Kraemer verteidigt Titel

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Direkt nach dem Schlusspfiff: Westendorfs Ringer Christopher Kraemer in Siegerpose.

Saarbrücken/Westendorf – Christopher Kraemer gehört weiterhin zu den besten Ringern im griechisch-römischen Stil in Deutschland. Der 20-Jährige holte sich am vergangenen Sonntag in Saarbrücken bei den nationalen Meisterschaften den Titel in der Gewichtsklasse bis 59 Kilogramm. Sein Vereinskollege Maximilian Goßner (66 Kilogramm) schied aufgrund einer Fehlentscheidung des Kampfgerichts vorzeitig aus. „Natürlich bin ich erleichtert und sehr glücklich den Titel verteidigt zu haben“, sagte Kraemer direkt nach dem gewonnenen Finale gegen Andrej Ginc (SAV Torgelow/Mecklenburg-Vorpommern).

Nach 1:36 Minuten stand der Westendorfer vorzeitig als Sieger fest und ließ sich gebührend feiern. Dabei hatte der frischgebackene Deutsche Meister gleich zum Turnierauftakt einen harten Brocken vor sich. Mit Alexander Grebensikov (RSV Frankfurt/Oder) lieferte sich der TSV’ler ein Duell auf Augenhöhe, welches er am Ende aber gewann. „Für mich war es der Schlüsselkampf. Der Sieg hat mich enorm gestärkt“, so Kraemer. Und Coach Klaus Prestele fügte hinzu: „Es war sehr wichtig, dass Chris den ersten Kampf gewonnen hat. Er wusste nicht, wo genau er nach seiner langen Verletzung stand. Mit dem Sieg kam die Sicherheit zurück, auch mental gab ihm der Auftakterfolg enormen Auftrieb“. 

In der Folge ließ der Westendorfer gegen Dustin Scherf (KFC Leipzig) und Marvin Scherer (VfK 07 Schifferstadt) nichts mehr anbrennen. Mit einer Souveränität marschierte Kraemer eindrucksvoll ins Finale und konnte hier den Sack zumachen. „Ich bin mit 120 Prozent in den Kampf rein und wollte unbedingt gewinnen“, sagte Kraemer in seinem Fazit.

Sehr unglücklich verlief hingegen das Turnier für Maximilian Goßner. Nach seinem überlegenen Auftaktsieg über Adrian Stockburger (KSV Tennenbronn), flog er im Viertelfinale gegen Marc-Antonio von Tugginer (KSV Köllerbach) mit 0:1 aus dem Wettbewerb. Goßner war in dieser Begegnung der aktivere Ringer und wurde dafür nicht belohnt. „Es ist immer noch sehr bitter so auszuscheiden. Ich hatte mir schon mindestens das Halbfinale ausgerechnet“, so Goßner. Akribisch und mit einer großen Intensität habe er sich auf die Deutsche vorbereitet. „Ich habe keinen Fehler gemacht“, zeigte er sich auch noch am Finaltag der Deutschen Meisterschaft sichtlich enttäuscht.

von Stefan Günter

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