Kauferinger Ruderer auf Erfolgskurs:

Bärenstark auf 1000 Meter

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Starke Leistung: Die RCLK-Masters Jens Tepe, Martin Breitschaft, Ingolf Wunderlich und Ulrich Wallenda (von links) holten sich bei der Bayerischen in Oberschleißheim Gold im Doppel-Vierer.

Kaufering – Das kann sich fürwahr sehen lassen und hat es schon seit Jahren nicht mehr gegeben: Mit viermal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze im Gepäck kehrten die Aktiven des „Ruder Clubs am Lech Kaufering“ jetzt von den bayerischen Meisterschaften (1000 Meter) in Oberschleißheim zurück. Herausragend war der A-Junior Theis Hagemeister (17) mit zwei Titeln.

Gewann in Oberschleißheim zweimal Gold: A-Junior Theis Hagemeister.

Das bayerische Skullertalent und Vorjahrssieger bei den B-Junioren startete im Einer der Altersklasse JM A mit weiteren 16 Junioren-Ruderern. Auf der Olympiastrecke von 1972 legte Hagemeister gleich die Bestzeit aller Vorläufe mit 3:18,92 Minuten vor und markierte damit seinen Anspruch auf einen vorderen Platz im Endlauf. Dies gelang ihm mit Bravour, der RCLK-Ruderer wurde souverän bayerischer Meister. Den zweiten Titel gewann Theis Hagemeister mit drei Münchner Rudern. Im Doppel-Vierer ohne Steuermann hielt man sich im Vorlauf taktisch klug zurück, gab sich mit dem 2. Platz zufrieden, dominiert dann aber das Finale.

Das 14-jährige RCLK-Ruder­sternchen Lilly Schönecker bewies auf der 1000-Meter- Strecke im Einer ihre Qualitäten, arbeitete sich nach einem Rückstand im Mittelteil nach vorn und siegte schließlich mit einer Bootslänge Vorsprung in 3:59,25 Minuten. Auf dem Siegersteg nahm sie abgekämpft aber vor Freude strahlend Gold entgegen.

Auch Lenhard Wartena (17) hoffte an seinen Vorjahrs-Erfolg bei den Leichtgewichts-Junioren B anknüpfen zu können. Es reichte aber wegen des „aktuellen Trainingsrückstandes“ mit 3:30,73 Minuten „nur“ für den 2. Platz hinter dem deutschen Spitzenskuller dieser Altersklasse aus Erlangen.

Mit Gold dekoriertes Ruder­sternchen: Lilly Schönecker.

Ganz nah am Sieg waren die Oldies Tristan Cook (32) und Jens Tepe (49) im Masters-Doppelzweier der Altersklasse B (mittleres Durchschnittsalter 36 Jahre). Mit gut einer Bootslänge (4,8 Sekunden) mussten sie sich den Ruderern aus Würzburg geschlagen geben, verwiesen jedoch zwei Ruderer aus München ungefährdet auf den 3. Platz.

Korbinian Schütz und Laurenz Weikinger starteten auch noch im Doppelzweier der leichten A-Junioren. Sie arbeiteten mit etwas über vier Sekunden Rückstand den 2. Platz heraus und konnten dabei drei weitere Boote auf die Plätze verweisen.

Dass Alter nicht vor Erfolgen schützt, bewiesen die Masters des RCLK. Überraschend zeigten sie ihr wahren Qualitäten und konnte die Konkurrenz aus München hinter sich lassen. Die Ingolstädter waren nicht am Start und die Schweinfurter wurden wegen Falschmeldung ausgeschlossen. So ruderten Ulrich Wallenda (68) Ingolf Wunderlich (60), Martin Breitschaft (51) und Jens Tepe (49) mit einer Zeit von 3:00,14 Minuten im Masters-Doppel-Vierer souverän zum Meistertitel.

Dabeisein ist alles

Bei den Junioren B verpasste Tim Tepe (15) im Einer das Finale um nur 36 Hundertstel Sekunden. Die Youngsters im RCLK, Adrian Dörfler und Samuel Zinsiger (beide 14) hatten im Kinder-Doppelzweier das Glück ohne Vorlauf direkt zu starten. Mit 18 Sekunden Rückstand mussten sie allerdings den Ruderern aus Aschaffenburg und Würzburg den Vortritt lassen.

Bei B-Juniorinnen Magdalena Greiner und Anna Freiheit (beide 16) ruderten im Doppelzweier auf Platz 6, ebenso im Junioren-Mixed Doppel-Vierer, zusammen mit Tim Tepe und Georg Lanz. Mit derselben Platzierung mussten sich die 14-jährigen Adrian Dörfler, David Dörfler, Samuel Zinsiger und Niklas Wenker mit Steuerfrau Lilly Schönecker zufrieden geben.

Lange Gesichter gab’s schließlich noch bei den A-Junioren (16/17 Jahre) Julian Dörfler, Korbinian Schütz, Laurenz Weikinger und Lenhard Wartena, die den Finaleinzug verpassten und damit einen erhöhten Trainingsbedarf signalisierten.

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