Bayernliga-Derby mit Happy End

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Mit seinem Treffer in der Nachspielzeit sicherte Sebastian Bonfert dem TSV Landsberg einen Zähler in Schwabmünchen.

Landsberg – Einen echten Endspurt haben die Bayernliga-Fußballer des TSV Landsberg in Schwabmünchen hingelegt. Nach einer verschlafenen ersten Halbzeit war man zur Pause bereits mit 2:0 im Hintertreffen, doch zurück aus der Kabine gelang das Comeback. Charly Fülla besorgte den Anschluss, der in der Nachspielzeit mit dem Ausgleich durch Sebastian Bonfert gekrönt wurde. Der Befreiungsschlag in der Tabelle steht allerdings weiter aus.

Kurz vor Schluss wäre beinahe alles vorbei gewesen: Bei einer Ecke des TSV Landsberg war Schlussmann Tobias Heiland mit nach vorne geeilt, um noch am Spielstand von 2:1 für Schwabmünchen mitzurütteln. Doch seine Bemühungen entwickelten sich zum Bumerang: Nachdem die Gastgeber den Ball abgefangen hatten, rollte ihr Angriff aufs verwaiste Tor. „Das haben sie nicht gut zu Ende gespielt“, urteilt Landsbergs spielender Co-Trainer Bonfert über die Situation. Rainer Storhas roch den Braten und eroberte das Leder zurück.

Unmittelbar darauf dann die Erlösung: Fülla schickte Philipp Siegwart über die rechte Seite. Mit einer echten Energieleistung schüttelte der Angreifer seinen Gegenspieler im Laufduell ab. Die Hereingabe fand den Weg zu Bonfert, der das 2:2 besorgte und seinen Farben einen Derby-Punkt sicherte.

„Das Ergebnis ist schlussendlich verdient“, urteilt der Torschüze, weiß aber gleichzeitig: „Die erste Halbzeit haben wir verschlafen, waren zu weit vom Gegner weg und haben uns einfache Fehler geleistet.“ Diese Fehler waren es, die die Landsberger schon vor der Pause mit 2:0 ins Hintertreffen gebracht hatten. In der 22. Minute patzte das Krötz-Team in der Vorwärtsbewegung. Schwabmünchen schaltete schnell um, eine Flanke von der rechten Seite sprang Alexander Buschel an die Hand – ein unglücklicher aber klarer Elfmeter. Thomas Rudolph trat an und verlud Heiland (23.).

Kurz vor dem Pausenpfiff wurde es dann hektisch. In der 41. Minute verschätzte sich Landsbergs Keeper, als er einen langen Ball ablaufen wollte. Rudolph zielte diesmal jedoch weniger genau und verfehlte das leere Gehäuse (41.). Doch kurz darauf schepperte es wieder: Erneut leisteten die Gäste sich einen Fehler im Vorwärtsgang, Schwabmünchen spielte den Konter sauber zu Ende und vollstreckte durch Maik Uhde, dessen Versuch noch abgefälscht war. „Wir hätten die Situation bereinigen können“, ärgert sich Bonfert, dem sich nach einem Freistoß noch die Großchance zum Anschluss bot. Vorab hatte Referee Christian Keck den Landsbergern einen Strafstoß verweigert: Heim-Torwart Felix Thiel war der Ball nach einer Ecke aus den Händen geglitten, anschließend riss er Siegwart elfmeterreif um. Doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm, mit 2:0 ging es in die Kabine.

Dort fand das Trainergespann offenbar die richtigen Mittel, Landsberg kam stark verbessert aufs Grün zurück. Die erste richtige Möglichkeit ergab sich in der 64. Minute und Fülla wusste diese zum 2:1 zu nutzen, nachdem er über mehrere Stationen freigespielt worden war. Nach dem Anschluss flachte das Spiel ab. Dem Krötz-Team war sein Bemühen anzusehen, doch wie schon in den vergangenen Spielen blieb die zündende Idee aus. Bis zur 93. Minute, in der Bonfert das 2:2 markierte. Landsberg entführte einen wichtigen Zähler aus Schwab­münchen und bleibt auf Rang 13.

Am kommenden Samstag gibt der FC Ismaning seine Visitenkarte im 3C-Sportpark ab. Das Ex-Team von Rainer Storhas hat seit neun Spielen nicht mehr verloren. „Sie haben einen Lauf und viele gute Einzelspieler mit einer guten Ausbildung“, blickt Bonfert, der eine rechtzeitige Genesung des verletzten Sebastian Gilg für unwahrscheinlich hält, voraus. Anpfiff gegen den Aufsteiger ist um 14 Uhr.

Rasso Schorer

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