TVK Schwimmer bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Topform

Vereinsrekord und Bestzeiten

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(v.li.) Erik Hanold, Lucas Willinsky, Luzie Haver und Jannes Schnitzer bei der DJM 2016.

Kempten/Berlin – Mit den deutschen Jahrgangsmeisterschaften im Schwimmen fand jüngst in Berlin die größte Jugendveranstaltung des Deutschen Schwimmverbands und der Saisonhöhepunkt vieler junger Athleten statt. Von den jüngsten Jahrgängen der Mehrkämpfer bis hin zu den JEM Bereichen waren wieder spannende Duelle zu sehen. Die Wettkämpfe wurden in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark, einer der größten und modernsten Schwimmhallen Europas, ausgetragen. Vom TV Kempten nahmen Luzie Haver, Lucas Willinsky und erstmals auch Jannes Schnitzer teil und überzeugten bei insgesamt sieben Einzelstarts mit mehreren Bestzeiten und Rekorden. Nach einem eher verhaltenen ersten Wettkampftag gelang dabei eine deutliche Leistungssteigerung im Laufe der Wettkampfwoche.

Luzie Haver (Jahrgang 1999) startete gleich am ersten Tag über ihre Paradestrecke 200 Meter Schmetterling. In 2:29,06 Minuten blieb sie im Vorlauf knapp über ihrer Bestzeit. Damit erreichte sie Platz 20 im Doppeljahrgang 1998/1999 und konnte ihre Finalteilnahme aus dem Vorjahr nicht wiederholen.

Jannes Schnitzer (Jahrgang 2000) debütierte über 100 und 200 Meter Schmetterling und 200 Meter Lagen. Nachdem sein erster Start im Vorlauf über 100 Meter Schmetterling in 1:00,96 Minuten zwar eine neue Bestzeit bedeutete, lag diese Zeit doch unter seinen eigenen Erwartungen. Deutlich besser lief es zwei Tage später über die 200 Meter Lagen, wo er in 2:16,61 Minuten einen neuen Vereinsrekord aufstellte und damit Rang 14 belegte. Gegenüber der Nominierungsrangliste verbesserte er sich um 20 Plätze. Nur eine Stunde danach ging Schnitzer über 200 Meter Schmetterling an den Start. Noch nicht vollständig regeneriert vom 200 Meter Lagen Rennen verpasste er in 2:18,86 Minuten nur um Haaresbreite eine neue Bestzeit.

Bei seiner inzwischen vierten Teilnahme an Deutschen Jahrgangsmeisterschaften qualifizierte sich Lucas Willinsky (Jahrgang 1998) über 50, 100 und 200 Meter Brust und schaffte auch bei allen drei Starts den Sprung in die Finalläufe. Zunächst schwamm er im Vorlauf über 200 Meter Brust in 2:25,65 Minuten auf Platz 6. Im Finale verbesserte er sich zwar leicht auf 2:25,47 Minuten rutschte aber auf den 7. Platz ab. Auch er blieb bei seinen ersten beiden Starts etwas hinter seiner Bestzeit und den Erwartungen zurück. Nach einem Tag Pause zeigte er über 50 Meter Brust eine Leistungssteigerung. Bereits im Vorlauf verbesserte er in 0:30,15 Minuten den bereits 22 Jahre alten Schwäbischen Rekord (bis dato gehalten von seinem Vater Christian Willinsky) und zog als Sechster ins Jahrgangsfinale ein. Hier erzielte er exakt die gleiche Zeit und wurde Siebter. Eine weitere Verbesserung des Schwäbischen Rekords über 100 Meter Brust gelang Willinsky im Jahrgangsfinale über diese Strecke. War er im Vorlauf in 1:06,21 Minuten noch 6/100 Sekunden darüber geblieben, erkämpfte er im Finallauf eine Zeit von 1:06,03 Minuten und blieb 12/100 Sekunden unter seinem alten Rekord. Dafür wurde er mit dem 5. Platz belohnt.

Trainer Erik Hanold resümierte selbstkritisch aber am Ende doch zufrieden: „Wir waren zwar gut, aber bei den ‚Deutschen‘ muss es noch besser sein. Aufgrund unserer Einstellung konnten wir diese hohen Ansprüche am Donnerstag und Freitag auch erfüllen. Und dies war einfach genial: Einen unbefriedigenden Start als Motivation nutzen – so muss es sein!“ kb

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