Der 16-jährige Ringer Markus Stechele ist der einzige Starter aus Bayern

Westendorfer für Kadetten-EM nominiert

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Sein Debüt im Nationaldress gibt der 16-jährige Markus Stechele vom TSV Westendorf bei der Kadetten-EM in Bulgarien

Westendorf – Erst 16 Jahre alt ist Markus Stechele vom TSV Westendorf, aber sportlich hat er schon einen riesen Erfolg gelandet: Der Jugendliche ist als einziger bayerischer Teilnehmer bei der Kadetten-WM im Ringen mit dabei.

Erneut hat es ein Westendorfer geschafft: Der 16-jährige Markus Stechele nimmt ab Sonntag (4. Mai) an den Europameisterschaften der Kadetten in Samokov in Bulgarien teil. Im neunköpfigen deutschen Teilnehmerfeld bei den Freistilern ist er der einzige Starter aus Bayern. Entscheidend war der Turniersieg bei einem internationalen Kräftemessen in Belgien. 

Im Finale ließ er seinen deutschen Kontrahenten in der Gewichtsklasse bis 46 Kilogramm, Sebastian Schmidt aus Schriesheim, beim 10:0-Erfolg keine Chance. „Wir sind unheimlich stolz auf Marcus. Er schafft zurzeit einen riesigen Spagat zwischen Leistungssport und Schulabschluss. Vor seiner Leistung kann man nur den Hut ziehen“, wird Onkel und Trainer Jürgen Stechele auf der vereinseigenen Homepage zitiert. Vor dem Turnier in Belgien standen sich schon Markus Stechele und Sebastian Schmitt zweimal gegenüber. 

In Bindlach gelang dem Ostallgäuer bei einem Sichtungsturnier zwar ein Sieg, doch bei den Deutschen Meisterschaften zeigte der 16-Jährige allerdings Nerven und verlor diesen Kampf um den Titel. „Entscheidend war für mich nun der Sieg in Belgien. Damit hat er sich die Fahrkarte für die EM erkämpft“, so Bundestrainer Jürgen Scheibe. Auch in der Sportschule Bad Hennef zeigte Stechele bei einem Abschlusslehrgang eine ordentliche Leistung und fiel auch da schon wieder durch Fleiß und Einsatzwillen auf. Für Thomas Stechele, dem Papa von Markus, ist selbst schon die Nominierung der Hammer. 

„Das ist der absolute Wahnsinn“, freut sich der Nachwuchscheftrainer der Westendorfer und ist richtig stolz auf seinen Burschen. „Allein das Training in Hennef und das internationale Turnier haben ihn schon viel weitergebracht“, sieht der Papa die EM natürlich gelassen entgegen. „Er soll es einfach genießen. Wenn es für ihn blöd läuft, dann machst du nur einen Kampf und dann ist es vorbei“. Sein Sohn solle einfach das Optimale herausholen, kämpfen und sich nicht abschlachten lassen. „Wenn es zu einem Sieg reichen sollte, ist das super“, kann es Thomas Stechele gar nicht mehr erwarten bis es los geht. Denn am 4. Mai startet für Markus Stechele der Flieger in Richtung Bulgarien.

Am Dienstag ist Waage, am Mittwoch stehen die Wettkämpfe in seiner Gewichtsklasse auf dem Programm. Der Ostallgäuer gehöre jetzt nicht zu den Medaillenkandidaten, sagte Jürgen Scheibe. „Es fehlt ihm noch an internationaler Erfahrung. Für ihn geht es darum, dass sich selbst nicht unter Druck setzt und an diesem Tag seine beste Leistung abruft“. Stechele habe gut trainiert und ist ein super Form. Er müsse einfach locker bleiben. 

„Wer eine Medaille haben will, muss die großen Nationen schlagen“, so der Bundestrainer. Russland ist die stärkste Nation in diesem Altersbereich. Mit Aserbaidschan, der Türkei, Ukraine warten weitere Medaillenkandidaten bei dieser EM. von Stefan Günter

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