Hildegardis-Gymnasium beim Landesfinale Mountainbike

Beste Allgäuer Schule

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Kilian Rietzler beim Überqueren eines Hindernisses.

Kempten – Das Hildegardis-Gymnasium in Kempten schnitt beim Landesfinale der Bayerischen Schulen in der Sportart Mountainbike von allen Allgäuer Schulen am besten ab: Die Mannschaft Jungen II wurde Bayerischer Vizemeister, die Mannschaft Jungen IV belegte den fünften Rang.

„Fünf..., vier..., drei..., zwei..., eins..., Los!“ Auch den zahlreichen, vereinserprobten Wettkampfsportlern war das Nervenflattern anzusehen, als die gut 500 begeisterten Zuschauer den Countdown zum Start des abschließenden Cross-Country-Rennens herunter zählten. Je nach Altersklasse waren drei, beziehungsweise vier Runden auf dem selektiven Rundkurs zu absolvieren – elf Kilometer über Stock und Stein, Wurzelpassagen und einen eigens angelegten Pumptrack, die den Sportlern bei sommerlichen Temperaturen alles abverlangten. Gut vorbereitet meisterten die beiden Mannschaften des Hildegardis-Gymnasiums diese Aufgabe mit Bravour.

Schon am frühen Morgen hatten die Schüler rund um das einzige Mädchen im Jungs-Team, Hannah Reinema, den Grundstein für ihren Erfolg gelegt: Sechs Geschicklichkeitsprüfungen waren in einem Parcours möglichst fehlerfrei zu absolvieren. Jeder Fehler wurde mit einer Zeitstrafe von fünf Sekunden für das abschließende Cross-Country Rennen geahndet. Die Zeitaddition der drei Schnellsten in jedem Team lieferte das Ergebnis für die Gesamtwertung.

Bayerischer Vizemeister

Niklas Oberst, Kilian Rietzler, Konstantin Kettner, Daniel Guggemos und Sebastian Kasberger absolvierten ihren bis dato besten Wettkampf und mussten sich in der Endabrechnung nur der Realschule Sulzbach-Rosenberg geschlagen geben. Sie wurden als Bayerische Vizemeister der Schulen geehrt. Dritter wurde das Gymnasium Weilheim, das noch im Regionalentscheid vor den Kemptenern platziert gewesen war. Auch die Mannschaft Jungen IV des Hildegardis-Gymnasiums hat stark an sich gearbeitet und belegte den fünften Platz.

„Krass, wie viele gute Mountainbiker hier am Start stehen, die kenne ich alle aus der Bayernliga“, sagt Niklas Oberst vom Hilde-Team der WK II anerkennend über das Niveau der Veranstaltung. Doch insbesondere die Mischung von Wettkampferfahrenen und Gelegenheitssportlern bringt’s, glaubt Sportlehrerneuzugang am Hilde und Ex-Nationaltrainer Martin Wördehoff: „Schule hat andere Maßstäbe als Leistungssport. Dennoch erscheint mir die Kombination sinnvoll. Wer im Leistungssport gelernt hat Disziplin zu zeigen und sich durchzubeißen, der profitiert davon beim Lernen und schreibt auch bessere Noten.“

Mountainbiken ist noch ein junger Sport im Kanon der Schulsportarten. Erst seit wenigen Jahren erkennt eine wachsende Anzahl an Schulen die anhaltende Anziehungskraft der Stollenräder bei den Jugendlichen und beginnt diesen Schwung für pädagogische Zwecke einzusetzen. Der ehemalige Trendsport scheint erwachsen geworden zu sein: Neben Spaß, Spiel und Action werden heute von engagierten Junglehrern Verantwortungsbewusstsein, Liebe zur Natur und klimaneutrale Mobilität authentisch und doch unkompliziert vermittelt.

Die Schulleitung des Hildegardis-Gymnasiums unterstützt diese Innovation: „Das Hilde war bisher vor allem für sein musisch-künstlerisches Engagement bekannt, in Zukunft wollen wir uns auch dem Thema ‚Sport und Gesundheit’ noch stärker widmen. Junge Ausdauersportarten wie das Mountainbiken passen da perfekt ins Konzept.“

Die Landesstelle für den Bayerischen Schulsport (LASPO) veranstaltet seit 2006 bayernweit Schulsportwettbewerbe in der Disziplin Mountainbike. Zehn Jahre später nehmen 179 Teams von 77 bayerischen Schulen mit mehr als 1100 Schülern und Schülerinnen am Wettbewerb teil. 350 davon haben sich für das Landesfinale in Rappershausen qualifizieren können, darunter beide Teams des Hildegardis-Gymnasiums. kb

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