Ringer des TSV Westendorf stehen vor dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte

Die Anspannung ist gewaltig

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Ringerchef des TSV Westendorf, Georg Steiner im Kreisboten-Interview.

Westendorf – Groß ist die Anspannung beim TSV Westendorf vor dem letzten Saisonkampf heute (14. Dezember) ab 19.15 Uhr im Bürgerhaus Alpenblick. Die Ostallgäuer stehen mit ihrer Ersten Mannschaft vor dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte: Dem Gewinn der Meisterschaft in der 2. Bundesliga-Süd.

Die Aufgabe für den TSV ist beim „Finale dahoam“ alles andere als einfach: Für die Westendorfer Ringer steht heute der Meistertitel in der 2. Bundesliga Süd auf dem Spiel. Der Spitzenreiter erwartet in eigener Halle den KSK Furtwangen. Der Aufsteiger konnte sich erst in der Rückrunde mit zwei Siegen etablieren und schraubte schon einige Male am Sieg vorbei. Für Westendorf indes geht eine aufregende und zugleich phantastische Wettkampfzeit 2013 zu Ende. Der Kreisbote sprach mit Ringerchef Georg Steiner. 

Ist die Meisterfeier schon geplant? 

Steiner: „Man soll den Tag nie vor dem Abend loben. Es wird eine ganz enge Kiste. Da müssen unsere Ringer alles geben“. 

Aber die Saisonabschlussfeier wird es doch geben? 

Steiner: „Auf jeden Fall. Wir werden zum Ende mit unseren Fans, Sponsoren und Gönnern feiern. Zudem hat sich zum letzten Kampf noch prominenter Besuch angekündigt. Wir erwarten Staatssekretär Franz Pschierer, den Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke und die Landratskandidatin Maria Rita Zinnecker. Vor dem eigentlichen Kampf werden unserer Schüler noch vom Vorstand geehrt“. 

Steht den Fans und Zuschauern noch was bevor? 

Steiner: „Wir planen gegen 18.45 Uhr ein öffentliches Wiegen in der Halle. Allerdings muss Gegner Furtwangen mitspielen und noch sein Einverständnis erklären“.

Furtwangen ist der finale Gegner. Was ist im letzten Duell vor heimischem Publikum noch zu erwarten? 

Steiner: „Bei den ersten fünf Kämpfen sind sie hervorragend aufgestellt. Da wird es ganz schwer werden. Durch den Stilartwechsel sind sie besser aufgestellt als noch in der Vorrunde. Zudem konnte sich Furtwangen auch noch personell verstärken. Das heißt für uns auch, dass der Kampf aus der Hinrunde kein Maßstab mehr ist. Sie haben die Kämpfe gegen Weitenau und Urloffen knapp verloren. Auf uns wartet ein heißer Tanz. Unsere Ringer müssen 150 Prozent geben“. 

Der Zuschauer ist also wieder der 11. Mann? 

Steiner: „Die Fans sind natürlich extrem wichtig für uns. Auf ihre Unterstützung können wir auf jeden Fall bauen“. 

Kann der TSV komplett auflaufen? Also mit Steve Masuch und Christian Stühle? 

Steiner: „Beide sind da, so dass wir hoffen können, in Bestbesetzung antreten zu können“. 

Nach zehn Jahren Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga ist die Meisterschaft ganz nah, was für den TSV ein sensationeller Erfolg bedeutet! Reizt nicht auch der Aufstieg ins Oberhaus? 

Steiner: „Das steht in keinem Verhältnis. Der Aufstieg würde für uns zu viel Geld kosten. Dass wir Meister werden können, ist einmalig. Schon vor der Saison habe ich gesagt, dass heuer die Möglichkeit besteht, den Titel zu holen. Westendorf und Nürnberg hatte ich auf der Rechnung, nur Weitenau-Wieslet nicht. Doch das finanzielle Risiko ist uns einfach zu groß. Das können wir nicht stemmen. Wenn du in der 1. Bundesliga ringen willst, musst du dich adäquat verstärken, um dieses Niveau halten zu können“. 

Also dann doch lieber in Liga 2 ringen und siegen, statt immer wieder Kanonenfutter zu sein? 

Steiner: „Genau. Wir wollen unsere Philosophie des Vereins weiter verfolgen: Und zwar mit den eigenen Leuten ringen. Das sehen auch unsere Fans so. Sie wollen die eigenen Ringer sehen“. 

Ein möglicher Aufstieg scheitert auch an der Größe der Halle… 

Steiner: „Unsere Halle im Bürgerhaus Alpenblick ist nicht erstligatauglich. Auch die vorgeschriebene Matte passt nicht so wirklich, weil wir auch die erforderliche Zuschauerkapazität nicht erfüllen können. Wo sollen wir die Zuschauer denn hinsetzen? Zudem ist es logistisch nicht machbar unsere Tribünenteile immer wieder in andere Hallen zu bringen. Auch wollen wir aus unserer TSV-Arena nicht raus – nicht freiwillig!“ von Stefan Günter

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