"Sharks" kämpfen Schongau nieder

Endlich der erste Sieg

Kempten – Am vergangenen Freitagabend schlug der ESC Kempten die EA Schongau mit 3:1 und konnte so seinen ersten Saisonsieg in der Landesliga Süd/West feiern.

Allerdings hielt die Freude nicht allzu lange, denn am Sonntag verloren die „Sharks“ in einem eigenen Angaben zufolge „Skandalspiel“ mit 2:8 in Bad Wörishofen. Nach Tagen der Verunsicherung besannen sich die Sharks am Freitag von Anfang an auf ihre Tugenden Kampf und Leidenschaft. Schon im ersten Abschnitt war den 282 Zuschauern klar, dass die Kemptener auf Wiedergutmachung aus waren. Konsequenter auf den Körper wurde gespielt und vor dem Gästetor war auch deutlich mehr Betrieb als noch in den bisherigen Partien. Logische Konsequenz war Saisontreffer Nummer eins von James Newby, der einen Kubena-Schuss unhaltbar abfälschte. Mit dem 1:0 ging es also in die erste Pause. 

Völlig unverständlich dann der Rückfall in alte Muster in Drittel Nummer zwei. Hier gewährte man den Gästen viel zu viel Raum und wurde teilweise von den Schongauern in der eigenen Zone eingeschnürt. Die Abwehrspieler und nicht zuletzt Torhüter Hannes Zell hatten alle Hände voll zu tun, hier keinen Gegentreffer zu kassieren. Schongau vergab sogar einen Penalty, aber fünf Minuten vor Drittelende gelang ihnen dann doch der zu diesem Zeitpunkt nicht unverdiente Ausgleich. Anders als in den Vorwochen war allerdings der Schlussabschnitt, denn hier legte Kempten seine komplette Leidenschaft in die Waagschale. Belohnt wurde der Einsatz mit zwei Treffern von Oli Worm (48.) und Tobais Epp (54.) und so feierten die Sharks ihren ersten Saisonsieg. Trainer Robert Köcheler war nach dem Spiel sichtlich erleichtert: „Sicher war heute noch nicht alles ideal, aber die Mannschaft wurde für den Kampf belohnt und hat sich die ersten drei Punkte redlich verdient.“ Mit Rückenwind aus dem Schongau-Sieg reisten die Spieler vom ESC Kempten am Sonntag nach Bad Wörishofen zu einem Spiel, dass sie unmöglich gewinnen konnten. 

Der positive Start des ESC Kempten mit einem Newby-Treffer nach elf Sekunden und dem Nachschlag von Tobi Jörg nach sieben Minuten war gerade nach dem Geschmack der vielen mitgereisten Fans. Was dann allerdings folgte, spottet aus Sicht der Sharks jeder Beschreibung. Kemptener Spieler wurden für sämtlichen Körperkontakt auf die Strafbank geschickt. Als sie mit einem oder zwei Spielern weniger verteidigen mussten, schlug Wörishofen eiskalt zu. Natürlich trafen die Haie hier auf eins der Top-Teams der Liga, und aus diesem Grund war deren Überzahlspiel auch aller Ehren wert. Bezeichnend war allerdings, dass fünf der sechs ersten Treffer der Wölfe mit zwei Mann mehr auf dem Eis erzielt wurden. Dem Gegner soll hier kein Vorwurf gemacht werden, sie spielten ihre Stärke aus. Es wurde ihnen allerdings auch nicht mehr groß schwer gemacht. Am Ende verloren die Sharks klar mit 2:8.

kb

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