Ostallgäuer Ringer untermauern weiterhin ihre Dominanz in Schwaben

18 Titel für den TSV Westendorf

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Die erfolgreichen Westendorfer Ringer bei den Bezirksmeisterschaften in Schwaben.

Westendorf – Jahr für Jahr Anfang Januar steht mit den Ringerbezirksmeisterschaften in Schwaben das erste sportliche Highlight auf dem Programm. Diesmal traten alle zwölf Vereine des Bezirks Schwaben beim TSV Kottern an, um von der A- bis zur E-Jugend sowie bei den Herren ihren Meister zu suchen. Allein mit 40 Teilnehmern stellte der TSV Westendorf nicht nur das größte Team, sondern holte allein 18 Titel in den unterschiedlichen Gewichts- und Altersklassen.

Dass sich die Ostallgäuer mit 198 Punkten noch überlegen die Gesamtwertung sicherten, ist der Beweis für eine nicht endende Erfolgsgeschichte. Mit gerade einmal 85 Punkten landete Ausrichter Kottern auf dem zweiten Rang. „Es war toll, dass wir so viele Athleten stellen konnten“, bilanziert TSV-Ringerchef Thomas Stechele. Auch wenn er insgesamt von den Teilnehmerzahlen doch etwas enttäuscht ist. 

„Im Freistil hast du allgemein mehr Starter als im griechisch-römischen Stil“. Doch die geringe Anzahl von nur 17 Athleten im gesamten Herrenbereich gibt dem Westendorfer dann doch schon etwas zu bedenken. „Wir müssen an die Ringer selbst appellieren hier teilzunehmen. Darüber hinaus muss uns auch bewusst sein, wenn die Teilnehmerzahlen weiter sinken, wird es bald keine Schwäbische Meisterschaft mehr geben“, will er sich dieses Szenario überhaupt nicht ausmalen. 

„Man spricht immer davon: ‚Rettet das Ringen‘ und ‚Ringen muss olympisch bleiben‘, allerdings müssen auch die Ringer bei kleineren Veranstaltungen ihren Mann stehen“. Der TSV Westendorf stand mit seinen neun gemeldeten Aktiven vor einer vereinsinternen Meisterschaft. Markus Stechele (59 kg), Maximilian Goßner (71 kg), Felix Jürgens (75 kg), Michael Heiß (85 kg) und Frederik Wunderlich (98 kg) holten sich jeweils den Titel bei den Herren. „In diesen eineinhalb Stunden bekamen wir tatsächlich Ringen vom Feinsten geboten. Zum einen traten Bezirksliga- gegen Bundesligaringer an und zum anderen zeigten die ‚Profis‘ in den Begegnungen einige Kabinettsstückchen“, so Schwabens Bezirkschef Georg Jocher. Dass unter anderem zahlreiche Zweitliga-Ringer des TSV Westendorf an den Schwäbischen teilnahmen, spricht für das Engagement der Ostallgäuer. Den ältesten Teilnehmer stellte der TSV Diedorf mit Roland Rehm. Nicht nur, dass er sich den Vizetitel in der Gewichtsklasse bis 75 Kilogramm erkämpfte, agierte er vor den Männerwettkämpfen als Kampfrichter und trug auch hier einen besonderen Beitrag zu den Bezirksmeisterschaften bei. 

Auch bei der A-Jugend lieferten sich bayerische und württembergische Kaderringer heiße Duelle, was selbst Georg Jocher besonders auffiel. „Da hatten wir ganz starke Leute auf der Matte, die es auch dann auch richtig krachen ließen. Dies ist umso bemerkenswerter, da einige Ringer an diesem Tag nicht dabei waren“. Hintergrund war das DRB-Sichtungsturnier in Bindlach tags darauf am Sonntag. Ende Januar stehen in Penzberg die Bayerischen Meisterschaften der Junioren, A- und B-Jugend auf dem Programm. Bis dahin wird das neue Trainergespann Klaus Prestele (griechisch-römischer Stil) und Bernhard Hofmann (Freistil) die TSV-Ringer gezielt vorbereiten. von Stefan Günter

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