Klasse gesichert

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Kollektiver Jubel nach dem Schlusspfiff: Die SVK schafft durch einen 2:1-Sieg über Nördlingen den Klassenerhalt.

Kaufbeuren – Es war der wohl wichtigste Sieg der SpVgg Kaufbeuren in der Spielzeit 2015/2016. Mit dem 2:1 am Ende über den Tabellendritten TSV 1861 Nördlingen blieb die SVK im siebten aufeinanderfolgenden Spiel ungeschlagen. Mit 38 Punkten erreichte Kaufbeuren zum Abschluss den 12. Tabellenplatz.

Rückblickend wurde die SVK in der vergangenen Saison mit 49 Zählern Achter. Die beiden Spielzeiten davor kämpften die Wertachstädter auch gegen den Abstieg. Mit Platz 11 (44 Punkte) und Platz 13 (45 Punkte) war es auch hier jeweils eine Kräfte zerrende Saison. 

Kaufbeuren kontrollierte das letzte Heimspiel. Im ersten Durchgang hätte die SVK mindestens drei, wenn nicht vier Tore erzielen müssen. Sie vergab zahlreiche hundertprozentige Chancen, ehe Maximilian Moll in der 32. Spielminute das wichtige 1:0 erzielte. Nach dem Wiederanpfiff verging eine ganze Weile, bis der eingewechselte Maximilian Ebert das 2:0 markierte (72.). Nördlingen zeigte einen tollen Fußball und obwohl es für die Rieser um nichts mehr ging, blitzten sie mit ihrer Spielweise immer wieder auf. Fabian Miehlich haute aus rund 25 Metern mit einem Strich den Ball in den Winkel. Da stand es in der 83. Minute nur noch 2:1 für den Gastgeber. Was die Kaufbeu­rer Kicker aber nicht wussten, zu diesem Zeitpunkt führte Egg gegen Fürstenfeldbruck bereits mit 7:2. Am Ende kannte der Jubel keine Grenzen mehr. 

Ein Saisonende bedeutet auch Abschied nehmen: Neben Co-Trainer Wolfgang Kress und Norbert Schmidbauer wird auch Maximilian Moll die SVK verlassen. Wegen seines Studiums in München schließt sich der Mittelfeldakteur dem Bayernligisten Wolfratshausen an. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Wechsel von Lukas Göttle, der sich eigentlich dem TSV Landsberg anschließen wollte. Ob da das letzte Wort schon gesprochen ist? 

Reaktionen zum Klassenverbleib: 

Mittelfeldakteur Maximilian Moll: Ich bin total erleichtert. Wir haben in den vergangenen Wochen einen großen Druck verspürt. Es ist für mich ein super Abschluss. Keiner geht mit einem negativen Erlebnis aus der Saison. Dass ich mit einem weiteren Tor zum Erfolg beitragen konnte, ist für mich natürlich umso besser. Ich bin überglücklich. Es ist eine super Mannschaft. Darauf kann man in den nächsten Jahren aufbauen. 

Kapitän Benjamin Kleiner: Die Erleichterung ist bei der gesamten Mannschaft riesengroß. Wir mussten gewinnen, hatten es selbst in der Hand. Kompliment an das gesamte Team, an den Verein, dass wir das so hinbekommen haben. Das Trainerteam hat einen großen Anteil an unserem Erfolg, dem Nichtabstieg aus der Landesliga. Sie haben uns Stabilität gegeben, wir durchlebten auch gemeinsam schwierige Zeiten. Sie sind ruhig geblieben, haben uns den klaren Weg aufgezeigt. Deswegen auch ein riesiges Lob an Norbert Schmidbauer und Wolfgang Kress. 

Coach Norbert Schmidbauer: Über 90 Minuten hat die Mannschaft sehr gut und konzentriert Fußball gespielt und verdient gewonnen. Mit der Belastung im Vorfeld so eine Partie abzulegen, verdient allergrößten Respekt und ist aller Ehren wert. Kompliment an die Jungs. Einziger Kritikpunkt: Wir hätten zur Halbzeit mindestens 3:0, 4:0 oder 5:0 führen können, geschweige müssen. So haben wir es unnötig spannend gemacht. #

Statistik zur abgelaufenen Saison 

Das letzte Saisonspiel ist passé: Kaufbeuren hat nach dem Erfolg über den Tabellendritten TSV 1861 Nördlingen am Ende seinen zehnten Sieg eingefahren. Dem gegenüber stehen allerdings acht Unentschieden und 14 Niederlagen. Insgesamt erzielte die SVK in 32 Partien 36 Tore und kassierte 45. 

Die höchste Niederlage fing Kaufbeuren auswärts in Mering ein (2:7). Den höchsten Sieg feierten die Wertachstädter ebenfalls in der Fremde beim 5:2 gegen Türkspor Augsburg. Auffallend ist, dass die SVK als einzige Mannschaft beide Duelle gegen Absteiger Sportfreunde Dinkelsbühl verloren hat. Am Ende hieß es zweimal 1:2. 

Erfolgreichster Torschütze auf Seiten der Spielvereinigung war in der abgelaufenen Spielzeit Lukas Zink mit neun Treffern. Damit rangiert er auf dem 13. Rang. Im Zuschauerranking ist die SVK leider auch auf den hinteren Plätzen zu finden. Insgesamt 1.860 Zuschauern in 16 Heimspielen fanden nur den Weg ins heimische Parkstadion. Das macht einen Schnitt von 116 Zuschauer pro Partie.

von Stefan Günter

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