Ein "paar Kleinigkeiten" besser

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Die Momentaufnahme täuscht: Trainer Sven Kresin (Foto) kann mit der Niederlage des TSV Landsberg gegen Pullach ganz gut leben.

Landsberg – In Pullach schielt man seit dem Wochenende auch ganz offiziell in Richtung Regionalliga – und für Landsbergs TSV-Trainer Sven Kresin ist nicht nur wegen dem 0:4 seiner Mannschaft beim SVP klar, dass das seine Berechtigung hat. „Man muss dann auch einmal offen einräumen, wenn man auf einen Gegner trifft, der einfach stärker ist“, so der 38-Jährige nach der ersten Niederlage nach vier Siegen in Folge.

Von zwei diszipliniert auftretenden Mannschaften sei Pullach diejenige gewesen, die „ein paar Kleinigkeiten besser gemacht hat“. Und vor allem haben die Gastgeber Orhan Akkurt – inzwischen 23 Mal hat der SVP-Stürmer in 21 Spielen getroffen. Beim 1:0 profitierte er davon, dass nach einem Pressschlag zwischen TSV-Keeper Heiland, einem Verteidiger und einem SVP-Angreifer der Ball zu Akkurt rollte, der nur noch ins leere Tor einzuschieben brauchte.

Beim 2:0 senkte sich der Ball nach einem Freistoß über die Mauer, und noch vor der Halbzeit gab es nach einem Foul von Heiland Elfmeter für die Gastgeber – Akkurt trat zu seinem zweiten Torschuss an und entschied die Partie mit dem 3:0 bereits nach 40 Minuten.

„Auch, wenn wir selbst auch gute Offensivleute haben, gegen so einen Gegner kommst du dann nicht ins Laufen“, resümierte Sven Kresin die zweite Hälfte, als man dem Druck der Pullacher zwar besser standhielt, aber selbst kaum Chancen erarbeiten konnte. „Bevor es eng wurde, haben die dann im Mittelfeld immer wieder mal ein kleines taktisches Foul verübt, um uns zu unterbrechen. Das war schon geschickt gemacht“, räumt Kresin ein. Und wenn’s gar nicht läuft, kommt meistens auch noch Pech dazu: Einen Befreiungsschlag schossen die Landsberger dem verdutzten Orkan Balkan ans Schienbein, von dort sprang der Ball zum letztlich klaren 4:0-Endstand ins Tor.

Während Pullach damit im Moment den Relegationsplatz nach oben belegt, sind Gedanken an die Regionalliga nichts, womit man sich in Landsberg beschäftigen würde. Insofern nahm Kresin die Niederlage gegen den Favoriten gelassen hin, „da ärgern mich die Punkte viel mehr, die wir überflüssigerweise gegen Eichstätt liegen gelassen haben.“

In den beiden letzten Spielen vor der Winterpause warten allerdings noch zwei weitere schwere Brocken auf die Landsberger. Am 23. November muss man beim Tabellenführer in Pipinsried antreten, am 26. November bestreitet man das letzte Heimspiel bis März gegen Rain (Platz 3). Umso wichtiger dürfte es sein, am kommenden Samstag (14 Uhr) im Hacker-Sportpark gegen den SB Rosenheim Zählbares mitzunehmen. Da könnte es nicht unbedingt gelegen kommen, dass man beim SBR nach der Trainerentlassung gleich das erste Erfolgserlebnis feiern konnte und Dachau mit 2:0 nach Hause schickte.

Punkte fressen

Seine Spieler interessiere das aber nur am Rande, sagt Sven Kresin. „Das wird ein schweres Spiel, keine Frage, aber meine Jungs schauen nur auf sich und wollen Punkte ,fressen‘, egal, wie die Lage beim Gegner gerade ist“, berichtet der TSV-Coach. Vor der langen Winter- pause will er die Bilanz des Aufsteigers gerne noch weiter verbessern und möglichst viele Punkte zwischen sich und die Relegationsränge (die bis Platz 14 gehen) legen.

Bis auf die Langzeitverletzten Nichelmann und Krötz kann man beim TSV Landsberg wieder auf den kompletten Kader zurückgreifen. Ob Spannenberger zum Einsatz kommt, ist allerdings noch offen. Wegen hoher beruflicher Belastung kann der 26-Jährige derzeit nur eingeschränkt trainieren, „da ist es natürlich schwer für ihn, an den anderen vorbeizukommen.“

Christoph Kruse

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