Der Kemptener Arzt Dr. Johannes Huber kümmert sich seit Jahren um die Allgäu Comets

Comets-Arzt aus Leidenschaft

+
Selbst im Flugzeug macht Dr. Johannes Huber keinen Hehl daraus, für wen sein Herz schlägt.

Kempten – „Ein Doc für alle Fälle!” So könnte man Dr. Johannes Huber bezeichnen. Seit Jahren kümmert Huber sich um die gesundheitliche Betreuung der Allgäu Comets.

Dabei kann er sich auf sein Team verlassen, denn er wird von seiner Frau Lisa, einer Heilpraktikerin, und seinem Sohn Nic, einem Physiotherapeuten, tatkräftig unterstützt. Und dies gilt für alle Spiele der Comets, ob bei der 1. Mannschaft oder bei der Jugend. „Mittlerweile ist es fast eine Vollzeitstelle“, schmunzelt Dr. Huber. Denn es geht schon im Vorfeld um die Organisation der Spiele, insbesondere den Auswärtsfahrten, bei der Material beschafft werden muss und vom Eispack bis zur Massageliege alles parat sein muss. Dabei erhält er tatkräftige Unterstützung von seiner Frau Lisa. 

Auch in den Tagen nach den Spielen der Allgäuer Footballer wird er, mal mehr mal weniger, in den Praxen von seinen Comets-Spieler besucht. So heißt es dann Verletzungen behandeln, Röntgenbilder erstellen, Kernspinnuntersuchungen organisieren und – falls notwendig – auch Operationen vorzunehmen. „Es kommen manchmal auch kurzfristige OP´s hinzu, wenn ich Spieler direkt nach dem Spiel operieren muss. Dies zum Glück nur selten“, fügt der erfahrene Kemptener Arzt hinzu. Zu den körperlichen Verletzungen gesellen sich manchmal auch psychische Wunden. „Auch hier versuchen wir unser Bestes. Trösten, Gespräche führen oder einfach nur zuhören, auch das gehört mit zu unseren Aufgaben. Und wir machen es gerne“, betont „Doc Johannes”. 

Auch gibt es für ihn beim Spiel eine klare Aussage: „Auf dem Platz gibt es keine Gegner!“ So behandelt er jeden Spieler, egal ob Gastspieler oder Cometsspieler. Dies gilt auch für die Auswärtsspiele. „Bei vielen Teams gibt es leider noch keine ärztliche Betreuung, der vor Ort bei den Spielen dabei ist und so gilt es, wer verletzt ist, wird behandelt ohne Ansehen der Trikotfarbe“, berichtet er.

 Mit Leib und Seele dabei 

Doch auch bei ihm kochen die Emotionen manchmal über. Fast normal beim Football. Er weiß wovon er spricht, hat er doch im Mutterland des American Football selbst vor über 35 Jahren bei den Clemson Tigers in der amerikanischen College Liga „Shoulderpad” und Helm angelegt. „Ja, auch ich kann mich manchmal an der Seitenlinie nicht bremsen“, gesteht er. „Doch nie ausfallend!“ Dieser Sport, so der Mediziner, ist einer der fairsten, den er je kennengelernt hat, und dies gilt übrigens auch für die Fans. Ein Herz für die Amerikaner hat die ganze Familie, und das nicht nur weil seine Frau aus den USA kommt. „Ich wurde damals in den Staaten so herzlich aufgenommen und dies möchte ich nun den Jungs, die für die Comets spielen, zurück geben!“ Daher ist es nicht verwunderlich, dass ein Spieler sogar das ganze Jahr über bei den Hubers wohnt und bezahlt wird. 

„Verrückt“ ist er manchmal schon. Das gesteht er sich selbst aber auch ein. Jüngstes Beispiel hierfür ist ein Aufenthalt in Barcelona. „Ich habe den Rückflug von Barcelona direkt nach Nürnberg gebucht, um beim Spiel dabei zu sein. Auch die Abholung vom Flughafen war gesichert, sodass ich rechtzeitig vor dem Kickoff da sein konnte“, erzählt er lachend.

Florian John

Meistgelesene Artikel

204 Sportler ausgezeichnet

Kempten – So viele Nachwuchssportler wie noch nie wurden am Freitagabend in der Aula der Staatlichen Realschule an der Salzstraße von der Stadt …
204 Sportler ausgezeichnet

Zwei Rennen, je vier Tagessiege

Buchenberg – Für einen tollen Saisonauftakt sorgten die Nachwuchslangläufer des TSV Buchenberg am vergangenen Wochenende bei den ersten beiden Rennen …
Zwei Rennen, je vier Tagessiege

Titel für Frei und Kreittner

Altusried – Insgesamt 32 Schüler und Jugendliche nahmen am vergangenen Sonntag am 1. Kreisranglistenturnier Oberallgäu im Tischtennis in Altusried …
Titel für Frei und Kreittner

Kommentare