Mit Malsch und Schinköthe stehen zwei Kemptener auf dem Podest

Malsch ist Vize-Meisterin

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Dynamisch: Titelverteidigerin Ruth Malsch wird in Chemnitz Vize-Meisterin.

Kempten/Chemnitz – Einmal mehr tolle Erfolge bescherten Ruth Malsch und Kevin Schinköthe am Wochenende sich selbst und dem 1. Kemptener Karate Dojo im TV Kempten.

Auf der Deutschen Meisterschaft der Jugend- und Juniorenklassen in Chemnitz erkämpfte sich Malsch den Vizetitel, Schinköthe gewann die Bronzemedaille.

 Die 17 Jahre alte Ruth Malsch trat am vergangenen Samstag als Titelverteidigerin im Kumite (Freikampf) in der Juniorenklasse bis 59 Kilo an und zeigte gleich von Beginn des Wettkampfes an, dass sie wieder ins Finale möchte: Die 17-Jährige ließ ihren ersten beiden Gegnerinnen keine Chance und siegte klar mit 8:0 und 6:0. Im Halbfinale machte sie mit Katrin Schwarze aus Oldenburg kurzen Prozess, fegte sie mit 8:0 vorzeitig von der Matte und stand somit schnell im abendlichen Finale. 

Dort traf die Oberallgäuerin erwartungsgemäß auf ihre Bundeskaderkollegin Anna Miggou aus Maulbronn, die dieses Jahr bereits Bronze auf der Europameisterschaft gewann. Somit war Miggou die Favoritin und Malsch ging nach dem Motto „Ich hab nichts zu verlieren“ in das Duell. Die beiden Jugendlichen lieferten sich einen engen Kampf, in dem die Allgäuerin die zwischenzeitliche Führung der Maulbronnerin ausgleichen konnte, sodass es 13 Sekunden vor Kampfende 1:1 stand. Dann jedoch gelang Miggou ein weiterer Punkt. 

 Konter entscheidet 

Malsch versuchte in den letzten Sekunden zwar alles, um nochmals auszugleichen, fing sich dabei allerdings eine Kontertechnik der Maulbronnerin und musste sich somit geschlagen geben. Über den Deutschen Vizetitel freute sich die junge Sonthofenerin aber trotzdem. Seit 2009 stand sie damit bei jeder Deutschen Meisterschaft auf dem Podest. Ebenfalls auf das Siegerpodest geschafft hat es in Chemnitz Kevin Schinköthe. Der 13-Jährige startete im Kata (Scheinkampf) Einzel der Jugendlichen und zog nach einem Freilos in der ersten Runde durch zwei Siege in Halbfinale ein, wo er auf seinen Bundeskaderkollegen Jannik Lantzsch auf Frankfurt traf. Die beiden duellierten sich mit der Kata Kanku Sho auf hohem Niveau und machten den Kampfrichtern die Entscheidung schwer. Schinköthe zog allerdings knapp den Kürzeren, verlor mit 2:3 und verpasste das Finale somit denkbar knapp. Im „kleinen Finale“ um den dritten Platz zeigte der 13-Jährige jedoch noch einmal seine ganze sportliche Klasse, überzeugte mit einer kraftvoll und ausdrucksstark dargebotenen Kata Gojushiho Dai und holte sich mit einem klaren Sieg über seinen Gegner die Bronzemedaille. 

Knappe Niederlagen 

Einen guten siebten Platz aus Sicht der Kemptener Karatekas erkämpfte sich noch Simon Schmeiser im Kumite der Jugendlichen bis 45 Kilo. Für die weiteren Kemptener Starter reichte es trotz guter sportlicher Leistungen aber nicht für vordere Platzierungen in Chemnitz. So musste sich das Kata-Team der Jungen mit Julian Sichler, Christian Hepting und Kevin Schinköthe, Selina und Alicia Kettner im Kata Einzel sowie im Team zusammen mit Alina Zahn und Mikosch Augele im Kumite jeweils knapp bereits in den Vorrundenkämpfen geschlagen geben.

Melanie Läufle

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