Durch die Wellen gekämpft

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Gewinner der Kurzstrecke: Der Ruder-Vierer vom Ammersee Gymnasium mit Lino Willenbrink, Léon Postel, Andreas Auernhammer, Martin Hartenberger (Steuermann) und Florian Dehlfing (von links).

Schondorf – Es wurde wild auf dem Ammersee! 43 Boote mit mehr als 80 Teilnehmern waren kürzlich beim 1. Ammersee-West Cup auf dem Wasser. Die Wilde Woge, der Ruderverein in Schondorf, veranstaltete erstmals eine gemeinsame Regatta für Ruderer, Kanuten, StandUp-Paddler und andere Wassersportler.

Den 1. Platz auf der Kurzstrecke konnte sich der Ruder-Vierer vom Ammersee Gymnasium sichern. 

Los ging es am Strandbad Forster in Schondorf, das sich mit seiner großen Wiese, dem flachen Einstieg ins Wasser und seiner Restauration im Laufe des Tages als ideale Wahl erwies. Während die Registrierung der ersten Teilnehmer ab 8 Uhr noch bei strahlendem Sonnenschein begann, zogen im Verlauf des Vormittags immer mehr Wind und Wolken auf. Um 10 Uhr starteten die Teilnehmer dann über die Kurzstrecke von vier Kilometern bei aufkommendem Wind – eine große Herausforderung besonders für die StandUp-Paddler. Den Startschuss gab der neu gewählte 1. Bürgermeister von Schondorf, Alexander Herrmann. Um 12 Uhr folgte die Langstrecke über 12 Kilometer. Zu dem Zeitpunkt hatte sich der Wind etwas gelegt und die Sonne kam langsam wieder hervor. 

Auf der Kurzstrecke gewann der Schülervierer aus der Ruder-AG vom Ammersee Gymnasium in Dießen. Die Achtklässler Andreas Auernhammer, Florian Dehlfing, Léon Postel und Lino Willenbrink mit Steuermann Martin Hartenberger kämpften sich auf der 4-Kilometer-Strecke durch die Wellen und wurden in einem unglaublich spannenden Finish mit 22,18 Minuten „First Ship home“. Mit 22,19 Minuten extrem dicht gefolgt vom Ruder-Zweier der Wilden Woge mit Nikolaus Forster und Kahsy, einem Ruder-Teamkollegen aus den USA, der dann zusätzlich den Sonderpreis für die weiteste Anreise gewann. Dritter auf der Strecke wurde noch ein Ruder-Zweier: Georg Büttner, Konrektor und Lehrer des Ammersee Gymnasiums und Trainer des Gewinnerbootes mit seinem Ruderpartner aus der Ruderabteilung des SC Riederau, Robert Lang und Steuermann Robert Wiener. 

Klare Sieger 

So knapp die Ergebnisse auf der Kurzstrecke auch waren: Auf der Langstrecke über 12 Kilometer gab es einen eindeutigen Gewinner: Der Kanu-Vierer des MTV München mit Benno Berberich und seinem Team Julius Hofner, Matthias Schmidt und Sebastian Golletz – allesamt international erfolgreiche Kanuten bewältigten die 12 Kilometer lange Strecke in 52,14 Minuten und waren damit unglaubliche 10 Minuten schneller als der Zweitplazierte. 

Die Sportlerehrung fand dann um 14 Uhr bei strahlendem Sonnenschein statt. Immer wieder hörte man dabei die Frage: „Fisch oder Brot“? Die Veranstalter hatten bewusst auf lokale Preise aus Schondorf gesetzt: so gab es für jeden Teilnehmer leckere selbstgemachte Marmeladen und alle konnten sich bei der Siegerehrung entscheiden zwischen frisch gefangenen und geräucherten Renken aus dem Ammersee und Brot, kunstvoll als Fisch geformt. „Wasser + Spaß + Sport + Neugier auf andere Wassersportler“, das war das Ziel der Veranstaltung. Pokale waren nicht wichtig an diesem Tag. Ziel war und ist es, die Freude an der sportlichen Nutzung des Ammersees zu fördern. Denn darüber waren sich Organisatoren und alle Teilnehmer einig. Das war keine einmalige Veranstaltung. Der Termin für den Ammersee-West Cup 2015 – die Vogalonga des Ammersees wird schon gesucht.

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