"Sharks" gewinnen in Fürstenfeldbruck, müssen sich aber Bad Aibling geschlagen geben

Auf die Freude folgt Enttäuschung

Kempten – Ein Sieg und eine Niederlage – das ist die Bilanz des Eishockey-Landesligisten ESC Kempten vom vergangenen Wochenende.

Nachdem die „Sharks“ am Freitagabend mit einem 4:3-Auswärtssieg aus Fürstenfeldbruck heimkamen, mussten sie sich am Sonntagabend mit 5:7 dem Tabellenzweiten EHC Bad Aibling beugen. Vor 70 Zuschauern, davon wieder ein ganzer Bus voll mit Nikolausmützen bekleideter Kemptener Fans, landeten die „Sharks“ am Freitagabend einen verdienten Auswärtssieg gegen die „Kreuzritter“ aus Fürstenfeldbruck. Und das, obwohl die Vorzeichen mit sieben fehlenden Stammkräften, unter ihnen James Newby, Benjamin Waibel, Sebastian Weixler, Tobias Jörg, Sebastian Dropmann und Johannes Albl alles andere als gut standen. Dafür sprangen andere in die Bresche: Der vom EV Pfronten zurückgekehrte Alex Brugger zeigte bei seinem ersten Einsatz im ESC-Trikot eine ebenso überzeugende Leistung wie der Rest des Kemptener Kaders. 

Zwar gingen die Hausherren nach knapp neun Minuten in Führung, zwei Zeigerumdrehungen später erzielte Andreas Ziegler jedoch seinen ersten Saisontreffer und glich die Partie aus. In Überzahl fälschte Kapitän Alex von Sigriz einen Schuss von Schödlbauer unhaltbar ab und es stand 2:1 für die Allgäuer. Eigentlich wollten sie diese Führung mit in die Kabine nehmen, allerdings hatten die „Crusaders“ da etwas dagegen und drehten die Partie nach zwei individuellen Fehlern noch vor der Pause. 

Klug gespielt 

Der mittlere Abschnitt begann also beim Stand von 3:2, und es dauerte auch seine Zeit bis sich auf der Anzeigetafel etwas tat. So lange beschäftigten sich die Fans mit Gesang und Tanz, und als Denis Adebahr einen Pass von Tobi Epp zum 3:3-Ausgleich versenkte, hatten sie noch mehr Grund zu tanzen. Nun war klar, dass die Brucker im letzten Drittel nochmal alles nach vorne werfen würden. Kempten spielte allerdings klug und überlegt und alle Mann präsentierten sich als Team. Es brauchte nur dieses eine Überzahlspiel, das Andreas Ziegler zu nutzen wusste und der Treffer zum 4:3 für die „Sharks“ brachte die Gastgeber noch mehr unter Zugzwang. Die letzten zehn Minuten hatte Kempten jetzt noch gewaltig Druck zu überstehen, allerdings taten sie dies mit Bravour und nach 60 Minuten gingen sie verdient als Sieger vom Eis. „Jetzt merkt man auch, dass es vorteilhaft ist einen großen Kader zu haben. Jeder der heute dabei war hat fürs Team gekämpft und kann sich über einen wichtigen Sieg freuen“, meinte Trainer Robert Köcheler nach dem Spiel. 

Nach dem Kräfte zehrenden Freitagsspiel gab am Sonntag mit dem EHC Bad Aibling eine Spitzenmannschaft der Landesliga Süd/West seine Visitenkarte ab. Und die Oberbayern überzeugten auch und beherzigten eine ganz wichtige Tatsache, die sich als entscheidend zeigen sollte – immer ein Tor mehr zu schießen als der Gegner. Das Spiel begann allerdings mit einem Treffer der Hausherren. Stefan Schödlbauer zog von der blauen Linie ab und die Scheibe schlug im Kasten der Gäste ein. Nach diesem Treffer begann eine flotte Partie in der auch Bad Aibling öfter gefährlich vor Hannes Zell im Kemptener Kasten auftauchte. Einen ihrer blitzschnellen Konter konnten die Gäste fünf Minuten vor der Pause zum 1:1-Ausgleich nutzen. 

Eine Achterbahn der Gefühle durchlebten die Fans im zweiten Abschnitt. Bis zur Hälfte der Partie ließen sich die Haie von den „Aibdogs“ den Schneid abkaufen, ehe sie sich auf ihre eigenen Stärken besannen. Erst beim Stand von 1:4 suchten sie einen Weg zurück ins Spiel. Ein Doppelschlag von James Newby, erst mit einem feinen Solo und dann im Nachschuss, brachte die Haie wieder auf 3:4 heran, worauf die Gäste aber postwendend den Treffer zum 3:5 nachlegten. Die „Sharks“ wollten aber nicht aufstecken und Christian Engler erzielte mit einem trockenen Schuss das 4:5 für seine Farben. Noch vor der zweiten Pause gelang Bad Aibling aber noch ein Tor und mit einer 6:4-Führung gingen sie ins Schlussdrittel. 

Kampf wird nicht belohnt 

Hier spielte allerdings nur noch eine Mannschaft, die „Sharks“. Wer weiß, was passiert wäre, hätten sie sich das gesamte Spiel so präsentiert wie in den letzten 20 Minuten. Knapp vier Minuten waren gespielt und Andreas Ziegler brachte sein Team nochmal auf 5:6 heran. Jetzt warf die Köcheler-Truppe nochmal alles nach vorne und kämpfte verbissen um den noch möglichen Erfolg. Der Schlusspunkt war allerdings wieder den Gästen vorbehalten, deren letzter Treffer ins leere Gehäuse aber nur noch auf der Anzeigetafel von Belang war. Kempten rangiert nach diesem Wochenende auf Rang neun der Tabelle.

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