TSV Obergünzburg: Trotz Aufstieg gibt Hubert Hermann sein Amt als Volleyball-Trainer ab

Trainer zieht die "Notbremse"

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Trotz des großen Potenzials und den Aufstieg seiner Mannschaft in die Regionalliga-Süd gibt Hubert Hermann vom TSV Obergünzburg seinen Trainerposten ab

Obergünzburg – Sie haben die Meisterschaft in der Volleyball-Bayernliga gewonnen und sind in die Regionalliga Süd aufgestiegen: Eigentlich läuft derzeit alles super für den TSV Obergünzburg. Nur der Trainer fehlt. Denn Hubert Hermann hat sein Amt abgegeben.

Für Hubert Hermann war das Thema schon an Weihnachten herum ad acta gelegt. Jetzt nach dem Gewinn der Meisterschaft in der Volleyball-Bayernliga und dem gleichzeitigen Aufstieg in die Regionalliga-Süd steht der TSV Obergünzburg aktuell ohne Trainer da. Denn Hermann wird in der kommenden Spielzeit 2014/2015 den Günztalerinnen nicht mehr zur Verfügung stehen. 

„Ich habe die Verantwortlichen Ende des Jahres schon explizit darauf hingewiesen, dass sie sich einen neuen Trainer suchen müssen“, so Hermann. Obwohl den 47-Jährigen der Trainerposten nach wie vor reizt, sei für ihn die Belastung einfach zu groß. Denn der Aufwand ein Regionalliga-Team zu trainieren, sei schon enorm. Neben seinem Beruf als Sportlehrer würden mehrmals in der Woche Übungseinheiten stattfinden. Dazu kommen noch die Punktspiele. Zu seinen Zeiten als Coach des SV Mauerstetten war manchmal das komplette Wochenende von Freitag bis Sonntag mit Volleyball verplant. „Für die Mädels kam mein Ende ja nicht überraschend“, so der Kemptener. Aktuell lässt Hermann seine Kontakte spielen, um einen neuen Übungsleiter für den TSV zu finden. „Das ist überhaupt nicht einfach“, erzählt er. Schließlich müsse es sich der Neue auch zutrauen, sei diese Funktion äußerst zeitintensiv, besonders im Sommer bei der intensiven Vorbereitungsphase. 

Hubert Hermann ist schon seit 21 Jahren mit dem Volleyball verwurzelt. Als Diplomsport-Pädagoge hat er zudem die A-Trainer-Lizenz. Nicht nur sein Ende beim TSV ist schmerzhaft, scheidet auch Zuspielerin Julia Sedlmair beruflich aus. Hermann bedauert natürlich seinen Weggang. „Das Team hat großes Potential und Charakter“, dennoch war er trotz der guten Perspektive gezwungen, die Notbremse zu ziehen. Weiterhin ist er aber noch ständiger Ansprechpartner bei der Trainersuche. Darüber hinaus stehen noch weitere Gespräche mit Spielerinnen des TSV Obergünzburg an, die sich noch nicht entschieden haben, auch in der kommenden Spielzeit für den Verein aufzulaufen. Wie Abteilungsleiter Peter Egg auf Anfrage des Kreisboten sagte, werde man das Abenteuer „Regionalliga“ auf jeden Fall annehmen. Würde der TSV verzichten, müsste bis Ende April ein entsprechendes Schreiben beim Verband eingehen. „Das ist nicht der Fall. Wir wollen aufsteigen“. Derweil ist man bei der Suche eines Trainers auch fast fündig geworden. 

„Wir haben zwei Kandidaten zur Auswahl. Die ersten Gespräche laufen bereits“, will der Volleyballchef der Günztalerinnen noch keine Namen nennen. Beide möglichen Trainer sind übrigens auf den TSV selbst zugegangen. von Stefan Günter

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