TV Kempten holt beim 30. internationalen Immenstädter Schwimmfest Platz zwei

Schwimmer in guter Frühform

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Das Kemptener Team in Immenstadt.

Kempten/Immenstadt – In Immenstadt fand jetzt das 30. Internationale Schwimmfest statt. Die Schwimmabteilung des TV Kempten nahm mit einer Rekordbeteiligung von 46 Aktiven, acht Kampfrichtern und zwei Trainern teil. Neben den vier ausländischen Vereinen aus Italien und Österreich waren 19 bayerische Vereine mit 320 Sportlern am Start. Die weiteste Anreise hatte sicher ein Sportler aus Bremerhaven.

Bei rekordverdächtigen 2464 Einzelstarts und 81 Staffelstarts war das Schwimmfest so beliebt, dass die Anfangszeiten an beiden Wettkampftagen nach vorne verlegt werden mussten und für die längeren Strecken (200 und 400 Meter) eine Doppelbelegung der Bahnen erfolgte. Trotz der gedrängten Verhältnisse schaffte es der TV Immenstadt den riesigen Wettkampf in einer lockeren und friedlichen Weise zu schultern, nachdem durch den plötzlichen und tragischen Tod seines Trainers, Vorstandes und Organisators, Herrmann Joas, im August diesen Jahres die gesamte Veranstaltung zunächst in Frage stand.

Von Cheftrainer Erik Hanold war dieser Wettkampf als teambildende Maßnahme so früh im Trainingsjahr ins Wettkampfprogramm aufgenommen worden, da durch die Staffelwettkämpfe nicht nur die individuelle Leistung des Einzelnen sondern auch die Abstimmung im Team und die Einteilung der Kräfte und das Abschätzen der jeweiligen Leistung gefragt wird.

Es musste die erfolgsverwöhnte 4x100 Meter Bruststaffel, die eigentlich den ersten Platz im Alpseepokal abonniert hatte, auf den verletzten deutschen Meister der Masters, Dirk Hofmann, die abwesende Bayerische Meisterin über 200 Meter Brust, Vanessa Geist, und die durch eine Schulveranstaltung verhinderte Sprinterin, Rebecca Spielberger, verzichten. Lukas Willinsky, Luzie Haver, Chiara Armadoro und Jannes Schnitzer setzten alles ein, erreichten den dritten Platz und legten damit den Grundstein für den Run auf den Alpseepokal. Der zweiten Kemptener Brust-Staffel gelang der beachtliche siebte Platz und auch die „Kleinen“ konnten sich mit dem 14. Platz unter den teilnehmenden 19 Staffeln in der Königsdisziplin hervorragend positionieren. Die beiden 8x25 Meter mixed Rückenstaffeln landeten auf den Plätzen drei und neun, die 8x50 Meter Lagen mixed Staffel wurde Siebte, die 10 x 50 Meter mixed Freistilstaffel erreichte den vierten Platz, die 10-Minuten-Staffeln 4x50 Meter der Mädchen schwammen auf den fünften und 13. Platz und die 10-Minuten-Staffeln 4x50 Meter der Jungs holten dann den alles entscheidenden letzten Punkt mehr als das Team Buron Kaufbeuren: Team 1 wurde Dritter und das zweite Team Elfter.

Auf das Podest in den Einzelwettbewerben schwammen Tina Ding (9 Jahre), Lisa-Marie Thorandt (10), Philip Fröhlich (10), Carina Dietz (11), Annika Kuss (11), Sarah Schrätzlmayer (11), Jannes Große (12), Thimo Thorandt (12), Laura Hörburger (13), Tobias Gebhart (15), Jannes Schnitzer (16), Jan Schuster (16), Antonia Haver (17), Luzie Haver (17), Pauline Haver (17), Rebecca Spielberger (17), Chiara Armadoro (18) und Lucas Willinsky (18). Dabei holten Pauline Haver mit sieben Stockerlplätzen, davon drei Goldmedaillen, bei sieben Starts und Jannes Schnitzer mit acht Stockerlplätzen bei acht Starts wohl die optimale Ausbeute aus dem Wettkampf.

Für den Alpseepokal konnten aber bis zum sechsten Platz Punkte gesammelt werden und so war jeder einzelne Kemptener Schwimmer mindestens mit einem Punkt an der Verteidigung des zweiten Platzes in der Vereinswertung beteiligt. Damit wurde Dauerkonkurrent Kaufbeuren knapp geschlagen, aber der Pokal erneut an Bozen verloren. Die Trainer Christine Spielberger und Erik Hanold zeigten sich über die Frühform der Mannschaft zufrieden. Mit einem Wettkampf in Innsbruck und einem Trainingslager in den Herbstferien in Kempten bereiten sie die Schwimmer jetzt auf den Heimwettkampf „Cambomare Sprintpokal“ am 19. November im eigenen Becken vor. kb

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