Belohnung kommt am Ende

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Gute Vorbereitungen waren wichtig, denn das Wetter am Ammersee schlug während der 24-Stunden-Regatta einige Kapriolen.

Dießen – Die jüngste 24-Stunden-Regatta auf dem Ammersee hat wieder sämtliche Wendungen geboten: Während das Wetter zunächst hielt, wurden die Bedingungen nachts immer widriger, um dann während der finalen Stunden wieder traumhaftem Segelwetter zu weichen. Das Geheimnis, welche Boote aus dem großen Teilnehmerfeld die Nasen vorne hatten, wird erst diesen Freitag gelüftet.

Am ersten Julisamstag war es wieder soweit, pünktlich um 12 Uhr ertönte vor St. Alban bei Dießen der Startschuss zur diesjährigen 24-Stunden-Regatta auf dem Ammersee. Genau 91 gemeldete Yachten mit rund 300 Seglern an Bord starteten zu einer der größten Bootswettfahrten der bayerischen Voralpenseen. „Sie stellten sich der anspruchsvollen Aufgabe einer Nachtfahrt unter Wettbewerbsbedingungen und eines Starterfeldes, welches die Crews ganz anders fordert, als bei üblichen Tagesregatten“, berichtet Pasquale Forte, Pressesprecher des gastgebenden Segelclubs Landsberg (SCLL). „Mit der Day-Race-Wertung für die erste Runde konnte man zusätzlich für die Ammersee-Yst-Meisterschaft Punkte erringen“.

Nachdem der Wetterbericht nichts Gutes verhießen hatte, wurden die Vorbereitungen umso akribischer getroffen. Es blieb jedoch den ganzen Tag über trocken und erst in den Abendstunden begann es zu regnen, nun aber teils heftig. Auch der Wind wurde zunehmend stärker und böiger. „Die Herrschinger Bucht wartete bei dieser Westwindlage mit zusätzlichem Wellengang auf und stellte einmal mehr einen echten Prüfstein bei der Umrundung des Sees dar“, blickt Forte zurück. Zusammen mit den merklich kühleren Temperaturen veranlassten die Bedingungen eine handvoll Mannschaften, durchnässt aufzugeben.

„Diejenigen, die den Ammersee kennen, wissen, dass man fürs nächtliche Durchhalten am nächsten Morgen seglerisch reichlich belohnt wird“ so Bernd Müller-Hahl, 1. Vorstand des SCLL. Denn für den Ammersee typisch, setzte nach Sonnenaufgang ein morgendlicher, thermischer Südwind ein, der alle Mühen der Nacht vergessen ließ. „So versöhnt, und inzwischen trocken, war es eine Freude auf dem See unterwegs zu sein und bis zum Abschuss der Regatta um 12 Uhr noch so manche Boje zu runden“, schwärmt Forte.

Wer bei all den Anstrengungen und Naturerlebnissen auch noch einen Podest-Platz errungen hat, wird bei der noch ausstehenden Siegerehrung bekannt gegeben. Diese findet am kommenden Freitag, 15. Juli, um 19 Uhr im Gasthof „Zum Unterwirt“ in Türkenfeld statt.

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