Schwimmer Dirk Hofmann Deutscher Vizemeister und dreimal Dritter

Einer der Besten

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Das Podium über 50 Meter Brust mit Dirk Hofmann (re.)

Kempten/Gera – Im schnellen Wasser der Geraer Schwimmhalle, in der zu DDR Zeiten auch etliche Länderkämpfe stattfanden, gab es am vergangenen Wochenende im Rahmen der Deutschen Meisterschaften der Masters auf der Langbahn drei Einzel-Weltrekorde, elf Einzel- und zwei Staffeleuroparekorde und dazu noch 35 Deutsche Einzel- und 15 Deutsche Staffelrekorde.

Die Teilnehmerzahl war nicht so hoch wie sonst: Nur 235 Vereine mit 762 Teilnehmern, die 2148 Einzelstarts und 300 Staffelmeldungen abgaben. Auch der TV Kempten war nur durch einen Schwimmer, Dirk Hofmann, vertreten.

Dass Dopingkontrollen durchgeführt werden, daran sind die Masters schon gewöhnt. Dieses Mal aber waren die Badeanzüge dran. Einige trugen nicht den FINA-Stempel und waren deshalb nicht im Wettkampf zugelassen. Der MDR war vor Ort und nahm eine Reportage des Wettkampfgeschehens auf. Auch Steve Thelocke, Bronzemedaillengewinner der WM 1998 in Perth, tauchte als Teilnehmer auf.

Hofmann begann den Wettkampf in seiner Alterklasse 45 mit 200 Meter Lagen in einer Zeit von 02:29,01 Minuten und belegte damit den dritten Platz. Danach ging es für ihn auf seine Spezialstrecke, die 100 Meter Brust. Die ersten 50 Meter lag er nur eine Zehntel Sekunde hinter dem aktuellen Deutschen Rekordinhaber über die 100 Meter. Er konnte sogar die Führung bis 20 Meter vor dem Ziel übernehmen. Im Schlussspurt wurde er noch überholt und belegte in 1:11,48 Minuten den zweiten Platz.

Am nächsten Tag, zum Aufwachen, schwamm der Kempetner, als seine Nebenlage, die 50 Meter Kraul in 27,14 Sekunden und wurde damit Vierter. Jetzt stand eine taktische Entscheidung an. Nach Meldeergebnis hatte der vorjährige Sieger über 200 Meter Freistil wieder auch gute Chancen ganz vorne mitzuschwimmen, andererseits wurde nur 60 Minuten später das 50 Meter Brustschwimmen gestartet, mit noch besseren Chancen. So stand fest, die ersten 150 Meter gleichmäßig schnell zu schwimmen und sich nicht von der Konkurrenz beeinflussen zu lassen. Auf den ersten 50 Metern verlor Hofmann 0,5 Sekunden, bei 100 Metern schon insgesamt 1,5 Sekunden auf die Dreierspitze. Auf der dritten Bahn konnte er sein Tempo halten und lag bei der 150 Meter Wende noch 0,5 Sekunden hinter dem Dritten aber zwei Sekunden hinter der Zweierspitze zurück. Auf der letzten schnell geschwommenen Bahn setzte er sich zwei Sekunden vor den Vierten und beendete in 02:11,07 Minuten als Dritter das Rennen.

Allerdings konnte er sich nach dieser Belastung in den nächsten 60 Minuten nicht komplett erholen, erschwamm sich über 50 Meter Brust in 33,06 Sekunden aber dennoch die Bronzemedaille.

Hofmann beendete als Vielstarter den Wettkampf mit 100 Metern Freistil in 1:00,09 Minuten und Platz fünf. kb

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