Neuer FCK-Jugendleiter Jörg Reindl schon gefordert

Weichen stellen

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Jugendleiter Jörg Reindl (Mitte) mit Stellvertreter Toni Bruckmeier (li.) und Kleinfeld-Koordinator Lukas Böhm (re.).

Kempten – Keine Zeit zum „warm machen“ bleibt dem neuen Jugendleiter des FC Kempten, Jörg Reindl. Der 27-Jährige wurde vor wenigen Wochen auf der Jahreshauptversammlung in das verantwortungsvolle Amt gewählt und ist sofort gefordert, die Weichen für die nächste Saison richtig zu stellen.

„Die Trainerpositionen sind glücklicherweise größtenteils schon besetzt, da hat mein Vorgänger Jürgen Lask ganze Arbeit geleistet“, ist Reindl froh. Dennoch benötigt er noch ein paar Übungsleiter, je nachdem wie viele Mannschaften für den Spielbetrieb gemeldet werden. „Für die 1. Mannschaften in der Bezirksoberliga ist alles geregelt“, erklärt Reindl. Nun geht es um die Kaderzusammenstellung der einzelnen Jahrgänge. „Gerade bei den A-Junioren wollen wir den Kader noch breiter aufstellen und sind auf der Suche nach erfolgshungrigen Spielern, die höherklassig spielen wollen.“ Auf die Frage, wie er den Aufwand als „Chef“ von etwa 200 Kindern und Jugendlichen sowie knapp 20 Trainern und Betreuern ehrenamtlich neben Beruf und Trainer der A-Junioren auf die Reihe bekommt, antwortet er knapp: „Alleine gar nicht“ und ergänzt, dass es nur im Team gehe. Das Team besteht neben Reindl noch aus seinen Stellvertretern Dennis Egbers und Toni Bruckmeier sowie Kleinfeldkoordinator Lukas Böhm.

Als einziger Verein der Region spielt der FCK mit allen Mannschaften von der D- bis zu den A-Junioren in der Bezirksoberliga (BOL). Auch in der kommenden Saison sind alle Großfeldmannschaften sicher in der BOL vertreten. Auf diese Herausforderung hat der Verein organisatorisch reagiert. Die A-Junioren sind bereits an den Seniorenbereich angegliedert. „Durch das gemeinsame Training ist die Anbindung der Jugend an die Senioren gewährleistet und die Jungen können sich gleich beweisen“, so Reindl. Er selbst ist organisatorisch vor allem für die aktuell zwei B- und drei C-Junioren-Teams verantwortlich.

Böhm, schon als A-Junioren-Spieler Besitzer der Trainerlizenz, übernimmt als Kleinfeldkoordinator die Gesamtverantwortung von den D-Junioren bis zu den Kleinsten. Er hat für die jüngsten Kicker ein Konzept entwickelt, um den sportlichen Ansprüchen ab den D-Junioren gerecht zu werden. Aus diesem Grund soll noch mehr Nachwuchswerbung bei den E- bis G-Junioren (ab fünf Jahren) gemacht werden. Reindl ergänzt: „Wir haben beste Voraussetzungen mitten in der Stadt und wollen noch mehr Kinder für Fußball begeistern.“ Das Ziel des FCK lautet weiterhin erfolgreich in der BOL spielen und „mittelfristig vielleicht sogar noch eine Liga nach oben“, so Reindl. Kein leichtes Unterfangen, da gerade in den älteren Jahrgängen die Spieler sehr begehrt sind. „Wir können und werden in die materiellen oder gar finanziellen Lockangebote anderer Vereine nicht einsteigen“, ist sich das Team beim FCK einig.

Das Erfolgsrezept beim FCK sind lizenzierte, junge Trainer sowie jeweils eine Mannschaft je Jahrgang bis zu den B-Junioren. Damit wolle man die Spieler an die BOL heranführen ohne sie zu überfordern und den Spaß zu nehmen. Durch die Möglichkeit, in allen Altersklassen BOL zu spielen, sind auch häufige Vereinswechsel nicht erforderlich. Das Wohl der anvertrauten Spieler wird ohnehin sehr groß geschrieben. So bietet der FCK ein Nachhilfekonzept bei schulischen Problemen. Künftig können die Spieler vergünstigt in einem Fitnessstudio an ihren körperlichen Voraussetzungen arbeiten und auch ein spezielles Fitnesstraining für die Spieler ist möglich. Sportlich wird das Mannschaftstraining durch ein punktuelles Taktik- und Techniktraining ergänzt.

Die Kooperation mit dem FC Augsburg bringt für junge Talente beim FCK zudem die Chance zum Training im Perspektivteam des Bundesligisten mit sich. Das Konzept des FCA sieht unter anderem vor, dass junge Nachwuchsspieler möglichst lange bei einem Partnerverein spielen, um im familiären Umfeld zu bleiben. Durch die Teilnahme an der Bayerischen Hallenmeisterschaft der B-Junioren hat der FCK-Nachwuchs zuletzt auch überregional für Aufmerksamkeit gesorgt. kb

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