Saisonpremiere in Pforzen

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Sind startklar, die Westendorfer Ringer.

Westendorf – Für die Ringer des TSV Westendorf startet am Samstag, 3. September, die neue Saison in der 2. Bundesliga-Süd. Die Zuschauer und Fans erwartet gleich ein besonderes Highlight am ersten Wettkampftag, wenn Aufsteiger SV Eschbach 1967 zum ersten Mal überhaupt sein Gastspiel im Ostallgäu gibt. Allerdings wird diese Begegnung nicht in der Wirkungsstätte im Bürgerhaus Alpenblick über die Bühne gehen, sondern findet in der Blöschhalle in Pforzen statt.

„Wir müssen immer etwas Neues ausprobieren, um Zuschauer für unsere tolle Sportart zu begeistern“, fiebert selbst Abteilungsleiter Thomas Stechele dem Saisonstart entgegen. Vor fünf Jahren fand erstmals die Premiere in Pforzen statt. Damals feierten knapp 1000 Fans den knappen 19:17-Heimerfolg über den Bundesliga-Absteiger RKG Freiburg 2000. Antonio Silvestri, zur damaligen Zeit Deutschlands Kampfrichterchef, leitete persönlich diese Begegnung am 3. September 2011. Im Anschluss schrieb er sogar eine positive Bewertung auf den Wettkampfbogen: „Das war wirklich Werbung für den Ringkampfsport“. Jetzt 1825 Tage später an gleicher Wirkungsstätte will der TSV Westendorf erneut für einen optimalen Start in die Runde sorgen. Bedingt durch den Gewinn der Bronzemedaille des Aichachers Denis Kudla bei den olympischen Sommerspielen in Rio, hoffen die Vereinsverantwortlichen die älteste Sportart der Welt weiterhin einer breiten Masse präsentieren zu können. Im Anschluss des Kampfes findet übrigens ein bayerischer Abend statt. Hier wird auch die Trachtenkapelle Westendorf aufspielen.

Davor gilt es gegen den Liga-Neuling aus dem Hochschwarzwald zu bestehen. Für den verantwortlichen Trainer Klaus Prestele ist der Gegner im Vorfeld schwer einzuschätzen. „Wir kennen Eschbach überhaupt nicht, haben auch noch nie gegen sie gerungen“, sind seine Erkenntnisse daher knapp bemessen. Als Vizemeister kamen die Südbadener in den Genuss in die 2. Bundesliga aufzusteigen. „Ich bin mir bewusst, dass es im ersten Heimkampf ordentlich zur Sache gehen wird. Daher ist ein guter Start extrem wichtig, um die Weichen zu stellen“, so der Coach, der auf die Unterstützung der zahlreichen Fans hofft.

Mit Christopher Kraemer konnte eine wichtige Stütze im Team gehalten werden. Der 20-Jährige, der in diesem Jahr seinen Titel bei den deutschen Männermeisterschaften in Saarbrücken aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen konnte, hatte lukrative Angebote aus der 1. Bundesliga ausgeschlagen. „Wir sind wahnsinnig froh, dass er bei uns geblieben ist“, sieht Thomas Stechele den Erfolg der Mannschaft aber nicht bei einem Einzelnen, sondern dem gesamten Team. 

Mit Maximilian Goßner, Steve Masuch, Christian Stühle, Simon Einsle, Michael Heiß und Markus Stechele gibt es erfahrene Zweitliga-Ringer beim TSV, die sich weiter entwickeln konnten. Komplettiert wird die homogene Mannschaft durch die ausländischen Ringer Fatos Durmishi, Mehmet Feraim und Shenol Ali Ahmed. Wieder im Team ist Vladislav Metodiev, der zuletzt im Jahr 2013 für die Ostallgäuer auf die Matte ging. „Wir kennen alle vier Ringer und wissen, dass sie das Optimale für den TSV herausholen werden. Sie begnügen sich nicht mit einem 2:0-Sieg, sondern sind bestrebt ihren Kampf auch höher zu gewinnen“, sagt Thomas Stechele. Mit Zsolt Török verzeichnen die Westendorfer nur einen Abgang. Der 21-Jährige ringt künftig für den Liga-Kontrahenten SV Siegfried Hallbergmoos. 

Auch sonst ist die Südstaffel in bayerischer Hand. Neben den vier badischen Vereinen ASV Urloffen, SV Triberg, RKG Freiburg 2000 und SV Eschbach 1967, komplettieren der SV Wacker Burghausen, SV Johannis Nürnberg, SC Anger, TSV Westendorf und Oberliga-Aufsteiger SV Untergriesbach das Zehnerfeld. Zu den Topfavoriten auf den Meistertitel gehören neben Burghausen noch Triberg. Die Fans dürfen sich sowohl bei der Saisonpremiere in Pforzen als auch bei den Duellen in der TSV-Arena im Bürgerhaus Alpenblick auf tolle und kampfbetonte Begegnungen freuen.

Die Heimkämpfe des TSV Westendorf 2016:

3. September 19.30 Uhr SV Eschbach (in Pforzen)

17. September 19.30 Uhr SV Triberg

1. Oktober 19.30 Uhr ASV Urloffen

3. Oktober 17 Uhr SV Hallbergmoos

15. Oktober 19.30 Uhr SV Wacker Burghausen

5. November 19.30 Uhr SC Anger

19. November 19.30 Uhr RKG Freiburg 2000

3. Dezember 19.30 Uhr SV Johannis Nürnberg

17. Dezember 19.30 Uhr SV Untergriesbach

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