Taekwondo Team Buron erfolgreich bei den World Master Games 2013

Hart gekämpft in Turin

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In Italien präsentierten sich Michaela Zimmermann (li.) und Susanne Scheiterbauer von ihrer besten Seite und brachten Gold und Bronze mit nach Hause.

Kaufbeuren/Turin (Italien) – Obwohl die Kämpfer des Team Buron vor Ort auf die eine oder andere Widrigkeit stießen, konnten sie sich am Ende über sehr erfolgreiche World Master Games 2013 freuen. Herausragend präsentierte sich Susanne Scheiterbauer, die in der Klasse +45 Jahre/-57 kg den Weltmeistertitel errang.

Die World Master Games in Turin verliefen nicht nur für das Team Buron, sondern auch für die anderen deutschen Kämpfer erfreulich, berichtet Michaela Zimmermann, 1. Vorsitzende des Taekwondo Team Buron e. V., die zwar in ihrer eigentlichen Klasse nicht kämpfen konnte, trotzdem aber Bronze errang. 

Die World Masters Games sind eine Multisportveranstaltung für Seniorensportler, wobei das Mindestalter für eine Teilnahme abhängig von der Sportart zwischen 25 und 35 Jahren beträgt (Taekwondo: 35 Jahre). Organisiert werden die Spiele von der „International Masters Games Association“ und finden im vierjährigen Rhythmus statt. Im Taekwondo kamen bei Meldung von rund 200 Teilnehmern der olympische Zweikampf und der Formenlauf im Einzel („Poomsae“) nach WTF Richtlinien zur Austragung. 

Schnell zeigte sich dabei die Stärke der für Deutschland startenden Sportler. „Sie dominierten fast alle Wettbewerbe, in denen sie am Start waren. Mit sieben Weltmeistertiteln, einem Vizetitel, vier dritten Plätzen und einem fünften Platz war das deutsche Team sehr zufrieden“, berichtet Michaela Zimmermann. Der Wettkampf im Taekwondo war in Turin in zwei Kategorien unterteilt: „Competitive“ (internationaler Leistungsbereich) und „Recreational“ (Freizeitbereich). Startberechtigt waren in der Kategorie Competitive entsprechend nur Sportler, die nachweisen konnten, schon einmal an einem Weltturnier beziehungsweise an einer Olympia- qualifikation oder Europameisterschaft teilgenommen zu haben. „Leider wurde vom italienischen Verband diese Einteilung nicht kontrolliert“, bedauert Michaela Zimmermann. 

Unfaire Gegnerin 

Beide Kategorien teilten sich zudem in zwei Altersklassen auf: „35 bis 44 Jahre“ und „ab 45 Jahre“. Die Kaufbeurer Kämpferin Susanne Scheiterbauer (+45 Jahre/-57 kg) war vor zwei Jahren bei den European Master Games 2011 noch im Schwergewicht gestartet. Nach intensiver Vorbereitung und 20 Kilogramm Gewichtsverlust hat Susanne Scheiterbauer nun die World Master Games 2013 in Turin bestritten. Ergebnis: Obwohl ihre italienische Gegnerin Cristina Savioli, so Michaela Zimmermann, „sehr unfair“ agiert habe, konnte Susanne Scheiterbauer nicht weniger als den Weltmeistertitel in ihrer Klasse +45 Jahre/-57 kg mit nach Hause bringen. Savioli habe mehrfach versucht, Scheiterbauer mit regelwidrigen Fauststößen in Richtung Kopf zu verletzen, so Zimmermann. Doch Scheiterbauer drehte auf und bombardierte Savioli mit einer Serie von Paltungchagis und Dytchagis. Sie gewann ihr Finale mit 7:1 Punkten und auch die anschließende Dopingkontrolle meisterte sie mit Bravour. 

Zimmermann kampflos 

Michaela Zimmermann selbst war in der Leistungsklasse Competitive -49 kg kampflos, ein Antrag auf Umschreibung in die Recreationklasse -49kg wurde abgelehnt. Somit hatte Zimmermann eine Stunde Zeit, sich zu überlegen, ob sie den Titel kampflos mitnehmen oder in der Klasse Competitive -57 kg starten wolle. Obwohl sie nach eigener Aussage wusste, dass „große Damen“ wie die mehrfache Welt- und Europamedaillengewinnerin Kuutschin Kir- simarja (Finnland) am Start waren, ließ sie sich umschreiben. „Natürlich sollte es schwer werden, bei fehlender ,Masse’ den nötigen Druck auf die elektronische Weste zu bringen“, erklärt Zimmermann, die im Halbfinale Csilla Zsigri (Spanien, Drittplatzierte bei den Spanish Open 2008, A-Class Turnier) gegenüberstand. „Voll motiviert, aber hoch nervös“ ging Zimmermann in die erste Runde. Ein gekonterter Angriff sowie Minuspunkte für Ausweichen und Hinfallen brachten der Spanierin die 2:0 Führung ein. Mehrere Aktionen von Zimmermann waren nach ihrer Aussage zwar auf der Weste, führten aber zu keinem Punkt. 

Am Ende sicherte sich Michaela Zimmermann die Bronzemedaille in der Klasse +35 Jahre /-57 kg. Zuhause wurden die zwei „Oldies“ mit einer gebührenden Feier empfangen. Verletzungsbedingt nicht an den Start gehen konnte in Turin Edvin Omanovic (VFL Buchloe/ SVO Germaringen). von Kreisbote

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