TSV Landsberg besiegt Mering erneut

Die erste Runde gemeistert

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Erleichterung beim TSV Landsberg: Nach dem Sieg in Mering gelang auch zuhause ein Erfolg gegen den Landesligisten. Nun steht die zweite Relegationsrunde an.

Landsberg – Zwei Derbys mit weitreichender Bedeutung, sehenswerte Torraumszenen und erhitzte Gemüter: Beim Relegations-Schlagabtausch zwischen dem TSV Landsberg und dem SV Mering kamen die Zuschauer voll auf ihre Kosten, schlussendlich bewies der TSV den längeren Atem. Nach einem verpatzten Start kam die Kresin-Elf stark zurück und siegte im Hinspiel mit 1:3. Auch das zweite Duell entschieden die Landsberger für sich, mit dem Auftaktsieg im Rücken kamen sie zu einem 1:0 und ziehen auf dem Weg zum Klassenerhalt in die nächste Runde ein.

Eine gute Ausgangslage hatte der TSV sich schon am Mittwoch mit dem 1:3-Auswärtssieg in Mering erkämpft. Der „super Fight“, hatte auch TSV-Coach Sven Kresin zuversichtlich gestimmt. „Am Samstag geht es darum, zu Null zu spielen. Völlig egal, wie.“ Damit war die Marschroute abgesteckt.

In die letztlich entscheidende zweite Partie startete Mering aggressiver, wurde seines Elans aber schon in der neunten Minute beraubt: Füllas Freistoß fast von der Grundlinie fand Julian Birkner vor dem Tor, 1:0. Der TSV dominierte bis zur 30. Minute und hätte sein Polster sogar noch vergrößern können.

Erst nach einer halben Stunde gaben die Gäste ein offensives Lebenszeichen von sich, Maximilian Obermeyer scheiterte aber am stark reagierenden Tobias Heiland im Landsberger Tor. Bis dahin verlief für die Kresin-Elf alles nach Plan. Dieser geriet dann aber durch eine Unbeherrschtheit Thomas Spannenbergers beinahe noch ins Wanken: Nach einem Meringer Foulspiel leistete sich der scheidende Mittelfeldspieler eine Unbeherrschtheit, seinen Schubser ahndete Schiedsrichter Florian Riepl glatt mit der roten Karte.

Die Meringer Gäste witterten nun Morgenluft und erhöhten den Druck, Landsberg musste sich in Unterzahl neu sortieren und zu allem Überfluss auf Innenverteidiger Birkner verzichten, der verletzt ausschied. Die Halbzeitpause dürfte für Trainer Kresin zum genau richtigen Zeitpunkt gekommen sein.

Denn der TSV kam gefestigt aus der Kabine zurück, Mering biss sich die Zähne aus und reagierte stellenweise mit Frustfouls. Außer den schon zur Gewohnheit gewordenen Rudelbildungen tat sich somit lange nichts mehr, das Landsberger Weiterkommen zeichnete sich dank hoher Einsatzbereitschaft immer deutlicher ab. Die Hausherren setzten noch vereinzelte Nadelstiche, den aussichtsreichsten Angriff vergab Stürmer Siegwart, als er mit einem versuchten Tunnel gegen Merings Schlussmann Adrian Wolf scheiterte (83.).

„Ich denke, wir haben gegen einen bayernligareifen Gegner ein tolles Ergebnis erzielt und sind verdient weiter“, freut sich Kresin. „Nach dem Platzverweis haben wir einen immensen Lauf­aufwand betrieben, die Jungs waren fix und fertig.“ Bleibt zu hoffen, dass die Regeneration schnell vonstatten geht, denn sichergestellt ist der Verbleib in der Bayernliga noch lange nicht:

"Immense Aufgabe"

Die Relegation geht für die Lechkicker nun nämlich in die nächste Runde, in der parallel ausgetragenen Serie setzte sich der SV Erlbach gegen Deisenhofen durch. Zwei Spiele stehen damit noch aus, das erste auswärts schon am heutigen Mittwoch ab 18.30 Uhr. „Erlbach stellt eine immense Aufgabe dar. Sie sind ganz eklig zu bespielen, denn sie verteidigen sehr sehr gut und spielen bei hohem Engagement viele lange Bälle“, analysiert der TSV-Trainer.

Definitiv fehlen werden neben dem gesperrten Spannenberger auch Qendrim Beqiri (Urlaub) und Stefan Strohhofer (verletzt). Vorsichtige Entwarnung gibt Kresin indes für Verteidiger Birkner. Hier gelte es aber noch, das Abschlusstraining abzuwarten. Für interessierte Fans sind im Bus nach Erlbach noch Plätze frei. Abfahrt am Hacker-Pschorr-Sportpark ist heute, Mittwoch, um 14 Uhr, Kostenpunkt 10 Euro. Das Rückspiel folgt am Samstag ab 16 Uhr in Landsberg.

Rasso Schorer

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