Erfolg gegen Erlbach

Der TSV Landsberg ist gerettet

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Erleichterung pur beim TSV Landsberg: Die Lechkicker treten auch in der kommenden Saison in der Bayernliga an. Zwei umkämpfte Siege gegen Erlbach brachten die Entscheidung.

Landsberg – Die Fußballer des TSV Landsberg bleiben fünft­klassig. Mit zwei Siegen gegen den SV Erlbach besiegelten sie den ersehnten Verbleib in der Bayernliga. Von großer Bedeutung war dabei der späte Erfolg im Hinspiel (0:1), bei dem über weite Strecken schwierigste Bedingungen herrschten. Die zweite Partie in Landsberg (0:2) war indes nicht minder spannend: Der TSV agierte lange defensiv, bewies aber zum richtigen Zeitpunkt Killerinstinkt. Nach ihrer rabenschwarzen Rückrunde kommt die Mannschaft von Trainer Sven Kresin mit einem blauen Auge davon und kann sich nun der in Kürze anstehenden Vorbereitung auf die neue Saison widmen.

„Ich dachte, es würde sich anders anfühlen“, gestand TSV-Trainer Sven Kresin nach dem erreichten Klassenerhalt. „Jetzt freue ich mich eher im Stillen.“ Doch sichtbar erleichtert war der 39-Jährige natürlich dennoch. Denn sein Team hatte nach den beiden Siegen gegen den SV Mering in der Vorwoche nun auch den SV Erl­bach in der Relegation niedergerungen.

Bayernliga, wir bleiben!

Das alles entscheidende zweite Spiel stieg am Samstag im mit 950 Zuschauern gut gefüllten Hacker-Pschorr-Sportpark. Wenngleich das Geschehen lange auf Messers Schneide stand, setzten sich die Lechkicker schlussendlich mit 2:0 durch. Eine „furchtbare“ Partie wollte er gesehen haben, gab Kresin zu Protokoll. Erst spät, nämlich nach dem 1:0, habe seine Truppe bewiesen, dass sie auch spielerisch bayernligatauglich sei. Denn nach dem knappen Sieg im Hinspiel beschränkten sich Landsbergs Bemühungen lange Zeit ausschließlich auf die Verteidigung. Ein gefährliches Vabanquespiel, auch wenn Erlbach vornehmlich nur durch Standards Gefahr entwickelte. Der TSV verbuchte in der 17. und 18. Minute zwar ein Doppelchance durch Siegwart und Birkner, der nur die Latte traf, doch auch Erlbach scheiterte teils nur um Haaresbreite. Landsbergs Vorsprung schien am seidenen Faden zu hängen. Erst recht, als nach 30 Minuten ein Gästespieler im Strafraum zu Boden sank – doch Schiedsrichter Michael Bacher ließ weiterspielen.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs verflachte das Geschehen, die Kresin-Elf stand sicher und den Gästen fiel, trotz Pistole auf der Brust, wenig ein, um sich vors Tor zu arbeiten. Erst in der 60. Minute setzten sie mit einem Konter ihr nächstes Ausrufezeichen, doch der finale Pass kam nicht an.

Besser machte es der TSV: Nach 65 Minuten zirkelte Charly Fülla ein Ecke vors Tor, Sebastian Nuschelers Kopfball vom rechten Eck des Fünfmeterraums senkte sich in die Maschen – 1:0 für Landsberg. Erlbach musste jetzt zwei Tore machen, doch es fehlte weiterhin an zündenden Ideen. Die Hausherren verlegten sich nun ihrerseits verstärkt auf Konter. Und dieser Plan ging auf: Nach einem haarsträubenden Ballverlust im Erlbacher Mittelfeld schickte Rainer Storhas erneut Nuscheler auf die Reise. Landsbergs Zehner bewies Nervenstärke, mit dem 2:0 war die Messe gelesen (73.) „In dieser Phase haben wir unser Spiel endlich durchgebracht“, analysiert Kresin. „Geradlinig und strukturiert.“

Kurze Pause

Gut zweieinhalb Wochen Verschnaufpause gesteht der Coach seiner Mannschaft nun zu, danach beginnt bereits die Vorbereitung auf die kommende Saison. Welche Spieler der Coach dann um sich scharen wird, klärt sich in den kommenden Tagen. Ende dieser Woche sollen mehrere Neuzugänge bekannt gegeben werden.

Ein Wiedersehen mit Erlbach in der kommenden Saison ist übrigens nicht ausgeschlossen: Um die Bayernliga Süd auf Sollstärke zu halten, wird die Relegation um eine weitere Runde erweitert – den TSV Landsberg tangiert das glücklicherweise nicht mehr.

Rasso Schorer

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