Die Einstellung machts

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„Da muss was gehen“ war das Motto der Handballer gegen den TSV Murnau. Im Heimspiel konnten die Lechstädter die Gäste mit 32:24 nach Hause schicken.

Landsberg – Die Landsberger Handballer wollten in der Bezirksoberliga im Heimspiel gegen den TSV Murnau unbedingt die knappe Hinspiel-Niederlage ausbügeln. Nach der Steigerung in den letzten Spielen der Hinrunde war man sich sicher „da muss doch was gehen“. Und nach einer Steigerung in der zweiten Hälfte war das dann auch noch ein deutlicher Erfolg.

Aber zunächst taten sich die Landsberger gegen die Gäste wieder schwer. Der schöne Auftakttreffer wurde schnell ausgeglichen und angeführt von dem versierten Thomas Stanglmair kamen die Murnauer immer wieder zum Erfolg. Mit klugen Pässen oder wirkungsvollen Einzelaktionen gelang es ihm immer wieder die Landsberger 3:2:1-Abwehr auseinander zu spielen. So verlief die Partie zunächst ausgeglichen (4:4/6.). 

"Da muss doch was gehen"

Murnau versuchte mit schnellem Spiel nach vorne Druck zu machen und die Landsberger dagegen bauten ihre Angriffe in dieser Phase langsamer auf, waren doch etliche Spieler gesundheitlich etwas angeschlagen. Trotzdem konnte man sich dann doch etwas absetzen (7:5/12.), verlor aber im Angriff bald wieder die Linie, machte etliche technische Fehler oder nutzte Chancen nicht. So konnten die Gäste ausgleichen und auch in Führung gehen (10:12/21.). Dann zeigten die Gastgeber wieder, was sie eigentlich drauf haben und glichen mit schön heraus gespielten Toren fast im Gegenzug aus (12:12/23.). Doch das hielt nicht lange, Murnau nutzte Landsberger Fehler und war bis zu Pause (14:15) wieder in Front. 

Zu Beginn der zweiten Hälfte gerieten die Landsberger schnell in Unterzahl, kassierten dann auch Gegentore, waren aber auch selbst erfolgreich (16:17/33.). Wieder vollzählig schafften sie es zunächst nicht zu verkürzen. Aber die Wende kam dann mit einer Steigerung in der Abwehr. Man stellte auf 5:1 oder 6:0 Deckung und auch die Torwartleistung wurde immer besser. Gleichzeitig steigerte man sich aber auch zusehends kämpferisch. Eine eigene Überzahl nutze man zum Ausgleich (19:19/40.). Murnau konnte noch mal ein Tor vorlegen (20:21/43.). Aber dann ließen die Landsberger 10 Minuten lang keinen Gegentreffer mehr zu (28:21/53.). 

Im Angriff legten sie noch mal nach und erzielten mit gelungenen Aktionen Treffer um Treffer. Gegenstöße wurden nun sicher verwandelt auch aus dem gebundenen Spiel war man erfolgreich, jetzt gelang fast alles. Dabei kam es nicht darauf an, wer auf dem Platz stand, auch die zweite Reihe war erfolgreich. Zum ersten Mal wieder mit dabei war nach seiner langen Verletzung Max Matzer-Kernich. Das Lazarett beginnt sich langsam wieder zu lichten, auch wenn es bei Florian Stöcker und Andi Riedl noch etwas dauern wird. Aber auch mit dem etwas reduzierten Kader konnte man den Sieg sicher nach Hause spielen. Zufrieden war auch Trainer Sofian Marrague, „unsere 1. Halbzeit war natürlich nicht gut, Thomas Stanglmair hat uns in der Abwehr schon Probleme bereitet. 

Dazu kam, dass einige krankheitsbedingt nicht ganz fit waren. Da war dann in der zweiten Hälfte schon besser, da hat man gesehen was wir drauf haben. Wichtig war die Umstellung in der Abwehr und dass wir in Unterzahl auch getroffen und unsere Überzahl gut genutzt haben. Und ich habe noch keine Mannschaft erlebt, die trotz einer bisher so mageren Punkteausbeute mit so einer Einstellung ran geht, mit soviel Engagement und Einsatz bei der Sache ist. Da lässt keiner den Kopf hängen, Respekt! Mit so einer Truppe zu arbeiten macht Spaß.“ Mit diesem Sieg sind die Landsberger nun auf den 9. Tabellenplatz vorgerückt.

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