Joker verlieren 3:7 gegen Löwen Frankfurt und 0:4 bei den Kassel Huskies

Talfahrt der Joker hält an

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ESVK-Stürmer Matt Marquardt ist derzeit stark gehandicapt.

Kaufbeuren – Es geht nun stetig bergab. Auch die letzten zwei Punktspiele gegen die hessischen Oberligaaufsteiger Frankfurt und Kassel gingen für den ESVK verloren.

Zuhause gab es eine empfindliche 3:7-Schlappe gegen die Frankfurter Löwen und bei den Kassel Huskies war mit der 0:4-Niederlage ebenso wenig zu holen. Durch dieses zweite Null-Punkte-Wochenende ist der ESVK nun mit immer noch zwölf Punkten aus acht Spieltagen auf den 10. Rang in der DEL 2 abgerutscht. 

Dass die Kaufbeurer sogar nach dem fünften Spieltag immer noch Tabellenführer der zweiten Liga waren, war ebenso überraschend, wie auch jetzt der freie Fall mit vier Niederlagen in Folge. Ärgerlich war nach der deutlichen 1:6-Niederlage zuhause gegen den SC Riessersee das folgende klare 3:7-Heimdebakel gegen die Frankfurter Löwen, denn hier ging der Zuschauerzuspruch mit nur 1448 Besuchern schon deutlich zurück. Jetzt wäre es sehr wichtig für den ESVK, dass im schwäbischen Derby am Freitag um 20 Uhr in Ravensburg wieder der eine oder andere Punkt eingefahren wird und so indirekt Werbung für das Heimspiel am Sonntag gegen die Heilbronner Falken gemacht wird. 

Verletzungspech hält an 

Nicht zu vergessen, dass die Joker zurzeit arg vom Verletzungspech gebeutelt werden. Der lange Ausfall von Tim Richter wurde mit dem Neuzugang Roland Mayr noch kompensiert, doch sind seit geraumer Zeit jetzt Stürmer Matt Marquardt und Rob Kwiet stark gehandicapt. Zu allem Übel fiel beim Freitagheimspiel noch der punktbeste Joker und „Goldhelmträger“ Michael Fröhlich mit einer Bänderverletzung aus. Dadurch wurde die erfolgreiche zweite Reihe um Menge, Schmidle und eben Fröhlich stark geschwächt. Dazu kam noch der verletzungsbedingte Ausfall von Torhüter Stefan Vajs, der nun durch den Ersatztorhüter der Straubing Tigers vertreten wurde. Aber auch Dustin Strahlmeier konnte die beiden letzten Niederlagen nicht abwenden. 

Frankfurter Löwen zu schnell 

Beim Heimspiel am Donnerstagabend schien es für die anwesenden 1458 Zuschauer fast so, als ob die Gäste für die Joker zu schnell und quirlig agierten. Denn von Beginn an bestimmten die Frankfurter das Spiel und machten mächtig Druck auf die Kaufbeurer Defensive. Unter diesem Druck entstanden zwangsläufig Fehler in der Kaufbeurer Abwehr, welche die Gäste eiskalt in einen schnellen 2-Tore-Vorsprung verwandelten. Es keimte aber noch Hoffnung bei den Jokerfans auf. Die spielstarke zweite Sturmformation mit Schmidle, Menge und Fröhlich hielt den ESVK im Spiel. Zweimal traf Daniel Menge und bescherte bis zur 16. Minute den 2:2 Ausgleich für den ESVK. Doch der Jubel dauerte gerade 21 Sekunden, als die Löwen wieder mal mutterseelenallein auf das Kauf- beurer Gehäuse konterten und postwendend das 2:3 markierten. Von diesem Schock erholten sich die Joker nicht mehr. Die Gäste blieben weiterhin spielbestimmend und schraubten bei einem Gegentreffer von Schmidle das Endergebnis gar auf 3:7. ESVK-Trainer Uli Egen sah es auch so: Das erste Drittel war eine Katastrophe, im zweiten waren wir dann deutlich aggressiver, aber durch individuelle Fehler im letzten Drittel haben die Löwen zu Recht gesiegt.“ 

Huskies gewinnen 4:0 

Zwei Tage später folgte die nächste Niederlage. Mit 0:4 Toren gab es bei den Kassel Huskies vor 3416 Zuschauern ebenso nichts zu punkten. Daniel Kunce Jr., der Sohn des ehemaligen ESVK-und Nationalspielers Daniel Kunce leitete mit seinem Treffer nach einem Aufbaufehler der Joker die Niederlage der Allgäuer ein. 

DNL-Team mit Heimsieg 

Lange hielten die Kaufbeurer am Samstag beim Tabellenführer in Bad Tölz mit und konnten immer wieder ausgleichen. Am Ende behielten aber die Tölzer Löwen mit 5:3 doch die Oberhand. Für den ESVK trafen vor 38 Zuschauern Wayne Lucas, Alex Gasser und Kevin Steiner. Am Sonntag gab es dann die erhofften Punkte. Mit 3:0 Toren siegten die Kaufbeurer gegen das Schlusslicht aus Augsburg. Alle Treffer fielen im zweiten Drittel. Maximilian Mewes, Simon Weingärtner und Edwin Gutar trafen vor 156 Zuschauern in der Sparkassen Arena. Somit sind die Kaufbeurer punktgleich mit dem Dritten Regensburg mit 20 Punkten auf Rang Vier, neun Punkte Vorsprung auf Landshut. von Werner Mayr 

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