Masters und Niklas Martin furios

100 Goldmedaillen und Rekordflut

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Der siebenfache Bezirksmeister Niklas Martin bei seinem Rennen über 200 Meter Freistil.

Kempten – Bei den Schwäbischen Bezirksmeisterschaften der Jahrgänge 1995 bis 2004 und der Masters jetzt im heimischen Cambomare regnete es jetzt für 51 Schwimmerinnen und Schwimmer des TV Kempten 1856 Medaillen und Rekorde.

Startberechtigt bei dieser Meisterschaft auf der 25-Meter-Bahn ist nur, wer bereits ein hohes Leistungsniveau erreicht und damit die notwendigen Pflichtzeiten erfüllt hat.

Im Wettbewerb mit 24 Mannschaften gewann der TV Kempten mit exakt 100 Goldmedaillen die Teamwertung deutlich vor der SG Schwabmünchen-Nördlingen mit 47 Goldmedaillen. Noch nie zuvor gelang es einer Mannschaft bei derartigen Meisterschaften eine dreistellige Anzahl von Goldmedaillen zu erringen; der bisherige Rekord von 87 Goldmedaillen stammt aus dem Jahr 2007 und wurde gehalten von der SG Schwabmünchen-Nördlingen.

Einen erheblichen Anteil hatten dieses Mal die TVK-Masters, die insgesamt 68 Goldmedaillen beisteuern konnten. Erik Hanold (Altersklasse 45), Helmut Hauber (AK 50) und Christian Willinsky (AK 40) starteten auf allen 14 Einzelstrecken. Während Hanold und Hauber all ihre Starts in Gold verwandeln konnten, leistete sich Willinsky einen „Aussetzer“ über 50 Meter Rücken und holte „nur“ 13 Siege. Die übrigen Goldmedaillen bei den Masters erschwammen Benjamin Ritter (AK 30, 5), Christoph Fürleger (AK 30, 4), Pamela Helm (AK 40, 4), Sonja Bernhart (AK 35, 3), Christian Hänsel (AK 35, 3), Christoph Roth (AK 30, 3), Regina Krapp (AK 45, 2), Birgitt Hofmann (AK 45, 2) und Niklas Klimaschewski (AK 20, 1).

Ein Höhepunkt waren die Deutschen Rekorde der Masters über die 4x100 Meter Lagen, 4x100 Meter Freistil und 4x200 Meter Freistil-Staffeln. Da die Staffeln nicht zum Wettkampfprogramm der Bezirksmeisterschaften gehören, mussten sie im Vorfeld als Rekordversuche beim Deutschen Schwimm-Verband angemeldet werden. Im Rennen gegen die Uhr schwammen Erik Hanold, Christian Willinsky, Benjamin Ritter und Christoph Fürleger (in der Lagenstaffel) bzw. Christoph Roth (in den Freistilstaffeln) getrieben von den Anfeuerungsrufen der anderen Athleten zu den drei Deutschen Mastersrekorden in 4:19,61 Minuten über 4x100 Meter Lagen, 3:56,75 Minuten über 4x100 Meter Freistil und 8:57,59 Minuten über 4x200 Meter Lagen.

Neue Vereinsrekorde

32 Schwäbische Jahrgangsmeistertitel sammelten die Jungendschwimmer des TV Kempten in einem ungleich härteren Wettbewerbsumfeld. Als Titelhamster stachen mit jeweils sieben Siegen Niklas Martin (1996), Vanessa Geist (1996) und Jannes Schnitzer (2000) besonders heraus. Martin verbesserte bei sieben Starts sechsmal den jeweiligen Vereinsre- kord über 100 Meter Schmetterling in 56,95 Sekunden, 200 Meter Schmetterling in 2:07,51 Minuten, 100 Meter Rücken in 59,08 Sekunden, 200 Meter Rücken in 2:07,53 Minuten, 200 Meter Lagen in 2:12,53 Minuten und 100 Meter Freistil in 52,77 Sekunden. Geist gelangen zwei neue Vereinsrekorde über 200 Meter Freistil in 2:09,91 Minuten und 100 Meter Lagen in 1:07,88 Minuten.

Vier Mal Meister wurde Lucas Willinsky (1998). Dabei stellte er über 200 Meter Brust in 2:28,70 Minuten einen neuen Vereinsrekord auf und brach auf dieser Strecke auch den bereits 25 (!) Jahre alten Schwäbischen Altersklassenrekord für 16-Jährige.

Jeweils zwei Titel holten Lena Hottner (1996) und Jan Schuster (2000); je einen Meistertitel holten sich Dominik Bartelt (1997), Pauline Haver und Rebecca Spielberger (1999).

Für Kempten waren außer den bereits genannten noch folgende Schwimmer und Schwimmerinnen am Start: Chiara Armadoro, Corinna Arnold, Mattea Brunner, Julia Ebert, Shana Aljana Große, Alessa Hagel, Lisa Hallermann, Nicole Hauber, Luzie Haver, Julia Maria Heel, Lisa Hengeler, Laura und Pia Hörburger, Julia Keller, Carolin Martin, Julia Rädler, Mattea und Paulina Ringeisen, Chiara Schmitz, Luzie Wandratsch, Tobias Gebhart, Jannes Matteo Große, Nathan Hagel, Jonathan Kuss, Hannes Mücklich, Johannes Raphael Rohrer, Tobias Schmähling, Corin Schnitzer, Kevin Schuster und Jakob Volkmer.

"Einfach genial"

Begeistert resümierte Cheftrainer Erik Hanold das Abschneiden der Kemptener Schwimmerinnen und Schwimmer: „Einfach nur genial: Der ganze Verein hat gekämpft! Nur um es noch einmal zu erwähnen – bei dieser ‘Show’ wurden die 100 Goldmedaillen auch dadurch errungen, dass die vielen Nicht-Goldmedaillen-Schwimmer ebenso wie die unermüdlichen Helfer grandiosen Einsatz zeigten. Alle Mitwirkenden hatten eine geniale ‘Wir bewirken jetzt etwas Großes’-Atmosphäre erschaffen, die uns alle so richtig vorwärts trieb. Das war ein super Erlebnis!“

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