Tolle Saison, tolles Ende

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Riesenjubel bei den U17-Basketballerinnen der DJK Landsberb: Mit dem 87:15-Erfolg über Dresden machten sie Silber bei der Südostdeutschen perfekt.

Landsberg – Toller Saisonabschluss: Nach dem bayerischen Vize haben sich die U17-Basketballerinnen der DJK Landsberg nun auch Platz 2 bei der südostdeutschen Meisterschaft geholt. Nur dem Bayerischen Meister TG Würzburg musste man erneut den Vortritt lassen. 

Im ersten Spiel traf man gleich auf Gastgeber Würzburg. Dabei fehlten auf Grund der Pfingstferien auf beiden Seiten wichtige Spielerinnen. Die Unterfranken konnten aber dennoch zwölf Mädchen aufbieten, während Landsberg nur zu acht antrat. Ohne die athletischen Tanja Kantelhardt und Leonie Fiebich war man so zu sehr vom Distanzwurf abhängig.

Neun Minuten dauerte es, ehe Kapitän Vroni Gruber den ersten Landsberger Korb erzielte. Würzburg hatte zu diesem Zeitpunkt schon 19 Punkte auf dem Konto. Doch so schnell wollte man sich nicht geschlagen geben. Man stellte auf Zonenverteidigung um und nahm den Gastgebern damit den Rhythmus. Insbesondere Lara Behnke machte dabei auf Landsberger Seite einen super Job und trug so auch ohne groß zu punkten viel zum 15:0-Lauf im zweiten Viertel bei. Das Spiel war wieder offen (17:23, 20. Minute).

Im dritten Spielabschnitt zog Würzburg dann jedoch wieder etwas davon. Insbesondere die schwache Reboundarbeit der DJK Landsberg rächte sich nun. Zwei erfolgreiche Schelkle-Dreier machten das Spiel aber noch einmal spannend (32:38, 35. Minute). Am Ende fehlten den Landsbergerinnen aber die Kraft und die nötigen Waffen, um das Spiel noch endgültig zu drehen. So gewann Würzburg verdient mit 46:36.

Nach mehrstündiger Pause ging es gegen den Sachsen-Thüringen-Meister Jena. Auch hier erwischten die DJK-Mädels einen schlechten Start. Doch diesmal fingen sie sich schneller wieder. 21:10 führten die Lechstädterinnen, als sich wieder der Schlendrian einschlich. Dabei schlugen die Thüringer die Landsberger mit deren eigener Waffe, der Zonenverteidigung. Vollkommen einfallslos agierten die DJKlerinnen gegen die Ball-Raum-Deckung. Drei korblose Minuten vor der Halbzeit (26:21) waren die Folge.

Nach der Pause taten sich beide Mannschaften schwer, ihren Rhythmus zu finden. Doch die DJK-Mädels behielten die Ruhe. Wie so oft angeführt von den „Routiniers“ Vroni Gruber und Sabrina Schelkle konnten sie den Schalter wieder umlegen. Spielmacherin Julia Schelkle münzte zwei Ballgewinne direkt in Punkte um und im Positionsangriff spielte man nun wieder überlegter, so dass man das Spiel mit einem 10:2-Lauf beendete und noch ungefährdet mit 54:31 gewann.

Ein allerletztes Mal

Im letzten Spiel gegen Dresden waren die Rollen von Beginn an klar verteilt: Landsberg war Favorit. Doch Coach Lorenz Meyer forderte seine Mädels auf, so zu spielen, als wäre es ihr letztes Spiel – denn das war es auch; nach vier Jahren die letzte Partie zusammen in dieser Konstellation. Nach dieser langen Zeit voller intensiven Trainingsarbeit und vielen Höhen und Tiefen heißt es für den Trainer Abschied nehmen und für die Mädels des Jahrgangs 1996, den Sprung in den Seniorenbereich zu wagen. Dementsprechend sollten an diesem letzten Spiel alle noch einmal viel Spaß haben.

Doch das gestaltete sich schwerer als erwartet. Vor allem in der Verteidigung gingen die DJK-Mädels nicht entschlossen genug zu Werke. Dresden konnte die Landsberger Presse einige Male überspielen, nutzte dann aber die Chancen nicht. Beim Stand von nur 8:3 nach fünf Minuten wurde es den DJK-Trainern dann trotzdem zu bunt. In einer Auszeit rüttelten sie ihre Schützlinge noch einmal wach – mit Erfolg.

Insbesondere Julia Seemüller tat sich danach durch gute Aktionen gegen die Dresdner Zonenverteidigung hervor. Andrea Hecht zog immer wieder entschlossen zum Korb und Sabrina Schelkle traf einen Dreier zur 21:5-Führung nach dem ersten Viertel.

Mitte des zweiten Spielabschnitts griffen Moni Schelkle und Lorenz Meyer dann noch einmal in die Trickkiste und ordneten eine Zonen-Pressverteidigung an. Obwohl seit etwa zwei Jahren nicht mehr trainiert, funktionierte diese sofort. Bis zur Halbzeit eilte man auf 41:11 davon und im dritten Viertel brachen endgültig alle Dämme. Dresden zeigte gar keine Gegenwehr mehr und blieb zwölf Minuten lang ohne Korberfolg, während Landsberg in der gleichen Zeit 34 Zähler erzielte und 87:15 gewann.

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