Die Pechsträhne ist gerissen

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Nichts zu verschenken hatten der TSV Landsberg und der SV Kirchanschöring im Kellerduell der Bayernliga. Hier beharken sich Sebastian Gilg (links) und Manuel Omelanowsky.

Landsberg – Die Steine, die den Spielern des TSV Landsberg und ihrem Trainer Roland Krötz nach dem Abpfiff von den Schultern fielen, dürften größere Brocken gewesen sein. Mit dem 1:0 gegen den SV Kirchanschöring beendeten die Lech-Kicker eine Serie von sechs sieglosen Spielen. Sebastian Bonfert hatte das Tor des Tages in einer an Höhepunkten armen Partie erzielt und so für die im Abstiegskampf wichtigen drei Punkte gesorgt.

Durchwachsene Leistung waren zuletzt zwar durchaus dabei, während der schwarzen Strähne des TSV, doch auch reihenweise gute Leistungen waren nicht belohnt worden. Die Landsberger taumelten mit fünf Punkten aus neun Spielen in die untersten Gefilde der Tabelle.

Dort steht man zwar immer noch, doch der Heimerfolg gegen großteils zahnlose Kirchanschöringer verschafft etwas Luft im ausgerufenen Abstiegskampf. „Wir müssen gewinnen, egal wie“, hatte Coach Krötz vorab als Losung verkündet. Wirklich ansehnlich war die Partie im, nach dem Wechsel des Hauptsponsors, frisch umbenannten 3C-Sportpark, dann auch nicht. Beiden Teams war der Ernst der Lage anzusehen. Spielerische Glanzpunkte blitzten kaum auf, viele Aktionen ohne zündenden Esprit im Mittelfeld kennzeichneten das Geschehen.

Die erste richtig konsequent vorgetragene Aktion brachte den Landsbergern das erste und am Ende entscheidende 1:0 ein: Sebastian Bonfert und Neuzugang Daniel Jais trieben den Ball im Zusammenspiel vor das Gästetor. Am Ende war es Bonfert, der den Ball links im Gehäuse unterbrachte (43.).

Die Abwärtsspirale gestoppt

Danach stand Schiedsrichter Andreas Hummel im Blickpunkt: Noch vor der Pause legte Sebastian Gilg seinen Gegenspieler im Landsberger Strafraum, doch dem Referee reichte der Kontakt nicht für einen Pfiff. Schon zuvor hatte er mit einer Gelben Karte ein Auge zugedrückt, als Sebastian Nichelmann nach einem selbst verschuldeten Ballverlust unfaire Mittel ergreifen musste, um seinen durchbrechenden Gegenspieler aufzuhalten (35.).

Magerkost wurde den 430 Zuschauern auch danach geboten. Die verunsicherten Landsberger waren darauf bedacht, Fehler zu vermeiden. Kirchanschöring dokumentierte, weshalb das laueste Angriffslüftchen der Liga in der Offensive der Rupertiwinkler weht.

Kurz wackelte der TSV noch nervlich, als das Schiedsrichtergespann die Nachspielzeit auf fünf Minuten taxierte – zuletzt nicht gerade die Paradedisziplin der gebeutelten Krötz-Schützlinge. Doch am Ende blieb das diesmal wieder von Tobias Heiland gehütete Landsberger Tor sauber.

Seinen Beitrag dazu leistete auch Rainer Storhas. Der wiedergenesene Mittelfeldstratege kam zu seinem ersten Saison­einsatz und sorgte für wichtige Stabilität. Ob das im anstehenden Auswärtsspiel am kommenden Samstag gegen den Tabellen­dritten Rain auch für Verteidiger Julian Birkner gilt, ist noch offen. Er zog sich einen Pferdekuss zu. Sicher nicht ins Geschehen eingreifen wird Peter Knechtel, der mit Achillessehnenproblemen länger auszufallen droht. Daniel Neuhaus hat seine Rotsperre indes verbüßt.

Rasso Schorer

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