für das ganze Team, ein Sieg wäre heute sicherlich möglich gewesen“, so Michael Heiß. Mit 8:8-Punkten ist Westendorf vom vierten auf den sechsten Rang abgerutscht. Am Samstag reisen die Ostallgäuer zum letzten Vorrundenkampf nach Untergriesbach.

von Stefan Günter

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