Die Spielertrainer Schmitz und Sierocinski folgen

Guter Zusammenhalt im Team

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Paul Sierocinski

Marktoberdorf – Die gute Nachricht gleich vorne weg: Trotz des Abstiegs des TSV Marktoberdorf aus der Kreisliga-Süd in die Kreisklasse Allgäu ist der Spielbetrieb der Kreisstädter für die kommende Spielzeit 2015/2015 gesichert. Das hat Fußball-Abteilungsleiter Christian Friedl auf Anfrage des Kreisbote bestätigt.

Zudem ist die Trainerfrage geklärt. Doch Naim Yazici wird das Team künftig nicht mehr betreuen. Stattdessen bauen die Verantwortlichen auf eine Doppelspitze. „Es ist schade. Wir hätten ihn gerne weiterhin als Übungsleiter gehabt“, betont Friedl. In den Vertragsverhandlungen seien beide Parteien offen und ehrlich miteinander umgegangen, „doch die Konstellation hat es nun mal so ergeben, dass wir mit Michael Schmitz und Paul Sierocinsky zwei Spielertrainer für den TSV Marktoberdorf gewinnen konnten“. 

Während sich der Spielerkader für die neue Saison langsam füllt, steht der Fußballchef Christian Friedl dann doch noch vor einem kleinen Problem. „Wir haben keinen Torwart“, verlässt doch mit dem 23-jährigen Sebastian Eberle ein Schlussmann den Verein in Richtung Kottern. Auch Kapitän Matthias Müller hat seinen Abschied angekündigt. Er will nur noch im Ernstfall seinem Team helfen. 

Es kommt noch hinzu, dass die „Grünweißen“ weiterhin nur eine erste Herrenmannschaft für den Spielbetrieb stellen können. Die Treue halten auch zwei Asylbewerber im Team des TSV Marktoberdorf. Ali aus Afghanistan will Elektriker werden und Akeem aus Nigeria strebt auch einen neuen Job an. „Wir unterstützen beide Spieler so gut wie wir es können und sind stets behilflich“, betont hierzu Christian Friedl. 

Mit nur neun Punkten beendeten die Ostallgäuer als Tabellenletzter die vergangene Spielzeit in der Kreisliga-Süd. Dennoch attestierte der Abteilungsleiter der Mannschaft trotz der zum Teil langen Niederlagenserie einen guten Zusammenhalt. Die letzten beiden Jahre musste die Abteilung eine Vielzahl von schmerzlichen Spielerabgängen hinnehmen. 

Daher ziehe man weiter an einem gemeinsamen Strang, sagt Friedl und versucht das Alte einfach hinter sich zu lassen. „Die Jungs sollen wieder Spaß am Fußballspielen haben“, freut er sich über die Bereitschaft einiger Kicker, die trotz des Abstiegs dem TSV die Treue halten, über einen Wechsel in die Kreisstadt nachdenken oder sogar den Entschluss gefasst haben, für den TSV Marktoberdorf zu spielen. 

„Egal in welcher Klasse wir spielen, wir wollen es nicht nur besser machen, sondern die Spielfreude bei jedem Einzelnen wieder zurückbekommen. Niederlagen machen keinen Spaß. Denn wer nur verliert, hat keine Lust am Training, dann ist der Spieler nicht fit und es folgen Niederlagen“. Eine Saison wie die letzte will Christian Friedl nicht noch einmal erleben.

von Stefan Günter

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