Kemptener Karateka sichert sich auf der Deutschen Meisterschaft Silber

Kevin Schinköthe holt Vizetitel

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Kevin Schinköthe bei der Kata „Gojushiho Dai“.

Kempten/Erfurt – Siebte Deutsche Meisterschaft – siebter Podestplatz: einen weiteren großen Erfolg in seiner Karate-Laufbahn machte Kevin Schinköthe vom 1. Kemptener Karate Dojo im TV Kempten am vergangenen Samstag perfekt. Auf der Deutschen Meisterschaft der Jugend/Junioren und U21 in Erfurt sicherte sich der 16-Jährige in der Disziplin Kata (Scheinkampf) den Vizetitel.

Zusammen mit seinem Bruder und Trainer Jayson Schinköthe, selbst viele Jahre sehr erfolgreicher Karateka, legte er sich am Vorabend eine Taktik zurecht und diese ging voll auf. Seine ersten beiden Begegnungen gewann der Kemptener jeweils klar mit 5:0. Auch im Viertelfinale ließ er nichts anbrennen und schickte Lokalmatador Moritz Heine vom USV Erfurt ebenfalls mit 5:0 von der Matte.

Im Halbfinale traf Schinköthe auf seinen Landeskaderkollegen Sven Meschke aus Aschaffenburg. Dessen hoher Kata „Gankaku“ setzte der Kemptener eine sehr dynamische und ausdrucksstarke Gojushio Sho entgegen und schaffte durch den 4:1 Erfolg den Sprung ins Finale. Dort stand ihm, wie bereits im Vorjahr, der EM-Fünfte Morris Tellocke aus Berlin gegenüber. Tellocke legte vor und überzeugte auf ganzer Linie, Schinköthe setzte die schwierige Kata „Unsu“ dagegen, musste sich jedoch mit 1:4 geschlagen geben. Nach der ersten Enttäuschung überwog jedoch die Freude. Mit diesem Deutschen Vizetitel bewies der Kemptener Karateka einmal mehr seine Klasse. Bei seiner insgesamt siebten DM-Teilnahme war es der siebte Podestplatz für ihn. 2010 und 2012 war er Deutscher Meister, 2011, 2013 und 2014 sicherte er sich Bronze und im vergangenen Jahr gewann er wie heuer die Silbermedaille.

Noch nicht ganz für einen Podestplatz gereicht hat es für Juanita Klimm (14), Pauline Böhmig (13) und Juanita Rudas Meo (14) im Kata Team. Als eines der jüngsten Teams in der Kategorie Jugend/Junioren, in der die Starterinnen bis 17 Jahre alt sein dürfen, schlugen sie in der ersten Runde das Team vom Dokan Berlin klar mit 5:0. In der zweiten Runde mussten sie sich jedoch den späteren Deutschen Meisterinnen vom USV Erfurt geschlagen geben. In der Trostrunde hatten sie noch die Chance auf Platz drei. Mit der Kata „Empi“ mit Bunkai (Kata in Anwendung) unterlagen sie jedoch dem im Schnitt drei Jahre älteren Team aus Straubing und landeten somit auf Rang fünf.

Die letztjährige Deutsche Meisterin bei den Jugendlichen, Sarah Hehl (15), musste heuer in der nächsthöheren Altersklasse bei den Juniorinnen ran. Die Duracherin startete gut und gewann ihre ersten Duelle jeweils klar mit 5:0. Im Viertelfinale musste sich sich der letztjährigen Juniorinnen-Vizemeisterin knapp mit 2:3 geschlagen geben. Da diese den Finaleinzug verpasste, blieb Hehl die Trostrunde verwehrt.

Juanita Klimm (Kata und Kumite = Freikampf) und Juanita Rudas Meo (Kumite) zeigten sich stark in Form, mussten sich jedoch in der Vorrunde geschlagen geben.

Melanie Weidle

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