Schachclub Dietmannsried gegen Ottobeuren 2000

Südschwäbischer Mannschaftsmeister

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(hinten v.l.) Josef Buchka, Heinz Martin, Werner Schlichting, Marcel Martin, Gerhard Czitron (vorne v.l.) Andreas Stiefenhofer, Paul Martin, Winfried Natterer und Andre Marton.

Dietmannsried – Die erste Mannschaft des Schachclubs Dietmannsried spielte kürzlich gegen Ottobeuren 2000 4:4 Unentschieden und kürte sich somit zum Meister in der Kreisliga Südschwaben. Die Ausgangslage war klar: Im direkten Kampf gegen den Tabellenzweiten Ottobeuren würde ein Unentschieden reichen, um Meister zu werden. Würde man allerdings verlieren, so wäre die Meisterschaft dahin.

Mit einem Blick auf die Ergebnisse könnte man meinen, dass diese Runde, bei der sechs Remisen gespielt wurden, nicht sehr spannend war. Doch dem war nicht so. Ottobeuren trat mit einem Mann weniger an, sodass André Marton (Brett 3) bereits den ersten Punkt einfahren konnte. Werner Schlichting und Winfried Straßer (4) sowie Marcel Martin und Manfred Grundl (6) trennten sich friedlich. Weiter spielte Gerhard Czitron gegen Georg Dausch (7) remis. In der Partie Paul Martin gegen Marco Schöneich (1) führte ein „totes“ Endspiel zur Punkteteilung. Bei dem so entstanden Spielstand von 3:2 würde Dietmannsried also ein Punkt aus den drei laufenden Partien genügen.

Insgesamt sah es allerdings alles andere als gut aus. Josef Buchka (8) hatte eine Figur weniger, Winfried Natterer (2) nur noch zehn Minuten für gut 20 Züge und Andreas Stiefenhofer (5) hatte eine ausgeglichene Stellung mit je einem Turm, einem Springer und vier Bauern auf dem Brett. Buchka verlor kurze Zeit später, sodass Ottobeuren ausglich. Inzwischen hatte Natterer dem Druck von Hubert Zautzig nicht mehr standhalten können und musste schon die erste Figur spucken. Stiefenhofer allerdings konnte einen Bauern gewinnen und einen Frei- bauern auf der 6. Reihe generieren. Da Natterer inzwischen einen Turm und zwei Leichtfiguren im Hintertreffen war, setzte man auf ihn keinen Cent mehr, sodass Stiefenhofer gewinnen musste, um noch das Unentschieden zu retten. Dies schien aber in weite Ferne gerückt zu sein, da sein Gegner es geschafft hatte, den Freibauern zu gewinnen und indes selbst einen zu bilden. Man hatte sich schon mental auf die Niederlage eingestellt, als plötzlich von Brett 2 der Ruf „Patt!“ kam. Natterer hatte Zautzig mit einem Damenopfer gelockt und somit in einer totalen Verluststellung die Punkteteilung geschafft. Ein Remis würde Stiefenhofer also reichen für den Meistertitel. Durch ein geschicktes Turmopfer konnte er den Freibauern seines Gegners eliminieren und in ein technisch remises Endspiel mit Springer und Bauer gegen Turm einlenken. Sein Gegner versuchte sein Glück noch ein paar Züge, bis Remis vereinbart wurde.

Mit diesem 4:4 ist der SC Dietmannsried I erstmalig in der 19-jährigen Vereinsgeschichte Meister der Kreisliga Südschwaben und somit aufstiegsberechtigt in die Schwabenliga 2 Süd. Bester Spieler mit 4,5 aus 5 Punkten war Paul Martin an Brett 2. kb

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