Hitzeschlacht im Triathlon-Mekka

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Musste bei seinem ersten Triathlon auf der Langdistanz gleich extreme Temperaturen ertragen: Andreas Mayer.

Kaufering/Roth – Er hat den bis dahin wohl anstrengendsten Ironman in Roth gemeistert, gehört zu den Finishern und das in toller Zeit: Andreas Mayer (Foto) vom Team Finsterwalder VFL Kaufering. Das erste Mal nahm er jetzt an der mittlerweile weltgrößten Traithlonveranstaltung in der Lang­- distanz, der „DATEV Challenge Roth“, teil und trug sich in die deutsche Rangliste als 177. und 41. (Altersklasse M30) ein.

Rund 3500 Einzelstarter und 650 Staffeln aus über 60 Nationen stellten sich der Herausforderung Ironman. Für Mayer startete der Wettkampf frühmorgens um 7 Uhr mit 3,8 Kilometer Schwimmen im Main- Donau-Kanal, setzte sich fort mit einer Radstrecke über 180 Kilometer, anschließend begab man sich noch auf auf die Marathondistanz (42,195 Kilometer) – und das alles bei unglaublichen Temperaturen.

Bis zum „Finishen“ wurde Andreas Mayer, Soldat in der Welfenkaserne, enorm viel abverlangt. Angefangen von der gut neunmonatigen Vorbereitungszeit mit durchschnittlich zwischen 15 und gut 33 Stunden Stunden Training pro Woche bis hin zu zwei Trainings- lagern am Gardasee und eines im südbayerischen Raum.

Am Tag der Challenge kündigte sich sehr heißes Sommerwetter an – eine weitere Herausforderung für Mayer. Über 33 Grad zeigte das Termometer an. Damit wurde dieser Wettkampf von den Veranstaltern zum „heißesten Triathlon aller Zeiten“ erklärt. Der 30-jährige Triathlet reagierte dem entsprechend: „Auf dem Rad nahm ich aufgrund der schwierigen Bedingungen etwas das Tempo heraus, trotzdem musste ich mich dann beim Laufen ganz schön quälen. Aber zum Schluss hin konnte ich meinen Rhythmus wieder finden“, erzählt Mayer stolz. Die weit über 200000 Zuschauer entlang der Strecke halfen über die großen Strapazen hinweg. „Allein am Solarer-Berg peitschen dich die begeisterten Massen fast von ganz alleine nach oben. Da stehen unendlich viele Zuschauer dicht gedrängt nebeneinander, bilden kurz vor dir erst eine kleine Gasse und brüllen dich und dein Rad nach oben. Da bekommst du Gänsehaut“, beschreibt Andreas Mayer.

Nach 10:35:03 Stunden erreicht Mayer das Ziel, wo er bereits von seiner Frau Monika und seiner sieben Monate alten Tochter Paula begeistert empfangen wird. „Ohne die Unterstützung meiner Familie, hier besonders meiner Frau wäre dies alles nicht möglich gewesen“, sagt der völlig erschöpfte Triathlet.

In der Gesamtwertung der „DATEV Challenge Roth“ wird Andreas Mayer 342., in seiner Altersklasse belegt er Rang 77. In der Wertung zur deutschen Meisterschaft sind es die Plätze 177 und 41 (M30). Seine Zeiten in den einzelnen Disziplinen: Schwimmen 1:09 Stunden, Rad 5:23 und Marathon 3:57 Stunden.

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